Private Ladestelle: Miet- und Wohnungseigentumsrecht soll sich ändern

Die nächste Maßnahme zur Förderung von E-Mobilität in Deutschland soll das Mieter- und Wohnungseigentumsrecht verändern. Der Bundesrat hat einen Gesetzesantrag beschlossen, der Mietern mit Stellplatz ein Anrecht auf eine Ladestation gewährt. mehr... Fahrzeug, Elektroautos, E-Auto, Ladestation, Ladekabel Bildquelle: stux / CC0 Fahrzeug, Elektroautos, E-Auto, Ladestation, Ladekabel Fahrzeug, Elektroautos, E-Auto, Ladestation, Ladekabel stux / CC0

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Da werden die Eigentümer wohl renitenten Mietern mit Ladestationsforderung den Stellplatz kündigen.
Zumindest in den grossen Städten gibt es genügend andere Bewerber.
 
@usbln: Wieso sollte ein Vermieter das tun? Er bekommt zum Nulltarif einen Ladeanschluss am Stellplatz. Danach einfach dem Mieter kündigen, und die nun aufgewertete Mietsache (Wohnung inkl. Stellplatz MIT Ladeanschluss) zu einem höheren Preis vermieten. So, oder so ähnlich wird das in vielen Fällen laufen, sollte das Gesetz in der Form wie hier beschrieben verabschiedet werden.
 
@webmantz: "Die Kosten für bauliche Maßnahmen zum Einbau einer Ladestation für Elektrofahrzeuge .... können dem Wohnungseigentümer auferlegt werden..."
Das Risiko wird keiner eingehen.
 
@usbln: "Die Kosten für bauliche Maßnahmen zum Einbau einer Ladestation für Elektrofahrzeuge soll der Mieter tragen bzw. sie können dem Wohnungseigentümer auferlegt werden, dem die Maßnahme ausschließlich nützt" nur wenn sie dem Eigentümer nützt, wenn er davon nichts hat, muss er auch nicht die Kosten tragen..
 
@webmantz: Die Ladestation ist aber Eigentum des Mieters. Der Vermieter hat kein Recht darauf, diese dann weiter zu nutzen.
Der Vermieter muss dann entweder a) das Ding abkaufen oder b) wird es eben wieder entfernt.
 
@webmantz: nur das ich als Mieter der die Ladestation bezahlt hat diese bei Kündigung/Auszug mitnehme ;p dann hast du lediglich die Infrastrukturkabel liegen und ein solches vorgehen lohnt nicht für den Vermieter.
 
@usbln: Das ist aber nicht immer so einfach möglich. Hat man einen separaten Vertrag über den Stellplatz, dann muss man hier zumindest die Kündigungsfrist beachten. Die Frage ist, welche Frist sieht die Gesetzesänderung dann später für die Umsetzung vor.
Darf ich als Mieter sofort bauen und der Vermieter verweigert es und er kündigt den Stellplatz z.B. mit 3 Monaten Frist, kann ich für die 3 Monate z.B. Schadensersatz fordern (alle Kosten die Entstehen, weil ich nicht "zu Hause" laden kann... z.B. höhere Stromkosten an der Tankstelle, die Kosten für die Energie um dahin und zurück zu fahren, ggf. eine Aufwandsentschädigung für die aufgewendete Zeit etc).

Wenn der Stellplatz teil des Mietvertrags der Wohnung ist, kann er nicht separat gekündigt werden. Eine Kündigung der Wohnung dürfte in so einem Fall dann auch vor keinem Gericht durchkommen.
 
@Scaver: Es wird schwirig, aber man kann jeden Vertrag prinzipiell kündigen. Nur die Fristen können dann lange dauern.

Und bei der Wohnungssuche kommt dann die Frage was man für ein Auto fährt. Oder ob man vor hat ein Elektroauto zu kaufen. Und wenn kriegt man die Wohnung nicht. Bzw wird benachteiligt.
 
@MancusNemo: Man fährt dann eben gerade ein Diesel und Elektro ist genau in dem Moment zu teuer
 
@Scaver: darum machen die meisten Vermieter 2 Verträge, der für den Stellplatz hat 1 Monat Kündigungsfrist ...
 
ja Klientelpolitik.... ist schön wenn das so "einfach" geregelt werden soll. bis dahin gibt es aber nich gebuc fragestellungen. einer der entscheidenden:

wenn alle eine Ladestation haben wollen... ist dies mit dem vorhandenen Hausanschluss überhaupt zu realisieren.

da wird man dann schon mal erwachen...
 
@mirkopdm: Ja ist es. Informier dich bitte, was ein "Hausanschluss" leistet und was man so verbraucht. Du wirst überrascht sein.
 
@Scaver: aha das kannst du so pauschal sagen ja?
 
@Scaver: ach ja wirklich? also ich brauche 10k/anno ... Singlehaushalt, aber alles Smarthome ... ( allerdings Dank Niedrigenergiehaus und BHKW + Solar zu über 80% energieautark ...

ob nen Hausanschluss das tatsächlich hergibt ist eben nicht so einfach vorraussagbar, kann natürlich jederzeit nach oben skalierbar erweitert werden ... die Kosten trägt aber der Mieter der den Anschluß möchte und die willst du dann nicht bezahlen!
 
Was ein Schwachsinn. Es gibt in vielen Fällen nicht mal für jeden Mieter einen Stellplatz. Aber wir haben in unserm Land ja auch nicht wichtigere Probleme zu lösen.
 
@Es gibt sie doch: Sehe ich auch als schwachsinnig an. Das einzige was dies wirklich fördert, ist eine Explosion der Mietpreise für die Stellplätze. Wenn der Vermieter gezwungen wird eine Lademöglichkeit zu schaffen, wird er die Kosten ganz bestimmt wohltätiger Weise aus eigener Tasche zahlen (nicht). Er wird die Kosten für die Anschaffung eins zu eins auf die Miete umlegen. Die einzige Möglichkeit welche ich sehe wäre die Anschaffungskosten steuerlich absetzbar zu machen. Gegebenenfalls noch mit einer Förderung zu versehen. Ich persönlich, kenne Vermieter, welche sich die Nachrüstung einer Garage/Stellplatzes gar nicht leisten können. Mal ganz abgesehen von den Kommunen, welche die Anbindung der Strassenzüge gewährleisten müssen.....
 
@skyjagger: Du hast nicht richtig gelesen oder?
Der Vermieter muss GAR NICHTS zur Verfügung stellen.
Das muss der Mieter selber machen. Der Vermieter soll hier nur gezwungen werden, dies nicht ablehnen zu dürfen!

Es geht darum, dass wenn man einen Stellplatz für sich persönlich gemietet hat, dass man hier ein Rechtsanspruch darauf bekommt, an den eigenen Stellplatz so eine Ladestation aufstellen zu dürfen.

Diese Regelung gilt NICHT für Stellplätze die für alle frei sind und nach dem Motto "wer zuerst kommt" genutzt werden dürfen.
 
@Es gibt sie doch: Es geht auch nicht um Massenstellplätze die jeder nutzen darf, sondern um Stellplätze, die man selber extra gemietet hat und niemand sonst nutzen darf!

Und sicher haben wir andere Probleme. Aber darf man sich immer nur um die 3 größten Probleme kümmern und muss solange alle anderen ignorieren?
Zudem ist Umweltschutz sicher kein unwichtiges Problem und genau darum geht es hier im Endeffekt.
 
Sofort Aktien von Herstellern für Ladestationen kaufen !!!
 
Ich frage mich heute schon, wann den e-Pkw das gleiche Schicksal erleidet, wie vor Kurzem die Diesel, und nun die SUVs ?! - Alles was hochgejubelt wurde, stürtzte, trotz vorangeganger hoher Beliebtheit, am Ende staatlich bedingt ab. Und was kommt nach den Elektrofahrzeugen, - vermutlich doch der heute angeblich noch nicht wirtschaftliche Wasserstoff-Hybrid, oder sonst was ?! - Der Preis für den Strom an den e-Zapfsäulen wird wohl auch deutlich steigen, wenn es genug e-Pkws gibt, denn woher sollen sonst die Steuereinnahmen kommen, die durch die in der Zukunft immer weniger werdenden Benziner und Diesel.
 
@ttoG: Och naja Diesel lief ja jetzt schon einige Jahrzehnte und soll schon aus wichtigen Gründen weg und nicht mal so eben willkürlich "staatlich bedingt".
Wie es mit eAutos in 40+ Jahren aussieht weiß keiner. Da wage ich nicht mal irgendeine Vermutung, das wird von sehr vielen Entwicklungen und Gegebenheiten abhängen und auch nicht in jedem Land gleich sein.
 
@jackii: naja du kannst auch den Diesel sauber machen ... das ist kein technisches Problem sondern eines der Kosten! ...
 
Ich hoffe damit werden auch Brandschutzmaßnahmen Festgeschrieben um Lithium Brände Effektiv zu Löschen leider reicht hier Wasser nicht so wirklich aus.
Denn spätestens bei Tiefgaragen wäre der Brandschutz das Argument gegen Ladesäulen/Wallboxen
 
@Freddy2712: Bin gespannt, wann die ersten Terroristen mit E-Autos rumfahren.
 
Das wird doch wieder nur kosmetisch gemacht, damit die Politiker sagen können, dass was getan wurde. Aber durch Ausnahmeregelungen wird die Wtrkung so gering sein, dass es an der Akzeptanz nicht wirklich viel ändert.
 
TOLL... Lasst mich mal raten... Ich wohne in einer Siedlung mit Parkplätzen, aber ohne eine direkte Zuordnung an Wohnungen. Lasst mich mal so raten, dass wird auf alle Mietparteien umgelegt, aber ohne eine Prüfung ob überhaupt ein KFZ vorhanden ist?
 
@Lastwebpage: Wenn du kein E Auto hast mußt halt mit bezahlen,und das ist auch gut so :)
 
Tja das ist aber problematisch, wenn man den Stellplatz separat vermietet. Da kann man bei der geringen Miete nichts oder nur so wenig auf die Miete umlegen, dass der Vermieter auf den Kosten sitzen bleibt, auch wenn er diesen Hype nicht unterstützen will.
Mal abgesehen davon sind E-Autos auch keine saubere Lösung (Kobalt, Lithium usw.), die unter z.T. unmenschlichen Bedingungen abgebaut werden oder die Umwelt zerstören.
Wenn alle Deutschen EAutos fahren würden, woher soll dann der Strom dafür kommen? Mit Windkraft oder regenerativen Energien alleine wird das nicht funktionieren, Strom aus Braunkohle ist dann auch keine saubere Lösung und Atomenergie ist ja auch böse. Also woher soll die saubere Energie kommen?
Wie steht es mit der Entsorgung und der Lebensdauer von Altbatterien? Wie sieht es mit der Verschrottung von Technik aus, die noch lange halten würde, dafür aber massenweise neue Autos produziert werden müssen. Die Rohstoffmenge und der Energieverbrauch wären riesig, um alle auf diese Technik zu bringen. Nachhaltig sieht für mich anders aus.
Hinzu kommt nach wie vor das Reichweitenproblem und die Ladezeit, was sich ggf. durch neuere Batterietechnik lösen lässt, aber so weit sind wir noch nicht.
 
Naja, für Mieter ist das eher Meh, aber für Wohneigentümer ist es eine gute Sache.

Im Moment muss ja der Großteil der Eigentümergemeinschaft zustimmen, ansonsten darf man keine bauliche Maßnahmen durchführen.

Danach muss die Gemeinschaft zustimmen.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!
Einloggen

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte