Haftstrafe: Smartphone-Gaming verursachte Zugunglück in Bad Aibling

Die private Nutzung von Smartphones ist an manchen Arbeitsplätzen nicht ohne Grund untersagt. Die Folgen der Nutzung eines Spiels auf seinem Gerät waren bei einem Mitarbeiter der Deutschen Bahn mehrere Tote - was ihm dann heute das erwartete Urteil ... mehr... Smartphone, Gaming, Spiel, LG G3, Smartphone-Spiel, Spiele Smartphone Smartphone, Gaming, Spiel, LG G3, Smartphone-Spiel, Spiele Smartphone Smartphone, Gaming, Spiel, LG G3, Smartphone-Spiel, Spiele Smartphone

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Also mal abgesehen davon das er in einer Position ist in der er gefälligst wirklich die Augen bei seinem Job haben sollte argumentiert er auch noch mit der veralteten Technik? Ok, inerhalb von 30 Jahren sollte die Bahn die finanziellen mittel dann doch mal angespart haben. Aber bei solchen Argumenten müssen sich die Menschen nicht wundern wenn sie durch das technisch machbare ersetzt werden und dann auch letztendlich diese Arbeitsplätzte auf dauer weg fallen.
 
@Tomarr: Das haben die Anwälte wahrscheinlich nur angegeben wegen möglicher Strafmilderungen.
 
@LMG356: Trotzdem finde ich solche Argumente relativ ungeschickt, auch wenn sie zutreffend sein mögen.
 
@Tomarr: Nein, in seinem Falle war es eben geschickt, da strafmildernd. Dieses Argument ist aber schon fast harmlos und nicht einmal unwahr. Da gibt's viele andere Fälle, wo man dreister argumentiert hat.
 
@LMG356: NZZ schrieb ebenfalls, dass der Fahrdienstleiter sich von Anfang an schuldig bekundete. Und das war der Grund für die Milderung
 
@airlight: Ihm blieb nichts anderes übrig, ein abstreiten wäre sinnlos gewesen.
 
@iPeople: Er hätte der dennoch tun können, wird es die meisten tun. Dann gibt es aber keine mildernden Umstände für das geständig Sein.
 
@Scaver: Ihm war wohl bewusst, dass er keine Chance hat, das abzustreiten.
 
@Tomarr: Die veraltete Technik hat doch aber der FDL außer Funktion gesetzt. Deswegen finde ich die Argumentation dahingehend voll daneben. Schuld ist einzig und allein dieser FDL, denn letztlich war er es, der beide Züge mittels Ersatzsignal ( und dafür gibt es strenge Regeln) die Vorbeifahrt am Halt zeigenden Signal ermöglichte.
 
@iPeople: Ich halte auch die Überschrift "Smartphone-Gaming verursachte Zugunglück" für unehrlich. Das hört sich so an, als wolle am dem Smartphone oder dem Spiel die Schuld geben. Der Fdl hätte aber auch durch was anderes abgelenkt gewesen sein können, z. B. durch Essen. Es müsste vielmehr "Menschliches Versagen verursachte Zugunglück" heißen sollen.
 
@regulator: Essen is aber im Gegensatz zur Handynutzung seitens des Unternehmens nicht untersagt.
 
@Tomarr: Es ist vollkommen egal, wie veraltet die Technik ist. Die Ermittlungen haben nun mal ergeben, dass die Technik und ebenso alle Sicherheitssysteme einwandfrei funktioniert haben. Hätte sich der FDL stur an die Dienstvorschrift gehalten und nicht auf die total dämliche Idee gekommen wäre, seinen Zug trotz Halt Signal per Ersatzsignal rauszuschicken, wäre es nie zu dem Unfall gekommen. Er hat halt die Sicherheitssysteme außer Kraft gesetzt und den Zug rausgeschickt, obwohl ihm eigentlich klar gewesen sein muss, dass die Strecke belegt ist. Wäre die Strecke frei gewesen, hätte er die Fahrstraße normal einlaufen lassen können und gut.
 
@DK2000: habe ich ja nicht anders behauptet.
 
@Tomarr: Genau deswegen bin ich auch schon seit langem dafür gerade in solchen Bereichen die Kontrolle nicht mehr Menschen zu überlassen. Und ja, auch Computer können Fehler machen, aber die machen sie wenigstens nicht mit Vorsatz.
 
@Johnny Cache: Wow, den Vorsatz zu unterstellen ist eine böse Verleumdung. Kannst Du das irgendwie belegen?
 
@iPeople: Wenn er willentlich während seiner Arbeitszeit gespielt hat und nicht wieder erwarten von seinem Smartphone gegen seinen Willen angesprungen wurde, darf man wohl davon ausgehen daß er vorsätzlich seine Arbeit nicht gemacht hat, was zu besagtem Ergebnis geführt hat.
Daß die möglichen Konsequenzen dieser Tat stark variieren konnten und hier mehr oder weniger der worst case eingetroffen ist, ändert nichts an der Tatsache daß er sich bewußt gegen seine Arbeit und für das Spiel entschieden hat.
 
@Johnny Cache: Sorry, aber wo ist jetzt der Vorsatz, den Unfall herbeizuführen ?
 
Die Frage ist wohl auch, warum wärend der Arbeit "nicht gearbeitet" wird???
Überlastung? Burnout? Oder was soll das bitte?
Der Typ wird sicher fristlos entlassen - gut so!
 
@Zonediver: Ich glaube das ist sein kleinstes Problem...
 
@Zonediver: Weil es möglich ist. Ich bin ja inzwischen im Sicherheitsdienst tätig und wenn ich mir meine Kollegen da so anschaue, von der gesamten Arbeitszeit wird vielleicht 10%n effektiv gearbeitet. Sogar die Kollegen von der Eingangskontrolle schauen zu 90% nur auf ihr Handy.

Der einzige Vorteil, zumindest für den Sicherheitsdienst, war Pocemon GO. So viele freiwillige Außenstreifen die extra zu den vorgegebenen Streifen gemacht wurden gab es selten.
 
@Zonediver: Es hängt dann halt vom Job ab. Stichwort Automatisierung. In vielen Bereichen muss nur ein paar Knöpfe gedrückt werden, und dann läuft erstmal alles von alleine. Man selber hat dann nur noch eine Überwachnungsaufgabe die mit unter dann sehr langweilig werden kann und zur Ablenkung durch andere Dinge führt.

In Zügen z.B. gibt es die Sifa. Der Lockführer muss aktiv alle 30 Sekunden einen Knopf drücken oder Pedal betätigen. Ansonsten kommt es zu einer Zwangsbremsung. So ist die volle Aufmerksamkeit des Zugführers gewährleistet. So was in der Richtung muss eben auch in anderen Bereichen mit Überwachnungsaufgaben her.
 
die handy nutzung hat sich zu einer art krankheit entwickelt, ich wäre durchaus dafür das an arbeitzplätzen nich nur einh handyverbot ausgesprochen wird sondern sogar aktiv abgenommen wird vorallem in wichtigen bereichen.
 
@CyberHawk44: Ein geborener Knecht.
 
@CyberHawk44: Lass mich raten , du bist ein frustrierter ehemaliger Abteilungsleiter aus einem ehemaligen VEB?
 
@iPeople: nö, keines wegs, ich bin auch sozusagen ein kleiner nerd, hab nichts gegen technik oder sonstigen neuen sachen
aber inzwieschen is es soweit das vorallem bei handys der verstand und aufmerksamkeit aussetzt, wenn ich zb bei jemanden zu besuch bin, dann bin ich da um denjenigen zu besuchen und nich zu zweit oder so aufs handy zu glotzen, wenn ich längere zeit bei jemanden bin guck ich auch mal drauf ob irgendwas is, solange es nich wichtig is hat es auch keine priorität und reagieren kann ich noch später
aber sehr viele sind inzwieschen sowas von handy gesteuert das is nich mehr schön und was dabei rum kommen kann sieht man an diesem fall

also wer sowas nich merkt läuft blind durchs leben und is wahrscheinlich selber nicht besser
 
@CyberHawk44: Und da fällt dir nur radikale Lösung ein? Wir reden von erwachsenen Menschen.
 
@iPeople: ohhhja, wie erwachsen manche menschen sind merkt man nur zu oft, guck dir wie alt derjenige is der für die katastrophe verantwortlich is, rein vom älter her müsste man ansich denken er hätte es besser wissen müssen....
 
@CyberHawk44: Und nun ? Das rechtfertigt Entmündigung aller andere Menschen ?
 
@iPeople: wie willst du es den sonst lösen, wie willst du festsellen wer verantwortungsvoll mit sowas umgeht und wer nicht?

zudem gibt es normalerwise in firmen immer noch festnetz telefone, wenn ewas ganz wichtiges von familie oder so ist kann man immer noch da anrufen.
 
@CyberHawk44: Menschen entmündigen ist jedenfalls keine Lösung.
 
@iPeople: in einer firma bist du entmündigt, ausser du hast eine höhere position, als normaler arbeiter zb bekommst du gesagt was du zu tun hast und daran hast du dich zu halten....
 
@CyberHawk44: Ah ich merke schon, Du bist ein Höriger Knecht. Das erklärt einiges.
 
@iPeople: interpretiere bei mir nicht irgend etwas hinein, du kennst mich nicht, ich sehe es nur nüchtern, so wie es ist
 
@CyberHawk44: Da gibt es nichts hineinzuinterpretieren, Deine Aussagen sind da eindeutig .
 
@iPeople: Junge, was stimmt denn nicht mit dir? Er hat nirgens etwas von Entmündigung geschrieben. Das warst du. Aber er hat schon recht. In einer Firma gelten die Regeln die die Firma aufstellt. Bei meinem Ex Arbeitgeber waren Handys und Smartphones Tabu sowie alles was eine Kamera haben könnte. Eben aus Datenschutz Gründen damit keiner mehr auf die Idee kommt, tausende Kundendaten abzufotografieren und diese im Netz zu Geld zu machen. Und jeder, der mit seinem Handy erwischt wurde, dem wurde A: das Gerät bis zum Schichtende eingezogen und B: gabs Ermahnung und bei Wiederholungstätern sogar Abmahnungen.
 
@Akkon31/41: Du schreibst es doch : Wer erwischt wurde. Handys aber von vornherein jedem wegzunehmen, ohne Grund, Verdacht oder Anlass, ist Entmündigung und Bevormundung. Da frage ich mich doch eher, was mit DIR nicht stimmt, wenn Du das nicht erkennst.
 
@iPeople: Ist es erwachsen das 12 Menschen sterben?
 
@iPeople: Es gibt doch Bereiche wo es definitiv verboten werden sollte. Grade wenn Menschenleben davon abhängen hat das Gerät am Arbeitsplatz nix zu suchen und ein Verbot ist absolut ok. Mit Entmündigung hat das nicht viel zu tun sondern Sicherheit am Arbeitsplatz und von andere (ebenfalls Daten).
Es gibt Arbeitsplätze da ist schon ein paar Sekunden aufs Display gucken halt zu viel. Bei Autowerken ist es oft gang und gebe das man das Smartphone vor Eintritt abgibt (da ehr aus Datenschutzgründen)
Aber bei dir auf der Arbeit im Keller scheint das keinen zu interessieren.
Und jetzt hör auf anderen Wörter in den Mund zu legen.
 
@Menschenhasser: Dafür hat genau diese EINE Person gerade zu stehen, und niemand anderes.
 
@Tdope: Das Verbot gibt es doch, um mal bei diesem Fall hier zu bleiben.

Is ja niedlich, ich arbeite im Keller, ist mir noch gar nicht aufgefallen. Nein, bei uns wird den menschen vertraut, das Handy hat in der Tasche zu bleiben. Wer dagegen verstößt, muss mit Konsequenzen rechnen, und zwar nur dieser eine, und nicht alle.
 
@iPeople: Wenn ich mir das in dem Straßenverkehr ansehe gehören dort deutlich mehr dazu.
 
@CyberHawk44: Abnehmen wird wohl schon rein rechtlich nicht möglich sein, aber bei uns herrscht Handyverbot und nach dem 5ten erwischt werden, darfst Du Dich vorm Abteilungsleiter erklären, wird zum Teil auch abgemahnt und bei 2 Abmahnung wegen des selben vergehens innerhalb 2 Jahren, kannst Du eben gekündigt werden.

Bei uns gibt es das Handyverbot seit 1992, urspringlich wegen der Fotografiefunktion des Telefons um Spionage einzudämmen. Da hat es keine Sau interessiert, wenn dann mal jemand telefoniert hat und wurde geduldet.

Seit 2012 wird dahingehend aber durchgegriffen, weil Leute zum Teil nicht mal mehr von Ihrem Gerät aufgeschaut haben, wenn der Chef durchlief. Man wird schließlich fürs arbeiten bezahlt und nicht für seinen Privatkram, und wenns eben doch mal kurz wichtig ist, kann man ja aufs Klo oder kurz raus gehen. Es wird auch noch geduldet, wenn man vorher bescheid sagt, daß jederzeit ein Anruf kommen könnte, bei schwangerer Frau etc.

Aber ich habe es selbst bei mir so um 2010/2011 beobachtet, als SPs noch nicht in aller Hände war und ich, wenn es die Zeit erlaubte, während der Arbeit z.B Schach gespielt habe. Man ist unkonzentrierter und fahrlässiger bei der Arbeit.
 
Man erklärt an keiner Stelle warum implementierte Sicherheitsmechanismen, die es ja geben muß, außer Kraft gesetzt werden konnten.
 
@mulatte: Weil das so vorgesehen ist. Es gibt immer mal wieder Situationen, wo man sich darüber hinwegsetzen darf. Allerdings ist das an sehr viele Regeln gebunden und das darf man wirklich nur dann machen, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, eine Störung vorliegt und wenn zu 100% sicher steht, dass die Strecke bzw. der Streckenabschnitt frei ist. Das darf man nicht einfach mal so vollkommen eigenständig beschließen. Es ist rätselhaft, was den Fahrdienstleiter da geritten hat. Hätte er sich stur an die Dienstvorschrift gehalten, wäre es zu keinem Unfall gekommen.
 
@mulatte: Das würde ein Laie auch nicht verstehen. Es gibt betriebsdienstliche Situationen, bei denen Züge mittels Ersatzsignal oder Befehl an einem Halt zeigenden Signal vorbeifahren dürfen. Dieses Verfahren ist streng reglementiert. 2 Züge auf einen eingleisigen Abschnitt einzulassen, ist keine solche Situation.
 
@mulatte: Vermutlich weil das so sein muss, da sie ja auch fehlerhaft arbeiten könnten, das aber nur ein Mensch bemerkt / zugeordnet kriegt. Da was wieder korrigiert / überschrieben zu kriegen muss einfach vorhanden bleiben.
Laut (Fernseh)Berichten ist es aber wohl auch unter jene veraltete Technik fallend, das die beiden Züge sich in einem Funkloch befinden konnten bzw. sprach bzw. warnungstechnisch gesehen unerreichbar über die Bahn-eigene Technik waren.
So weit ich das verstanden habe, war die einzig verbleibende Möglichkeit für jenen Mann, zu einem ganz normalen Smartphone greifen können zu MÜSSEN, gut möglich eben zu (s)einem PRIVATgerät, um da überhaupt noch beruflich arbeiten zu können. Gab es da ein Diensthandy ?
Dazu kommt möglicherweise auch noch, das das eigentliche An / Zu oder auch Abschalten dieser Bahn-eigenen Kommunikationsmöglichkeit was anderes als gut, klar und schnell erfassbar ausgestaltet wurde. Ein Fernsehbericht sprach da von (viel zu) kleinen bzw. schlecht von anderen in der Nähe befindlichen unterscheidbaren Schaltern / Hebelchen. Ob das so ist, mag ich nicht beurteilen.
Dem ganzen dürfte das Gericht aber irgendwo Rechnung getragen haben, beim etwas die Haftstrafe herabsetzen.
 
@DerTigga: Du wirfst da einiges durcheinander. Das angebliche Funkloch wäre GSM-R gewesen und hat nichts mit der durch PZB90 gesicherten Signalanlage zu tun. Außerdem ist das mit dem Funkloch bereits revidiert worden, denn wie sich herausgestellt hat, hat der FDL statt des Knopfes für den Notruf einen anderen gedrückt und deshalb die Züge nicht erreicht. Meines Wissens ist Notruf an allen Strecken lückenlos empfangbar.
 
@iPeople: Bist du sicher, das du das von mir gemeinte sprachtechnische Warnen, also von Fahrdienstleitermund zu Zugführerohr und das Ganze nur wenige 100 meter bzw. Sekunden vor dem Zusammenprall, verinnerlicht hattest bei deiner Antwort ?
Mir ging es nämlich nicht um ja oder nein bezüglich de reinen Schaltbarkeit irgendwelcher Warnampeln bzw. Signalampeln. Das die sprachliche Kommunikation und die Ampel/Signaltechnische Schalterei zwei Paar Schuhe sind hab ich nicht bestritten.
Letzten Endes bestätigst du damit aber auch das, was ich als aus Gelesenem / gehörten stammendem wiederholte: nicht grade unerhebliche Verwechselbarkeit bzw. Unauffälligkeit von Schaltern und Knöpfen = veraltete Bahntechnik wirkt(e) sich aus.
 
@DerTigga: Das hat nichts mit veralteter Technik zu tun. Was der FDL dort gemacht hat, dass geht auch auf modern Stellwerken (ESTW) mit moderner Sicherheitstechnik. Auch dort hätte er diese Handlungen durchführen können und den Zug auf die besetzte Strecke schicken. Das Problem ist nicht die Technik gewesen, sondern einfach die Handlung des FDL.
 
@DerTigga: Und was ist daran veraltet, wenn der FDL den falschen Knopf drückt? Er hat weder zu seinem privatem, noch zu einem dienstlichen Smartphone greifen müssen (zumal er sicherlich nicht die private oder dienstliche Handynummer des Lokführers hatte .... Zugführer fahren übrigens keine Züge, das nur nebenbei).
 
@DK2000: Danke. Einer der es begriffen hat.
 
@DK2000: Ich wollte da kein 100% entweder ist das so oder ist das nicht so draus machen. Im Gegenteil ging es mir drum, für mulatte diejenigen Puzzelteile aus dem 10 bis 90% Bereich dazwischen sowas wie farblich zu markieren, die meiner Ansicht nach am ehesten (auch) vom Gericht (?) als die Strafmaßhöhe reduzierend annehmbar waren. Das der Fahrdienstleiter dennoch gewaltig viel Schuld trägt zu bestreiten, ist nicht Tenor meiner Antworterei.
Aber wer weiß, evt. äußert sich ja das Gericht oder auch Winfuture nochmal detailliert, was genau nun das Gericht zur mehr oder weniger leichten Herabsetzung des Strafmaßes brachte.
 
@iPeople: Es geht mir um die Frage, in wieweit jener dafür zuständige Schalter, während des absehbar vorhandenen Panikmodus des Fahrdienstleiters und unter den ihn umgebenden Knöpfen / Hebelchen und Schaltern noch erkennbar bzw. hervorstechend (genug) war. Oder es da z.B. Signalfarben gibt oder ob das ganze, ums mal zu überspitzen: in nem 60er Jahre Einheits Grau in Grau versinkt. Denn das der Typ zu dem Zeitpunkt noch völlig ruhig und gelassen war, das darf wohl kräftig bezweifelt werden.
 
@DerTigga: Um Dir das zu beantworten,müsste ichwissen, welches Gerät sich auf diesem Stellwerk befindet. Sollte es eines von "Funkwerk" sein, ist der Notruftaster rot gekennzeichnet.
 
@iPeople: Ich denke es ist ausreichend, wenn es das Gericht weiß ;-)
Ob die Reduzierung des Strafmaßes als Indikator dafür taugt, das sich da was "unauffälligereres" bzw. nicht so richtig Paniktaugliches befindet oder befand, mag jeder selber für sich entscheiden.
 
@DerTigga: Das hat aber ansich nichts damit zu tun, was Mulatte da oben eigentlich wissen wollte. Wie Du vo Thema "Möglichkeit der zulässigen Vorbeifahrt am Halt zeigenden Signal" zu Smartphones und bunte Knöpfe kommst, will sich mir nicht erschließen. Es hat schlicht nichts miteinander zu tun, was ich bereits oben erwähnt habe.
 
@iPeople: ähm..die zu allerletzt genutzt werden sollende Warn bzw. das Unglück noch abwenden sollende Maßnahme bzw. Möglichkeit des Fahrdienstleiters, nämlich die direkte mündliche Ansprache des oder der Lokführer, ist nicht Teil der bahnseitigen Sicherheitsmechanismen ?
Sicher, er ist da einer Fehleinschätzung erlegen, die seiner Panik geschuldet sein dürfte... aber dennoch: jene von der Bahn verbaute Sprechverbindung, wurde die von Seiten des Fahrdienstleisters, NICHT als ein außer Kraft / Nutzbarkeit gesetzter / befindlicher Sicherheitsmechanismus eingestuft ?
Das du die Menge X der wirklich unter Sicherheitsmechanismen fallen dürfenden Dinge am liebsten aufs Überschreiben (dürfen) von Vorgaben der Signalanlagen durch den Fahrdienstleiter reduzieren möchtest, damit hab ich mich konform gehend erklärt ? ;-)
Ehrlich gesagt ist mir das auch zu pedantisch und zu weit in Richtung wildestes Drauflosvermuten führend, nun drüber zu streiten, ob oder ob nicht was und wie viel schon oder noch nicht mulatte als unter diese Sicherheitsmechanismen fallend einstuft. Da soll erstmal er was klärendes zu verfassen, dann sehen wir evt. weiter..
 
@DerTigga: Wenn du den Bahnfunk als Teil der Sicherheitsmaßnahmen siehst, steht es immernoch nicht im Zusammenhang mit dem, was mulatte da wissen wollte, denn diesen hat der FDL nicht umgangen sondern falsch bedient.
Es ist eindeutig, was er meinte.
 
@iPeople: das Wort umgangen hat er aber garnicht benutzt sondern nur von außer Kraft gesetzt geschrieben. Wer da was genau tat / was und wieviel dazu beitrug, steht da nicht.
Es scheint dir nicht möglich zu sein, dir vorzustellen, das der Fahrdienstleiter beinah felsenfest angenommen haben könnte, das jemand oder etwas den dringend benötigten Sicherheitsmechanismus "Bahnfunk" kaputt gemacht oder sogar absichtlich unbrauchbar gemacht / außer Kraft gesetzt haben könnte ?
 
@DerTigga: Außer Kraft setzen und umgehenden ja wohl ein und die selbe Bedeutung.
Ich weiß, dass auch ein defekter Bahnfunk nichts damit zu tun hat, dass der FDL bewusst 2 Züge per Ersatzsignal in einen eingleisigen Abschnitt eingelassen hat, für den er zuständig war. DAS war der Fehler. Das kannst Du gern zu relativieren versuchen, bringt aber nichts. Was auch immer Du jetzt zu konstruieren versuchst, es ändert nichts an der Ursache.
 
@iPeople: Unlogische und wie ich finde vorsätzlich falsche Antwort, denn das wollte ich nie revidieren oder relativieren.
Ich bin raus.
 
@mulatte: Das versteht ich, trotz der Erklärungen von DK2000, ebenfalls nicht so ganz.
1)In jedem schlechten Atom-U-Boot Film sind zum Abschuss der Raketen 2 Schlüssel notwendig.
2)"Wollen sie für die Seite WF ihren Adblocker für 30 Sekunden abschalten?" Ja ich kann mir ja noch vorstellen, dass z.B. irgendeine Signalanlage defekt ist. Das man diese Signalanlage dann für einen Zug einmalig überschreiben können muss, das kann ich ja eventuell auch noch verstehen.
Ich interpretiere die diversen Nachrichten darüber aber so, das EIN Fahrdienstleiter, die Sicherheitseinrichtungen dauerhaft abgestellt hat.
Mir kommen da irgendwie eher Zweifel, ob man den Betriebsablauf nicht irgendwie verbessern könnte. Das ist ja auch nicht das erste mal, wenn ich mich richtig erinnere.
 
@Lastwebpage: Das System war ja nicht komplett deaktiviert. Er hatte das nur für seinen Zug abgeschaltet und seinen Zug per Ersatzsignal fahren lassen. Für die Gegenrichtung war das System noch aktiv und hat angeschlagen. Aus der Ermittlungsakte geht ja hervor, dass beim entgegenkommenden Zug das System angeschlagen hat und sofort eine automatische Notbremsung eingeleitet. Dummer Weise hielt das der Triebfahrzeugführer offensichtlich für ein Fehler und hat diese manuell überbrückt und ist weiter gefahren. Dieser Zug hätte normaler Weise vollständig gestoppt und er hätte Rücksprache mit den Fahrdienstleitern halten müssen, was da los ist. Auch dieses Verhalten ist da völlig unerklärbar.
 
@DK2000: Da kommt aber auch wieder "...manuell überbrückt...", also irgendwie... so ganz "sicher" scheint mir das eben nicht zu sein, was die Betriebsabläufe betrifft.
 
@Lastwebpage: Was ist daran nicht sicher ? Das "Überbücken" ist streng reglementiert, es ist genau vorgeschrieben, wann das passieren darf und wann nicht. Was wäre die Alternative, Zugverkehr komplett einstellen, weil eine Glühbirne am Signal kaputt ist? Das wäre nämlich die endkonsequenz, wenn eine vorbeifahrt an einer gestörten Hauptsignal gar nicht mehr möglich wäre.
 
@iPeople: Diese Reglementierung scheint aber doch offensichtlich in manchen Fällen eben nicht zu greifen bzw. Auslegungssache zu sein. Wenn strenge Regeln missachtet werden können, sollte man eben technische Mittel ergreifen, damit dieses nicht so leicht bzw. gar nicht passieren kann.
 
@Lastwebpage: Nein, es ist keine Auslegungssache. Hätte der FDL nicht dagegen verstoßen, hätte es keinen Unfall gegeben. Das ist simple Logik.
 
@DK2000: Steht das wirklich so im Bericht? Dann wäre wichtig, zu wissen,ob dieser Lokführer auch auf Ersatzsignal oder sogar auf Fahrtbegriff gefahren ist. In beiden Fällen wäre, trotz Zwangsbremsung eben keine Verständigung mit dem FDL von Nöten gewesen.
 
@iPeople: Also nach meinem Kenntnisstand fuhr er normal, also nicht auf Ersatzsignal oder Befehl oder sonst irgend etwas. Der ist ganz normal abgefahren. Gab ja für diesen FDL keinen Grund, da irgendwie einzugreifen, da alles normal lief. Das ist ja auch der Grund, warum er ja zum Unfallzeitpunkt mit nur knapp 50Km/h fuhr, er wurde Zwangsgebremst. Ansonsten wäre er auch deutlich Schneller auf dem Abschnitt gewesen. Der entgegenkommende Zug hatte dort knapp 90Km/h.
 
@DK2000: Aber wodurch wurde er dann zwangsgebremst?
 
@iPeople: Durch das PZB. Das hat da kurz vor dem Zusammenstoß ausgelöst.
 
@DK2000: Wenn da kein Signal steht, ist da auch kein Magnet. Wie soll die PZB da auslösen und vor allem, warum? Die PZB ist eine punktförmige Beeinflussung.
 
Frage mich wieso in jeder News ausführlich erwähnt wird um welches Spiel es sich gehandelt hat. Kriegt ihr (die Medien) da Sponsoring? Ob er nun dieses Spiel, ein anderes oder auf youtube videos geguckt hat, ist doch total unerheblich. Die Tatsache ist schlicht er hat sich privat mit seinem Telefon beschäftigt und seine Arbeit nich tordentlich gemacht, Punkt. Diverse Seiten heben auch noch mal hervor des es dabei um ein Monsterkiller Spiel handelt.. -> Inhalt dieser Information gleich 0... Aber Killerspiele ist halt immer clickbait :D Er hätte btw. genau in einem Buch lesen können, ich gehe jede wette ein das dadurch schon änliche Unfälle passiert sind.
 
3,5 Jahre sind eine harte Strafe...

Das Fehlverhalten von dem Mann war ganz eindeutig dumm und hatte extreme Folgen.
12 Menschen starben und noch mehr wurden verletzt.

Dennoch... Entstand dieses Unglück nicht aus einer bösen Absicht heraus jemanden zu schädigen.
Manch ein Täter der vorsätzlich handelt, kommt glimpflicher davon.

Ganz klar, strafe muss sein. Aber 3,5 Jahre knast sind schon heftig.
Ich mein... wenn der auch nur halbwegs ein gewissen hat, dann ist sein Leben ohnehin schon im A****
 
@MrLongDong: Der FDL hat bewusst gegen die Konzernrichtlinien verstoßen, hat sich dadurch ablenken lassen und dann noch extremes Fehlverhalten gezeigt. Es hätte auch anders laufen können : Nachdem er festgestellt hat, dass er getrödelt hat und die Fahrzeit lange ran war, hätte er anders (und zwar regelkonform) handeln können.
 
@iPeople: Das was du schreibst ist mir durchaus bewusst. Ist aber jetzt keine Antwort auf meine Kernaussage:

"Dennoch... Entstand dieses Unglück nicht aus einer bösen Absicht heraus jemanden zu schädigen. Manch ein Täter der vorsätzlich handelt, kommt glimpflicher davon."

Ich habe schon vorsätzliche schwere Körperverletzung mit Todesfolge mit geringeren Strafen gesehen.
 
@MrLongDong: Also dafür hätte ich gerne eine Quelle. Vorsätzlich und mit Todesfolge für weniger als 3,5 Jahre erscheint mir doch etwas an den Haaren herbei gezogen.
 
@iPeople: Eine schriftliche Quelle kann ich dir nicht geben, da es in meinem Bekanntenkreis passiert ist:

Jemand der in meiner Jugend mit mir zur Schule gegangen ist (nein, wir waren nicht befreundet), hatte einen Obdachlosen aufs übelste für ein paar Euro verprügelt, dass dieser seinen Verletzungen erlag.

Er war zum Tatzeitpunkt 24 Jahre alt und hat eine Haftstrafe von 2 Jahren bekommen.

Begründung für das Strafmaß war hier mangelnde geistige Entwicklung. So dass er nach Jugendstrafrecht verurteilt wurde.

Meines Erachtens nach war das ein Fehler. Mit wirken seiner Anwälte haben die das durchgebracht.
 
@MrLongDong: Du vergleichst tatsächlich einen geistig zurückgeblieben, der sich offenbar der Tragweite seines Tuns gar nicht bewusst war, mit einem ausgebildeten FDL , der gegen mehrere Regeln verstoßen hat?
Zumal der von Dir geschilderte Fall nicht zu beurteilen ist, weil zu viele Details einfach fehlen.
 
@iPeople: Vielleicht meint er sowas in der Richtung?
http://www.focus.de/panorama/welt/der-taeter-muss-zurueck-nach-serbien-das-sagt-tugces-bruder-zur-abschiebung-von-sanel-m_id_5956582.html

Aber Grundsätzlich stimme ich Dir zu und hab oben mal das "-" neutralisiert
 
@iPeople: Nein, ich vergleiche jemanden der es geschafft hat sich selbst als zurückgeblieben darzustellen mit dem FDL.

Wie gesagt, ich kannte leider die person und habe auch erlebt wie diese selbst die eigenen Darstellungen und das Urteil gefeiert hat.

Aber okay, wenn du hier den Standpunkt vertreten möchtest, dass alle Strafen immer gerecht sind und das System unfehlbar ist. Dann lass ich dir deine Meinung.

Immerhin bist du hier ja ganz offenkundig auf der suche nach Bestätigung.

Genauso lass mir meine Meinung:
Strafen werden nicht immer gerecht vergeben. Und ich empfinde 3,5 Jahre für diesen Fall als viel.
 
@MrLongDong: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.urteil-zum-zugunglueck-bei-bad-aibling-ansporn-fuer-andere.9208cd5f-c5ed-41b0-a961-228b4a9ab0e9.html
 
Ich weiß nicht ob man darüber urteilen sollte welche Strafe gerecht und welche ungerecht ist. Der FDL hat einfach seinen Job nicht richtig gemacht. Eigenverantwortung sieht anders aus. Und 3,5 Jahre für 12 Menschenleben. Das ist mehr als gerecht.
 
komplett falsche Überschrift! Nicht das Gaming als Solches verursachte das Unglück, sondern nur drastisches Pflichtversäumnis und grobes Versagen des Fahrdienstleisters. Gaming war lediglich die Beschäftigung, die er zum Unglückszeitpunkt anstatt seiner Arbeit ausübte. Häte er ferngesehen, dann hätte ja auch nicht der Fernseher den Unfall verursacht, sondern noch immer oder wiederum der Fahrdienstleiter, der nicht auf seine Arbeit geachtet hat.
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