900 Mal weniger Forschungsgelder:
Radverkehr weiter nur Randthema
Verkehrsminister Andreas Scheuer beteuert immer wieder, dass er den Radverkehr fördern will. Ein Blick auf die zur Verfügung gestellten Mittel zeigt: Für Forschung, beispielsweise zur Entwicklung von Verkehrskonzepten, wird rund um das Auto 900 Mal mehr ausgegeben.
Dies zeigt jetzt laut Bericht der Süddeutschen Zeitung einmal mehr die Antwort der Bundesregierung auf Anfragen des Sprechers der grünen Bundestagsfraktion Stefan Gelbhaar, der in seiner Partei für die Koordination der Bemühungen rund um städtische Mobilität und Radverkehr verantwortlich ist. Wie die Regierung hier erläutert, sollen nach dem "Nationaler Radverkehrsplan 2020" über die nächsten fünf Jahre sechs Stiftungsprofessuren an Hochschulen entstehen, von denen man sich einen "Beitrag zur Kompetenzbündelung und Schaffung nachhaltiger Strukturen im Bereich des Radverkehrs" verspricht.
Insgesamt will die Regierung für den Förderzeitraum hier 12 Millionen Euro zur Verfügung stellen - laut Kritik des Verkehrsexperten Gelbhaar ein fatales Signal: "Mehr als 900 Mal so viel Forschungsgeld fürs Auto - damit kann keine Verkehrswende wissenschaftlich begleitet, geschweige denn vorgezeichnet werden", sagt Gelbhaar der Süddeutschen Zeitung. Sein Fazit: Von der "Gleichbehandlung des Radverkehrs", die von der Regierung ausgerufen wurde, gäbe es noch "keine sichtbare Spur".
Das Fahrrad bleibt bei Forschung Randthema
Die meisten deutschen Städte sind auf den Autoverkehr ausgelegt, auch aktuell wird planerisch immer noch ein Großteil der Vorhaben auf Kraftfahrzeuge abgestimmt. In der Diskussion um eine Verkehrswende wird von der Politik zwar immer wieder betont, dass das Fahrrad eine große Rolle spielen soll, schaut man die Verteilung der Fördergelder für die Entwicklung und Forschung in diesem Bereich an, zeichnet sich aber ein klares Bild: Das Fahrrad bleibt in Deutschland weiter ein abgeschlagenes Randthema.Dies zeigt jetzt laut Bericht der Süddeutschen Zeitung einmal mehr die Antwort der Bundesregierung auf Anfragen des Sprechers der grünen Bundestagsfraktion Stefan Gelbhaar, der in seiner Partei für die Koordination der Bemühungen rund um städtische Mobilität und Radverkehr verantwortlich ist. Wie die Regierung hier erläutert, sollen nach dem "Nationaler Radverkehrsplan 2020" über die nächsten fünf Jahre sechs Stiftungsprofessuren an Hochschulen entstehen, von denen man sich einen "Beitrag zur Kompetenzbündelung und Schaffung nachhaltiger Strukturen im Bereich des Radverkehrs" verspricht.
Insgesamt will die Regierung für den Förderzeitraum hier 12 Millionen Euro zur Verfügung stellen - laut Kritik des Verkehrsexperten Gelbhaar ein fatales Signal: "Mehr als 900 Mal so viel Forschungsgeld fürs Auto - damit kann keine Verkehrswende wissenschaftlich begleitet, geschweige denn vorgezeichnet werden", sagt Gelbhaar der Süddeutschen Zeitung. Sein Fazit: Von der "Gleichbehandlung des Radverkehrs", die von der Regierung ausgerufen wurde, gäbe es noch "keine sichtbare Spur".
Auto-Forschung ist reich gesegnet
Ebenfalls laute Kritik kommt vonseiten des Deutschen Fahrradclubs ADFC. Zwar sei die Gründung und Förderung der Professuren ein erster Schritt. Wie ein Sprecher betont, werde damit aber nicht das Problem gelöst, dass für die Planung von mehr Radverkehr in deutschen Städten ein eklatanter Mangel an Fachleuten herrscht.
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