KI schrieb alle Dialoge für verstörenden Kurzfilm mit David Hasselhoff

Künstliche Intelligenzen dringen immer mehr in Bereiche vor, die bisher Menschen vorbehalten waren. Ein besonders wichtiges Anwendungsgebiet ist die Erstellung von Texten. Das ist auch die Ausgangssituation für den Kurzfilm "It's No Game", in dessen ... mehr... Science Fiction, Hollywood, Kurzfilm, Sci-Fi, It's No Game Bildquelle: Ars Technica Science Fiction, Hollywood, Kurzfilm, Sci-Fi, It's No Game Science Fiction, Hollywood, Kurzfilm, Sci-Fi, It's No Game Ars Technica

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Mit K.I.T.T wäre das nicht passiert!
 
Und in 800 von 2000 Filmen spielt Adam Sandler mit.
 
@tacc: Jo und in 2000 von 2000 spielt Samuel L. Jackson alles und Jeden.
 
Ich würde spitzohrig gerne ein "faszinierend" einschmeißen, aber es ist höchst beängstigend.
Das Drehbuch ist Teil eines künstlerischen Konzeptes und wenn sogar das Schaffen von Kultur von egal welcher KI übernommen werden kann dann hat die Menschheit immer weniger Sinn in ihrer Existenz und taugt nur noch als selbstreferenzielles Fossil.
Nur dass uns keiner anschauen will, von wegen ausgraben.
 
@Milber: Naja, von diesem Szenario sind wir noch sehr sehr ... sehr weit entfernt. Hier hat ein Computerprogramm auf Basis vorgegebener Regel etwas gebastelt, dessen Rahmen sehr klar definiert war. Kurzum, es fehlt der "KI" jede Form von Bewußtsein dafür, was die "KI" da schafft, warum sie es schafft, wofür oder mit welchem Ziel oder gar welche Aussage sie damit treffen möchte.

Beängstigend ist daran letztlich nichts, denn es ist Kultur bzw. ein Kunstwerk, dass ausschließlich durch Menschen geschaffen wurde. Die Software ist ein reines Werkzeug und dabei nicht wesentlich weiter entwickelt als der Hammer eines Bildhauers :)
 
@Milber: Aktuell sammelt die KI nur bestehende Dialoge und formt diese zu einer neuen Geschichte. Etwas völlig neues kann sie (noch) nicht erfinden.
Ich denke das wird auch noch etwas dauern. Dann kann man gerne über den Sinn unserer Existenz diskutieren.
 
@Spacerat: Kann man auch ohne, dass wir bereits in der Lage sind uns selbst zu ersetzen. Oder man diskutiert darüber, ob es bereits Sinn macht darüber zu diskutieren :D
 
@Milber: Wozu dieser Kulturpessimismus? Müsste es dann nicht auch beängstigend sein, wenn der PC Logarithmen berechnet, statt dass es der Mensch in seitenlanger, quälender 'Handarbeit' selber tut? Zudem lässt sich trefflichst über die Verortung von Begriffen wie 'real' oder 'wirklich' gerade im Zusammenhang mit Erzählungen, Filmen, Büchern etc streiten. Macht es z.B. eine fiktive Filmfigur wirklicher, wenn sie von einem Menschen statt per Animation dargestellt wird?
 
@Milber:
"Das Drehbuch ist Teil eines künstlerischen Konzeptes und wenn sogar das Schaffen von Kultur von egal welcher KI übernommen werden kann"

Falsche Schlussfolgerung!
Das mainstream Gedöns hat mit Kunst wenig zu tun, welches diese KI eindrucksvoll beschreibt. Den Hier wird immer Schema F abgespielt.

Oder anders gefragt, in wie weit kann man etwas Kunst oder Kultur nennen wenn dies von einer KI generiert werden kann.
 
Die Zukunft! Filme von KIs, für Roboter!
 
@tomsan: und Stephen Hawking... :D
 
Das heisst, die KI hat auf die selbe Art und Weise den Text geschrieben, wie die Affen das Lied vom Böhmermann?
 
Kann es ein das die Drehbücher jetzt schon von KIs geschrieben werden,denn was da neuerdings an Filmen kommt ist doch für den Hintern.Ich bin ein großer Fan vom Kino aber in den letzen Jahren gehe ich immer weniger da hin da viele Filme ihren Eintrittspreis nicht wert sind.
 
Also ich hätte noch eine Nacktszene eingefügt.

Sex sells

Sieht man ja am Erfolg von "Game of Thrones". Da muss die KI also noch etwas lernen.
 
So lange nur die Dialoge und nicht der Plot der Geschichte "zusammengestöpselt" werden, ist doch alles gut... Immerhin sind die Dialoge ja schon sinnentleert - "surreal" geraten.

Na gut, für das dritte Remake oder den vierten Sequel könnte die Maschine demnächst ausreichen.

Dann die Schauspielern nur noch rendern und das Publikum im Kinosaal virtualisieren, und das Paralleluniversum ist fertig ;-)

Edit: Was war noch mal das "reale" am realen Hasselhoff? Er war zumindest in den letzten Jahrzehnten eh eine Karikatur seiner selbst.
 
Mittlerweile schreibt KI ja auch Artikel. Die Entwicklung ist durchaus besorgniserregend. Mal sehen, wann die Maschinenstürmer wieder da sind.
 
@Lord Laiken:
"Die Entwicklung ist durchaus besorgniserregend"
Warum ist dies besorgniserregend?
 
@Andy2019:
Es wird viele Jobs kosten.
 
@Lord Laiken: Das ist eigentlich das ursprüngliche Ziel der "industriellen Revolution" gewesen, die nun eine Digitale ist.
Ein Problem ist nicht, das es uns den Job kosten wird - das Problem ist, das wir Menschen verlernt haben ohne Job eine Wertstellung für einen Menschen zu entwickeln.
 
@kkp2321:
Nicht nur eine digitale. Roboter werden auch immer mehr Arbeitskräfte überflüssig machen. Ein suizidales System, denn letztendlich landet alles irgendwann beim Endverbraucher, und wenn es mangels Kaufkraft keine Nachfrage mehr gibt, wird auch das Angebot verschwinden. Dann wird entweder der Sozialismus folgen oder ein Feudalsystem.
 
@Lord Laiken: Sozialismus muss per se nichts negatives sein und in einem Feudalsystem leben wir jetzt schon.
 
@kkp2321:
Nicht per se. Kommt natürlich auf die Regierung an. Und nein, wir leben nicht in einem Feudalsystem.
 
@Lord Laiken: Dann haben wir zwei unterschiedliche Auffassungen. Ich weiß nicht wo du wohnst, aber ein Leben in einer Großstadt ist kein privates mehr, außer du hast sehr viel Geld. Der Klassenunterschied ist nicht mehr mit Angebot und Nachfrage oder Bildung heute erklärt. Geld, sofern man es hat, vermehrt sich von selbst ohne eine Leistung vollbracht zu haben.
Wenn du arm bist, hast du dich zu unterwerfen. Dem Staat unter dem Begriff Hartz 4, deinem Vermieter dem das Haus gehört... und nicht einmal die Strasse ist mehr unbedingt öffentliches Eigentum.
 
@kkp2321:
Das Feudalsystem des Mittelalters kennt kein Hartz IV. Hartz is zwar kein Reichtum, dennoch reicht es für weit mehr als nur für das Überleben. Die Arbeiterschaft bekommt bei uns einen gewissen Teil des Wohlstands ab, das ist im Feudalismus nicht der Fall. Tatsache, in mittelalterlichen Garküchen waren die Preise für Reiche kleiner als für den Pöbel, sofern er sich überhaupt mal "Fastfood" leisten konnte.
 
@Lord Laiken: Dann lebst du eine Illusion.
 
@Lord Laiken:
Jegliche art von technologischen Verbesserungen führt zu Kosten von nicht mehr notwendiger, oder weniger notwendiger, Menschlicher Leistung.
Im Gegensatz zu dir finde ich dies aber Großartig.
Weniger Arbeit, vor allem unliebsame, und mehr Freizeit bei gleichbleibender, wenn nicht sogar steigender, Kaufkraft.
 
@Andy2019:
Woher nimmst du als Arbeitsloser dann deine Kaufkraft?
 
@Lord Laiken: Kaufkraft, wozu? Um mit produziertem Müll um dich werfen zu können? Schaue dich mal bei dir zu Hause um und stelle mal für dich selber fest:
Was ist eigentlich Lebensnotwendig?
Was ist für meine Interessen wirklich von nöten?
Und was ist eigentlich nur Lebensstil, oder drücken wir es etwas mehr mainstream aus: Lifestyle.
Als kaufkräftiger Mensch hast du 800€ für ei iPhone ausgegeben um festzustellen, dass das 300€ Smartphone eigentlich auch reicht.
Zu deinem PC hast du noch zwei Konsolen unterm Fernsehen stehen um festzustellen, das der PC nicht nur hardware stärker ist, sondern auch Spiele gut aussehen lassen kann.
Ich kann jetzt mit vielen Beispielen fortsetzen: Kaufkraft ist Überfluss.
 
@kkp2321:
Tja, was wäre das Leben ohne Lifestyle?
 
@Lord Laiken:
Ob Arbeitslos oder nicht. Der Konsument ist am Ende jeder Wertschöpfungskette. Entweder hat der Mensch weniger Arbeit und somit mehr Menschen beschäftigt, es viele neue andere Arbeit entsteht oder der Mensch alleine für seine Dasein als Konsument entlohnt wird (Grundeinkommen).
Die Kaufkraft darf gar nicht sinken sonst macht die steigende Effizienz der Produktionsketten keinen Sinn. Den für wenn sollen den die ganzen vielen schönen Sachen Produziert werden wenn sie sich doch kaum jemand leisten kann?
 
@Lord Laiken: Lebenswert. Weil man endlich was vom leben mitbekommt als diese falsche Welt, die sich die Menschen aufgebaut haben.
Arbeiten und Entlohnung stellt nichts weiter als ein Ventil da. Man weiß nun, das sich Menschen unter zu großer prekärer Haltung beschweren und protestieren. Also stellt man sie bis zu einem gewissen Grad ruhig, sorgt aber dafür, das die Elite im einstelligen prozentbereich liegt und weiter sinkt.
Auch Politiker, mit ihren beachtlichen Einnahmen durch ihre Verhaftung(!) in einer Partei, sind Hampelmänner für die mega Konzerne und Investoren. Sie leben eine Illusion, sie verbiegen und verbrechen sich, für ein paar Hundert Tausend im Jahr, mit dem sich sich finanziell in sie Sorglosigkeit gebracht haben, aber kein Leben leben. Sie sind Sklaven und wissen es nicht einmal.
 
@kkp2321:
"Kaufkraft ist Überfluss."
Hängt enorm von der Gesellschaft ab.
Vieles der Kaufkraft, vor allem in Deutschland und co. ist Überfluss. Aber selbst hier gilt es zu verifizieren. Selbst Lebensmittel kann in Überfluss erworben werben, anderseits sind z.B. Gerätschaften wie z.B. ein Kühlschrank nicht wirklich fürs überleben relevant, aber notwendig um an der hiesigen Einkaufskultur der Lebensmittel teilhaben zu können. Auch andere Dinge wie z.B. ein Fernsehr oder PC/Smarthphone muss in unsere Gesellschaft nicht zwingend als Überfluss angesehen werden, da diese zum teil zwingend erforderlich sind um am Gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können.
 
@Andy2019: Ein Kühlschrank ist schon relevant. Lebensmittel auf Vorrat zu kaufen, sehe ich nichts schlechtes dran. Der Kühlschrank sorgt für die Haltbarkeit.
Ähnlich sehe ich es auch mit PC/Smarthphone. Ich bin kein Technologie verweigerer, aber ich muss mir auch nicht alle halbe Jahre ein neue/n/s kaufen. Es gibt die Notwendigkeit, die über das Überleben als solches hinaus geht, wie die gesellschaftliche Notwendigkeit und es gibt den Überfluss, welcher nichts gesellschaftliches, nichts soziales, nichts kulturelles hat. Ich brauche keine bestimmten Marken, keine Etiketten, ich brauche nichts neues, der Neuigkeit werden. Entweder das neue ersetzt etwas kaputtes, oder hat eine Bedeutsamkeit dem alten gegenüber. Es ist Energiesparender, es bietet mir mehr Funktionen/Umfang... was auch immer. Einen realen Mehrwert anstatt einen Lifestyle. der erstmal nur Überfluss darstellt.
 
@Andy2019:
Nochmal: Kein Geld = Kein Konsum = Kein Job. Klappt auch andersrum.

Wenn also der Konsum sinkt, wird die Produktion nicht steigen. Das System ist seinem Automatismus unterworfen und nicht deinen Wunschträumen. In den meisten Ländern mit Kapitalismus herrscht Armut. In deiner Traumwelt der sozialen Marktwirtschaft kämen Umstände wie Massenentlassungen und allgemeine "Kündigungstrends" garnicht erst in Frage.
 
@kkp2321:
Steht einem doch frei "was vom Leben mitzubekommen".
 
@Lord Laiken: nein, das tut es eben nicht.
 
@Lord Laiken:
"Kein Geld = Kein Konsum = Kein Job"
Nichts anderes sage ich ja. Nur mit der zusätzlichen Logik das falls 'Kein Konsum' auch keine Notwendigkeit zur Effizienzsteigerung vorhanden ist. Die aktuelle wirtschaftliche Situation deutet aber auf genau das Gegenteil hin, welches zur Schlussfolgerung führt das Konsum vorhanden und somit Geld vorhanden ist. Und wenn die Wirtschaft auch in Zukunft Konsum haben möchte, dann muss der Konsument Geld haben. Das ist eine zwingende Grundbedingung. Ist diese nicht vorhanden dann hat auch der intelligenteste Roboter der alles machen kann keine Daseinsberechtigung.

" Das System ist seinem Automatismus unterworfen und nicht deinen Wunschträumen"
Welche Wunschträume. Die Erwähnten Dinge sind zwingende Ergebnisse dieses Automatismuses, die ich nebenbei zufällig positiv finde.

"In den meisten Ländern mit Kapitalismus herrscht Armut"
?!?
Es gibt wahrlich viele Argumente gegen Kapitalismus, aber das dieser zur Armut führt grenzt ist ja schon sehr weit hergeholt.
 
@Andy2019:
Nicht "Kein Konsum" führt zu Effizienzsteigerung sondern umgekehrt. Kapitalismus führt nicht per se zu Armut. Im Allgemeinen, nehmen wir die ganze Welt als Vorlage, und nicht nur ein paar Paradebeispiele wie Deutschland oder die USA, dann bleibt aber nur der Schluß, daß Kapitalismus nicht zu Wohlstand führt. Den heutigen Wohlstand haben wir maßgeblich den sozialen Bewegungen wie Parteien und Gewerkschaften zu verdanken, nicht der "Nächstenliebe" der Industriellen.
 
@kkp2321:
Das mußt du jetzt aber erklären.
 
@Lord Laiken: Ich hab die Wahl mich der Konsumgesellschaft zu unterwerfen, indem ich mich von dieser versklaven lasse... sprich, man durchläuft das Bildungssystem, lernt etwas um dann in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Den Alltag für 60-80% nicht für sich selbst, sondern für ein Fiktiv namens Wirtschaft zur Verfügung zu stehen, indem man stets qualitativ und quantitativ gemessen wird.
Eine Alternative gibt es nicht, da es keine festgelegten Grundlagen für den Menschen gibt, die Bedingungslos sind, aber sein sollten.
In den meisten Ländern dieser Welt bedeutet das der Tod.
 
@kkp2321:
Du lebst in Wohlstand, den man vor 100 Jahren nicht zu träumen wagte. Zwar sägen Kräfte an diesem Wohlstand aber wenn das Volk seine Aufgabe zum Widerstand dagegen nicht wahrnimmt, kann ihm auch niemand helfen. So sieht es aus.
 
@Lord Laiken: Du weißt doch gar nicht wo ich lebe und auch nicht wie. Und Wohlstand ist eine Frage der Definition. Technologie ist erstmal kein Synonym für Wohlstand. Fakt ist: Menschen sind heute so einsam, wie noch nie. Fakt ist auch: Eine Familie ist für viele wirtschaftlich nicht umsetzbar. Unserer Nahrung besteht im wesentlichen nur noch aus Chemie. Bionahrung ist teuer und damit wieder privilegierten vorbehalten. Und in wiefern man dem Label Bio überhaupt trauen darf, ist in dem fiktiven System in dem wir leben, auch noch mal ne andere Frage.
Ich kann nicht sagen, wir man vor 100 Jahren gelebt hat, aber ich bin mir sicher, das es Menschlicher war (abgesehen von den Kriegen, aber die sind zu keiner Zeit "Menschlich").
 
@kkp2321:
Das ist alles ziemlich wirr und Ergebnis eines Weltbildes. Was du siehst, sollte dein Weltbild prägen, nicht umgekehrt.
 
@Lord Laiken: Ich erzähle ausschließlich von dem, was ich sehe und ich habe kein fixes Weltbild. Ich lehne Ideologien hab. Meine Überzeugung spiegeln nur den Moment da.
 
@Lord Laiken:
Du verkennst aber beim Kapitalismus die Kraft bzw. den Ansporn bringt besser zu sein als andere. Ja du hast recht 'Nächstenliebe' ist keine Eigenschaft des Kapitalismus. Sein Produktionskette zu verbessern um mit weniger Ressourcen mehr Waren produzieren zu können hat auch nichts mit Nächstenliebe zu tun. Aber daraus resultieren günstigere Waren. Noch nie waren z.B. Lebensmittel so günstig wie Heute.

"Den heutigen Wohlstand haben wir maßgeblich den sozialen Bewegungen wie Parteien und Gewerkschaften zu verdanken"
Das ist wohl jeher ein Wunschtraum. Soziale Bewegungen wie in den USA meinst du. Dessen starke Gewerkschaften darf man ja auch nicht vergessen.
 
@Andy2019:
Daß Wettbewerb automatisch zu besseren Bedingungen für die Kunden führt, ist ein Mythos, wie man bei uns z.B. am Strompreis sieht. Die niedrigen Lebensmittelpreise in Deutschland resultieren nicht nur aus der Massenhaltung, sondern vor allem daraus, daß die Landwirte kaum mehr genug verdienen, um sich über Wasser zu halten.

Nein, ich meine soziale Bewegungen wie in Deutschland. Deutschland ist der Vorreiter in Sachen Sozialwesen. Millionen von Arbeitern waren im Kaiserreich in Gewerkschaften organisiert, die SPD etablierte sich als stärkste Kraft im Parlament. Die Entwicklung der gesetzlichen Versicherungen nahm ihren Anfang in Preußen und gipfelte in der Einführung der Sozialversicherung in der Weimarer Republik. Das deutsche Versicherungswesen geht zurück bis ins 13. Jahrhundert.
 
@Lord Laiken:
"Daß Wettbewerb automatisch zu besseren Bedingungen für die Kunden führt"
Langfristig tut er dies. Alles dreht sich um Kosten (Geld, Ressourcen, Zeit und etc.) wer damit am Ende mehr machen kann wird besser Produkte zu günstigeren Preisen anbieten können.

"Lebensmittelpreise in Deutschland resultieren nicht nur aus der Massenhaltung, sondern vor allem daraus, daß die Landwirte kaum mehr genug verdienen, um sich über Wasser zu halten."
Du verallgemeinerst. Dies hängt sehr stark davon ab um welche Landwirte es geht. Wahrscheinlich bezieht du dich vor allem auf Milchbauern. Sicherlich ist da auch viel Druck von den Einkäufern (Aldi, Lidl und co) aber es ist auch ein Hausgemachtes Problem. Es wird zuviel produziert. Und wie antwortet die meisten Bauern, damit das sie noch mehr produzieren um mehr Liter verkaufen zu können.

Unsere Lebensmittelpreise sind vor allem deswegen so niedrig da es Heute deutlich weniger Bauern braucht um große landwirtschaftliche Flächen nutzen oder Höfe betreiben zu können.

"Nein, ich meine soziale Bewegungen wie in Deutschland."
Und das haben die Amis nicht so und dennoch haben die ein höheres Bruttoeinkommen pro Kopf. Wie kann das den sein, wenn vor allem soziale Bewegungen und Gewerkschaften den Wohlstand herbeiführten.

Der heutige Wohlstand in Deutschland ist weder auf das Versicherungswesen des 13 Jahrhundert zurückzuführen noch auf heutige Gewerkschaften. Die dienen dazu das der Aufschwung möglichst sozial und gerecht wird.
Der heutige Wohlstand Deutschland ist vor allem auf 3 Punkte zurückzuführen.
* Massive wirtschaftliche Unterstützung seitens der USA nach dem 2.WK
* Zentraler Umschlagsplatz in Europa + starke Infrastruktur
* Made in Germany
Und gerade letzteres ist aufgrund des Kapitalismus so erfolgreich.
 
@Andy2019:
"Langfristig tut er dies."
Langfristig führt es zur absoluten Monopolbildung und du kaufst alles nur noch von z.B. Google, wenn überhaupt. Statt Wettbewerb gibt es Absprachen. Und die vermeintliche Vielfalt an Anbietern entpuppt sich bei näherem Hinschauen als Freakshow: Alle Konkurrenz-Anbieter sind Töchter der etablierten Konzerne.

"Du verallgemeinerst."
Milch ist nur ein Paradebeispiel. Bedroht sind z.B. auch Zuckerbauern seit die Subventionen gestrichen wurden. In anderen Ländern, wie z.B. die USA, die über viel mehr Ackerland verfügen, sind Lebensmittel nicht so billig und das, obwohl da über die Hälfte Genfood ist.

"Und das haben die Amis nicht so und dennoch haben die ein höheres Bruttoeinkommen pro Kopf. "
Das bezahlen die Amerikaner mit fehlendem Kündigungsschutz und Sozialsystem. Wer länger als ein paar Wochen arbeitslos ist, verliert alles, inklusive Krankenversicherung, und darf sich mit Foodstamps über Wasser halten. 46 Millionen beziehen Foodstamps. Solche dürfen in Deutschland schon lange nicht ausgegeben werden, da offiziell unter der Menschenwürde.

"Der heutige Wohlstand in Deutschland."
Wir Deutschen sind einfach gut. Schon 1925 waren wir wieder Europas Nr. 1.
https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_regions_by_past_GDP_%28PPP%29#Europe_1830.E2.80.931938_.28Bairoch.29
 
@Lord Laiken: "Statt Wettbewerb gibt es Absprachen. Und die vermeintliche Vielfalt an Anbietern entpuppt sich bei näherem Hinschauen als Freakshow: Alle Konkurrenz-Anbieter sind Töchter der etablierten Konzerne."

Wettbewerb dient einzig und allein dazu Wettbewerb auszuschalten.

Kapitalismus führt immer zu Monopolen.

Die soziale Komponente findet nur solange Anwendung, wie man Wettbewerb hat.

Ergo, Kapitalismus ist für den Menschen das denkbar schlechteste System, dass es gibt. Eben weil es entmenschlicht und alles auf Kennzahlen und Trendanalysen reduziert.

Schritt eins aus diese Misere wäre die Umstellung der Gehaltsermittlung auf die Relevanz, die eine Tätigkeit gesamtgesellschaftlich und unter sozialen Gesichtspunkten hat.´

Denn das eigentliche Problem des Kapitalismus ist ja, dass er immer egoistisch ist und das ist auch der Grund, warum es mit unserem Planeten so rapide bergab geht.
 
@Lord Laiken:
"Langfristig führt es zur absoluten Monopolbildung"
Ich sage alles andere das der Kapitalismus der richtige Weg ist. Deine Darstellung des absolutem schlechten ist aber einfach falsch und extrem. Und wie jede Form kann diese Nachteile haben. Aber eine Monopolbildung als zwingende Schlussfolgerung zu setzen nicht nachvollziehbar.

" die USA, die über viel mehr Ackerland verfügen, sind Lebensmittel nicht so billig und das"
Dies ist relative und stark vom Betrachtungswinkel abhängig. Die Wahrheit und Fakt ist, das noch nie so viele Menschen gab die Anteilig von ihrem Einkommen sowenig für Lebensmittel abgeben mussten.
Frage einen Bauern aus Afrika oder einen Bauern vor 200 Jahren ob er die Lebensmittelpreise in den USA hoch findet.

"Das bezahlen die Amerikaner mit fehlendem Kündigungsschutz und Sozialsystem. Wer länger als ein paar Wochen arbeitslos ist,..."
Ich habe nie behauptet das Kapitalismus sozial ist, ganz in Gegenteil. Ich stelle diese Argumentation nur als Gegengewicht zu deiner Behauptung Kapitalismus führe zum Gegenteil des Wohlstandes.
Gerne werden aber auch z.B. nur die negativen Aspekte des fehlendem Kündigungsschutz erwähnt aber nie die positiven. Um mich klar auszudrücken ich finde dies Falsch, der Arbeitnehmer muss stärker geschützt werden, aber verkenne deswegen nicht Vorteile eines Systems welches ich nicht mag. Zwar feuern die Amis häufiger, stellen aber dafür auch viel häufiger ein. Startups Unternehmen haben es viel einfacher, da sie nicht so ein hohes Risiko eingehen müssen. Spreche mal in Deutschland mit einem Unternehmen mit kleine Belegschaft, wie schwer es im fällt neues Personal einzustellen.

"Wir Deutschen sind einfach gut. Schon 1925 waren wir wieder Europas Nr. 1."
Unabhängig davon was vor dem WW2 gewesen ist. Ohne die wirtschaftliche Unterstützung der Amerikaner wären wir heute nicht da wo wir sind. (BTW: Die Jahre danach waren massiv von hoher Arbeitslosigkeit geprägt)

Sicherlich war es nicht reinste Nächstenliebe der Amerikaner gewesen. Deutschland war nun mal die Front eines Klassenkampfes und die Amis wussten das wirtschaftliche Stärker gerade im Grenzbereich sehr vorteilhaft ist.
Zusätzlich darf man auch nicht verkennen das die Amis sich sehr stark dafür eingesetzt hat nicht die selben Fehler wie nach dem WW1 zu machen und Deutschland in so starke Reparationszahlungen zu zwingen die eigentlich nicht Leistbar sind oder Ausbeutung bestehender Industrie zu verhindern (Franzosen im Ruhrgebiet nach WW1).
 
@Mitsch79:
"Schritt eins aus diese Misere wäre die Umstellung der Gehaltsermittlung auf die Relevanz, die eine Tätigkeit gesamtgesellschaftlich und unter sozialen Gesichtspunkten hat.´"
Wer soll dies beurteilen und vor allem wie soll er dies tun? Die Welt ist nicht schwarz und weiß, richtig oder falsch. Dies Frage ist unmöglich Frei zu beantworten sonder stets im Kontext einer übergeordneter Gesellschaftsstruktur.

".. auch der Grund, warum es mit unserem Planeten so rapide bergab geht."
Oha mit unserer Erde geht es auch wirklich rapide bergab. Noch nie ging es den Menschen so schlecht wie Heute. Frage mal deine Großeltern damals war ja alles soviel einfacher und besser.
Dieses pessimistische Geschwächtz einer dystopischen Zukunft, das ist kaum zu ertragen.
Vieles läuft falsch auf der Welt, vieles ist Verbesserungswürdig. Zugleich leben wir aber aktuell in einer der Menschenfreundlichsten Phasen der Menschheitsgeschichte. Pack die mal ein Paar Geschichtsbücher und sage mir in welcher Zeit du lieber gelebt hättest...
 
@Lord Laiken: Du solltest mal Marx lesen. Er sieht für die Zukunft eine Revolution, wenn das Kapital über einen gewissen Wert gestiegen ist.
Im Prinzip braucht eine Nation nicht mehr selbst produzieren, wenn genug Reichtum angehäuft wurde. Stell dir vor man würde das ganze Geld und alle Besitztümer der Deutschen auf einen Haufen werfen und jedem den gleichen Anteil geben. Jeder hätte genug um eine Fabrik in Bangladesch zu betreiben und ohne auch nur einen Finger krumm zu machen würde das Kapital sogar weiter anwachsen. Dies funktioniert so lange, wie man noch andere Nationen hat zum Versklaven oder eben alles von Maschinen abgenommen werden kann.

Per se ist nichts schlimmes dabei, wenn Arbeitsplätze wegfallen. Denn es sind de facto nur Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, wenn es ebenso auch automatisiert gehen würde. Das bedingungslose Grundeinkommen würde diese Vorstellung nicht so gruselig erscheinen lassen und außerdem auch die Arbeitskräfte preiswerter machen, denn man hat genug zum Leben und arbeitet dann nicht wegen des Geldes sondern um Ideen zu verwirklichen und macht die Dinge in denen man gut ist und auf die man Lust hat.

Es wär wieder Platz für Dichter und Denker, wenn man sich nicht zur Maloche schleppen muss, damit die Familie was zwischen den Zähnen hat, ein Dach über dem Kopf und nicht in Lumpen rumlaufen muss.

- Hartz IV-Empfänger haben schon finanzielle Probleme, wenn der Hund krank wird oder die Waschmaschine kaputt geht oder mal ein neues Paar Schuhe fällig wird. Du wirst schon schlucken, wenn du mal arbeitslos werden solltest und mit 60% deines Gehalts auskommen musst, das nagt an den Reserven - und jetzt stell dir vor du hättest nur noch 200 EUR für Essen, Kleidung, Mobilität, Technik, Medien und Freizeitvergnügen im Monat und musst auch noch in eine kleinere Wohnung ziehen, dann bist du bei Hartz IV. Dann überlegt man ob man seine Versicherungen einfriert oder aufkündigt um ein paar Euro mehr in der Tasche zu haben. Und dieser soziale Abstieg nur, weil jemand etwas erfunden hat was deinen Arbeitsplatz unnötig gemacht hat und du in eine Umschulung gesteckt wurdest für die Wartung dieser neuen Maschine, aber man eben 20 Leute mit der Maschine ersetzt hat und nur einer von den 20 Umschülern für die Wartung benötigt. Aber natürlich nicht für eine Maschine sondern er hat einen Vollzeitjob und wartet diese Maschinen der halben Stadt, damit nur noch ein anderer der 10.000 Umschüler die andere Hälfte übernehmen kann.
 
Für die Übersetzung in andere Sprachen kommen dann Google oder Bing zum Zug?
 
Obs für Hoffe ne KI gebraucht hätte? ;) Mal im Ernst, die Entwicklung auf dem Sektor ist schon beunruhigend
 
"Dabei hat sich das Programm teilweise aus Versatzstücken und Genres der Hollywood-Geschichte bedient"

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