900 Mal weniger Forschungsgelder: Radverkehr weiter nur Randthema

Verkehrsminister Andreas Scheuer beteuert immer wieder, dass er den Radverkehr fördern will. Ein Blick auf die zur Verfügung gestellten Mittel zeigt: Für Forschung, beispielsweise zur Entwicklung von Verkehrs­konzepten, wird rund um das Auto 900 Mal ... mehr... Fahrrad, rad, Radweg Bildquelle: Pixabay / MichaelGaida Fahrrad, rad, Radweg Fahrrad, rad, Radweg Pixabay / MichaelGaida

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Mit Fahrrädern kann man kein Geld verdienen und über allem schwebt die Angst, dass Deutschland ins Mittelalter zurück fällt, weil es ja keine anderen Arbeitsplatze gibt außer im Automobilbau.
 
@Remotiv: den einstieg ins digitale haben wir halt verpasst - klammern wir uns noch fester ans alte :D
 
@slashi: Also an analoge Fahrräder?
 
@Remotiv: Die Polen und Rumänen machen echt viel Geld mit Fahrrädern.
 
@happy_dogshit: Mit Autos machen sie aber mehr. ^^
 
Kann mir jemand erklären, wie der Scheuer Andi nach dem Maut-Debakel überhaupt noch im Amt sein kann. Der gehört mit einem An- und Einlauf aus dem Amt gekickt. Und dann sollte er alle Pensionsansprüche verlieren aufgrund der ganzen Steuergelder, die er fahrlässig rausgeschmissen hat.
Wir brauchen endlich einen Mechanismus, der bei solch einem Verhalten die Politiker in die Verantwortung nimmt.
 
@Seth6699: Wenn wir schon mal dabei sind: Wie kann ein Politiker, der Schwarzgeldkonten verwaltet hat, Finanzminister werden? ;-) Alles ein Sumpf.
 
@Akkon31/41: aber keiner Wählt die CDU, CSU, AFD, Die Linke etcpp. jaja ;-)
Aber jeder Beschwert sich
 
@M_Rhein: Da ist leider was wahres dran. Kenne etliche Nichtwähler, die den ganzen Tag motzen.
 
@Seth6699: Dass er überhaupt noch im Amt ist, liegt darin begründet, dass er in einer C-Partei ist - die Amigos schützen sich gegenseitig. Und so ein von dir erwähnter Mechanismus wäre schon eine sehr feine Sache, um Politiker bei vorsätzlichem groben Fehlverhalten sowie Korruption aus dem Amt zu entfernen. Allerdings würde dieser Mechanismus eine gewisse gesetzliche Grundlage benötigen. Und wer macht die Gesetzte? Na?! Da beißt sich die Katze in den Schwanz.
 
@Seth6699: Er hat genau das getan, was von ihm erwartet wurde. Also gibt es keinen Grund ihn zu feuern.

Jedenfalls nicht so lange, wie er die Prügel einsteckt, die eigentlich andere verdient haben.
 
Als Fahrradfahrer fühlt man sich manchmal gehätschelt, vorallem außerhalb der größten Städten in denen es keine Probleme gibt, Mal von unnötigen 30 zohnen abgesehen die Unfälle erzeugen sowie Kilometer lange Staus, die halten auch den Fahrradverkehr auf. Deutschland ist nicht London, London ist eine wirkliche Todesfälle für Fahrradfahrer.
 
Stimmt, Radverkehr sollte schon mehr gefördert werden. Es fehlen leider in vielen Städten Konzepte, Fahrradfahrer sicher in den Verkehrsfluss zu integrieren.
Allerdings darf auch nicht vergessen werden, dass die Automobilbranche weiterhin eines der größten Standbeine in Deutschland ist.
Das Konzept "jeder braucht ein Auto" funktioniert auf jeden Fall schon jetzt mehr schlecht als recht.
Gerade in und um die Ballungsgebiete kommt es Werktags immer wieder zum Verkehrskollaps.
 
@Techgek: Wenn man sich den Verkehr in vielen anderen Ländern anschaut dann funktioniert hier "jeder braucht ein Auto" wesentlich besser als anderswo "jeder hat ein Roller/Fahrrad und manche ein Auto"

Das Fahrrad ist eben nur kurzstreckentauglich, die gentrifizierte innenstadtbevölkerung hat auch ganz andere anforderungen als der für den "verkehrskollaps" sorgende pendler...das fahrrad hilft dem nicht.
 
@Techgek: Mit den Ballungsgebieten rennst du bei mir offene Türen ein. Wenn ich Richtung Essen zur Arbeit fahre, brauche ich immer eine Stunde für knapp 40km - ein Witz. Dummerweise muss ich mit dem Auto fahren, weil ich quasi immer bereit sein muss für Kundentermine. Sonst würde ich mit der Bahn oder mit dem Fahrrad fahren. Das geht vielleicht nicht schneller, aber bestimmt entspannter. Wer den Berufsverkehr auf der A40 kennt, versteht mich. ;)
 
Mal kurz überlegen ....... Woher stammen den die Fördermittel ? Aus dem Steuersäckel !
Wer zahlt denn im Verhältnis mehr ein, Radfahrer oder Autofahrer ? Wenn man nichts einzahlt, dann sollte man doch etwas leiser sein beim Forderungen stellen !
Dann muss eben eine Fahradsteuer eingeführt werden, fertig los ..........
 
@feuerlocke:
Gern, dann will ich aber überdachte Fahrradwege ?
 
@Einste1n: Wieso nicht? Wer die Straßen nutzt, soll auch anteilig bezahlen.
 
@Metropoli: Sobald dann die Strafen massiv erhöht werden finde ich die Idee gut.
Was bringt mir nämlich ein Radweg wenn sich Autofahrer darauf stellen ?
Oder was bringt mir der Radweg wenn die Autos drauf herumfahren ?

Ich bin Fahrradfahrer und Bereit sogar Steuer zu bezahlen, aber dafür müssen die Autofahrer sich halt nun einmal an die Verkehrsregeln halten (was sie ja nicht tun)

Und ich hoffe jeder Fußgänger zahlt dann auch, es werden ja auch Gehwege gebraucht die benutzt werden.

Dein Vergleich hinkt hinten und vorne.
Ein Auto schadet viel mehr der Umwelt und der Stadt als es ein Fahrrad tut, also ist die Begründung dass Autofahrer mehr Zahlen gleich wieder gerechtfertigt ;-)
 
@M_Rhein: Und die Radfahrer halten sich ja immer so schön an die Regeln ;)
 
@M_Rhein: Die Radfahrer tun das auch nicht. hier in der Großstadt fahren gut 90% über rot, nicht nachts wenn keiner da ist, sondern am Tag im Berufsverkehr
Radwege werden nicht genutzt obwohl sie frei sind oder werden in der falschen Richtung befahren.

Das Radfahrer Fußgängerüberwege ohne Radweg SCHIEBEND überqueren müssen scheint auch unbekannt zu sein.
Handzeichen zum Abbiegen sind offenbar unbekannt oder geht halt nicht weil man ja eine Hand am Lenker braucht, die andere wird ja schon für das Handy benötigt.
Gerne wechselt man auch dynamisch von Straße auf Rad und Fußweg, je nachdem wo gerade grün ist, da man dabei Kreuz und quer alle anderen behindert ist ja drissegal.

Es gibt offenbar auch die Auffassung das alle Einbahnstraßen und nicht nur die entsprechend gekennzeichneten gegen die Fahrtrichtung befahren werden dürfen.
Ganz toll sind auch die Radler die nachts, schwarz gekleidet, ohne Licht fahren, meist auch noch bei rot.

Meine Lieblingskandidaten sind die, welche sich an der Ampel rechts vorbeiquetschen obwohl da so wenig Platz ist das sie sich schon am Auto abstützen müssen um durch zu kommen. Aber vom Autofahrer verlangen das man sie in 1,5m Abstand überholt während sie mittig auf der Straße herumeiern, da sie so langsam fahren das sie kaum das Gleichgewicht halten können.

Optimalerweise flitzt man noch schnell rechts vorbei wenn die Ampel gerade grün wird und Autofahrer bereits mit nach rechts gesetztem Blinker angefahren ist.
Wie lebensmüde muss man da bitte sein?

Daher bin ich für Kennzeichen und Helm Pflicht für alle Radfahrer.
Achja, die Strafen können dann auch gerne drastisch erhöht werden, aber für alle, auch die Radfahrer.
 
@Metropoli:
Ja finde ich auch, aber dann möchte ich auch richtige Fortschritte sehen. Habe kein Problem damit mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Nur auf Hauptverkehrsstrassen mag ich nicht fahren!
 
@feuerlocke: Ich fahre Auto UND Fahrrrad. Aber für's Fahrrad zahle ich so gut wie nix, als Autofahrer hingegen tausende Euro für Kfz Steuer/Mineral-/Öko und was weiss ich nicht Steuern, von Verschleißteilen und Reparaturkosten ganz abgesehen. Die Autofahrer pumpen Bund, Länder und Kommunen mit Geld voll und sind ein riesiger Wirtschaftsfaktor. Da dürfte es kaum verwundern, dass für Autofahrer allgemein mehr getan wird. Zumal man den gewerblichen Transport- und Güterverkehr nicht vergessen darf. Wie das Bier in die Gaststätte kommt, interessiert den durchschnittlichen Fahradfahrer natürlich nicht - sollte es aber^^
 
@Metropoli: Und auch für dich nochmal:
Autofahrer verursachen deutlich höhere Kosten als sie Abgaben zahlen:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/studie-autofahrer-verursachen-hoehere-kosten-als-sie-abgaben-zahlen-12085783.html
Ich stimme dir zu dass Autofahrer ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sind, aber ganz so einfach ist die Rechnung halt nicht.
 
@moribund: diese Studien sind aber auch Unsinn. Natürlich verursachen Menschen externe Kosten. Autofahrer auch. Davon zahlen die Autofahrer persönlich vielleicht nicht alles, weil halt eher fiktive Kosten wie Lärm und Abgase, die man nicht wirklich in Zahlen ausdrücken kann, mit eingerechnet werden. Man vergisst allerdings die gesamtgesellschaftliche Bedeutung mit einzurechnen.
Wo wären die Menschen denn ohne individuelle Mobilität? Wie viel bringt uns diese Jahr für Jahr ein? Wenn man das ausrechnen würde, dann käme man vielleicht auf interessantere Werte.

So zählt man alles zusammen, was man irgendwie als Kosten mit einrechnen kann und stellt dem gegenüber einzig die Summe, die die Autofahrer direkt im Jahr zahlen. Das ist Unsinn.

Alleine die KFZ Steuer sind schon 50 Mrd. EUR im Jahr. Ich bin mir sicher, wenn man die gesamte Thematik drumherum (Herstellung, Wartung, Reparatur von Autos und Straßen) mit einrechnet, dass da insgesamt locker deutlich mehr bei rauskommt, als die 90 Mrd., die das angeblich kosten soll.
 
@der_ingo: Natürlich kann man Studien die einem nicht passen schnell mal als Unsinn abtun. Vor allem wenns blöderweise dieser einfach gestrickten "wir zahlen alles, deshalb gehört uns alles!"-Mentalität mancher Poster hier widerspricht. ^^

Ich hab oberhalb als Antwort auf Metropoli schon geschrieben "dass Autofahrer ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sind", aber auch dass die Rechnung nicht ganz so einfach ist wie viele hier glauben (wollen).
Das Auto nun mal beides:
ein weitaus grösserer Wirtschaftsfaktor als das Fahrrad, doch auch ein weitaus grösserer (nicht nur finanzieller) Kostenverursacher.
Aber viele hier wollen nur die eine Seite sehen und die andere ignorieren lieber die andere Seite.
 
@feuerlocke:
Hast du eine Statistik für deine Behauptung, dass Autofahrer soviel mehr einzahlen?
Ich hab jedenfalls eine Statistik für dich:
Autofahrer verursachen jährlich 90 Milliarden an Kosten, und damit deutlich höhere Kosten als sie Abgaben zahlen.
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/studie-autofahrer-verursachen-hoehere-kosten-als-sie-abgaben-zahlen-12085783.html
 
@moribund: und jetzt überlegen wir uns doch einfach Mal kurz wieviel wirtschaftlicher Schäden entstünde, wenn die Autofahrer nicht mehr zur Arbeit kamen weil ihr Fahrzeug keine Straße mehr hätte.
 
@bamesjasti: Und jetzt überlegen wir uns doch mal kurz wie die Strassen insbesondere in den Städten aussehen würden, wenn plötzlich alle Radfahrer stattdessen mit dem Auto fahren würden.
Ändert übrigens nichts daran, dass alle anderen für die Autofahrer mitzahlen.
 
@moribund: die Straßen werden weder nur für Autofahrer gebaut noch nur von Autofahrern genutzt. Die wenigsten Straßen könnte man einsparen, wenn es kaum noch private Autofahrer geben würde. Güterverkehr, Ver- und Entsorgung im Nahbereich, ÖPNV, Krankenfahrzeuge, Feuerwehr, all diese benutzen die Straßen. Wenn die Autofahrer als Hauptzahler wegfallen würden, würde die sonstige Nutzung massiv teurer werden.
 
@der_ingo: Hab ich das irgendwo bestritten?
Siehe meine Antwort auf dein Kommentar oberhalb.
 
@der_ingo: Vielleicht könnt ihr mir das erklären: Güterverkehr, Ver- und Entsorgung im Nahbereich, ÖPNV, Krankenfahrzeuge und Feuerwehr werden alle als selbstverständliche und notwendige Nutzer für Straßen angesehen. Warum ist es so schlimm die private Mobilität genauso zu betrachten? Würde ich mit den Öffis zur Arbeit fahren wäre ich 2h unterwegs - Mit dem Auto ist sind es nur 40min.
 
@bamesjasti: nein, aber warum soll ich dir das erklären? Das sollen dir die Leute erklären, die meinen, einem das Auto verbieten zu wollen.
 
@feuerlocke: Wenn ich mit einem Fahrzeug, Menschen passiv töte, den Planeten zerstöre, Straßen kaputt fahre, Menschen mit Lärm belästige, mehr als 2 m² öffentlichen Raum einfordere um dann alleine ein paar Kilometer zum Arbeitsplatz zu fahren, dann sollte man dafür auch entsprechende Abgaben zahlen. Die man aber als Autofahrer nicht aus solidarität zahlt, sondern weil man eben diese sozialen und ökologischen Schäden verursacht.

Als Radfahrer kann ich 1 mio mal über eine Straße fahren und werde sie nicht kaputt kriegen. Als Radfahrer bin ich leise, stinke nicht, töte niemanden mit Abgasen und mache so auch noch was für meine und die Gesundheit der Gesellschaft.

Dazu kommt dass man zig Fahrräder aus dem Material und Energieaufwand bauen kann, wie man für ein einziges KFZ aufwendet.

Für was soll ein Radfahrer also Steuern zahlen? Das er dem Gesundheitssystem weniger kostet, dass er im schnitt seltener Krank ist?
 
Ich würde mal schätzen
- es gibt deutlich mehr Autofahrer
- Forschungen am Auto/ums Auto sind teurer aufgrund des Aufwands
- Werden Forschungsgelder nicht nach den vorhandenen anträgen bewilligt?
 
Finde es immer wieder Lustig wie doch so mache Ökonomen hier nur in Schwarz - Weiß denken.
Was machen die ganzen Fahrradfahrer den im Winter, oder die nicht in der City leben usw. ?
Kommt jetzt nicht mit Öffentliche Verkehrsmittel, die können doch schon heute die Menge an Menschen nicht bewältigen weil Sie nicht genug Personal haben.
Und mal abgesehen von Handwerker und Gewerbe, die werden bestimmt nicht aufs Automobil verzichten können.
 
Fahrräder sind eine relativ billige, analoge Technik, die zudem erheblich weniger Platz (und sonstige Ressourcen) verschlingt.

Das ist ja gerade ihr ökologischer Vorteil.

Irgendwie logisch, dass da auch erheblich geringere Aufwände an Forschungsgeldern etc notwendig sind, um zu sinnvollen Ergebnissen zu kommen.

Das Problem liegt nicht in der Forschung, sondern in der Umsetzung der Ergebnisse, welche sogar in Kommunen, die sich selbst fahrradfreundlich nennen, oft sinnloses Flickwerk ist.
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