Stiftung Warentest: Wie man unseriöse Anbieter von Fake-Tests erkennt

Wirtschaft & Firmen Seitens der Stiftung Warentest sieht man die Glaubwürdigkeit der eigenen Testergebnisse durch die immer häufiger auftretenden Fake-Testportale gefährdet. Diese suggerieren ihren Nutzern eine Präsentation vermeintlich guter Produkte, wollen letztlich ... mehr...

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Stiftung Warentest selbst ist doch ein schlechter Witz. :D
Habe mir dort einmal die Katzenfutter-Tests angeschaut, als wir uns neue Kitten ins Haus geholt haben. Futter mit Getreide als Hauptzutat sowie Zucker und andere Zusätze auf den oberen 3 Plätzen, einfach weil es die großen Marken sind? Sehr gut...
Bei Stiftung Warentest wird nämlich auch die Reichweite sowie das Marketing berücksichtigt, das hat mit einem richtigen Qualitätstest nichts zu tun.
Jetzt könnte man natürlich sagen, es ist zu aufwendig alle vorhandenen Marken zu testen. Aber dann bitte nicht solchen Quatsch preisen...
 
@Raivenstar: In der Regel hat Stiftung Warentest unterkategorien durch die man selbst gewichten kann...
 
@Raivenstar: ich hab da eine geteilte Meinung zu Stiftung Warentest

Tatsächlich habe ich mal für ein Unternehmen gearbeitet welches ein Produkt von Stiftung Warentest beurteilen hat lassen. Der Prozess ist garnicht so unaufwendig und ich würde nicht sagen dass "alles" gefaked oder nur halbherzig gemacht wird.
Das getestete Produkt, darf der Hersteller dann bewerten bzw. den Test nochmal durchlesen / anfechten. Aber vom Prinzip sind die da eben "hart"...

Wobei was ich schon bestätigen kann, die Tests sind nicht objektiv, die werden erstens von einem oder mehreren Mitarbeitern gemacht, welche jetzt etwas Subjektiv z.B. intuitiv oder nicht intuitiv finden und 2. stehen die Produkte immer im vergleich zu anderen (d.h. wenns nur Blinde gibt, hat der einäugige den test gewonnen)
Aber was gibt es besseres? YouTuber (NEIN),... und selbst "selbst anschauen" kann dir zwar bestätigen ob du zufrieden bist, aber noch lange nicht, ob ein anderes Produkt nicht besser oder günstiger bei gleichem glück wäre.
 
@bear7: hm man muss im Vorfeld denke ich selber für sich entscheiden, was einem persönlich bei einem Produkt an Kriterien am wichtigsten ist (Preis, Leistung, Zusatzfeatures, Umweltaspekt etc.). Anschließend mehrere Tests gegenchecken und wenn man ganz viel Zeit noch Spezialforen durchforsten, wobei die auch immer mit Vorsicht zu genießen sind, da man da auch evtl. auf extreme Fanboys stoßen kann. Aber in solchen Foren findet man gerne mal "Serienfehler" von bestimmten Geräten, dass eine angepriesene Funktion xy in der Realität nahezu nicht oder nur schlecht funktioniert, man sich aber evtl. genau aufgrund der Funktion für das Produkt entschieden hätte.. ist immer auch ein Thema Nutzen / Aufwand.. wie viel Zeit möchte man für einen Produktvergleich investieren..
 
@Raivenstar: Nur, weil die Ergebnisse/Testkriterien deinen Erwartungen nicht entsprach, heißt das ja noch lange nicht, dass der Test Mist ist!
 
@luk: Naja, um mal beim konkreten Beispiel zu bleiben: Katzen sind Fleischfresser, d.h. ganz generell betrachtet >kann< Futter, welches überwiegend aus Getreide besteht (was viele tun) nicht "das Beste" für das Tier sein. Das dann da manchmal auch noch jede Menge Zucker drin ist macht die Sache nur noch schlimmer. Eher ist es so dass damit möglicherweise die Futtergewöhnung gefördert werden soll... sprich es geht um Geld.
 
@Joyrider: Ich weiß ja ja nicht, welchen Test er gemeint hat, aber eins weiß ich schon, Stiftung Warentest ist in der Regel sehr gewissenhaft. Die wirklich allerwenigsten Ergebnisse müssen sie zurücknehmen. Und das, was Raivenstar beschreibt, dass die ersten 3 Gewinner große Marken sind, ist schlicht weg falsch!
Weiter kommunizieren sie auch nicht erwünschte Zusatzstoffe etc.

https://www.test.de/Katzenfutter-Feuchtfutter-Test-4672532-0/

Auch in früheren Test ist das so nicht nachzulesen. Vielleicht doch ein wenig subjektiv?

Übrigens: Ich hatte 20 Jahren auch Katzen. Sie sind zwischen 14 und 15 Jahren alt geworden.
 
@luk: Ich weiß es auch nicht, und ganz allgemein halte ich viel von den Tests (aber es gibt so Bereiche (Katzenfutter zB) da hat es mich noch nie interessiert, da, um beim Thema zu bleiben, unsere Katzen Oberzicken sind und nur genau eine Variante eines Herstellers fressen).
Aber das von Raivenstar angesprochene Thema ist zumindest fragwürdig. Ich werde den Bericht über Trockenfutter bei test.de jetzt nicht kaufen (weil er mich ansonsten nicht interessiert) aber schon die Kommentare darunter lassen einiges auf die Testkriterien schließen. Da wären wir nämlich wieder bei den Inhaltsstoffen.
Alleine das von unseren Viechern favorisierte Futter enthält nur ca. 20% Fleisch. Der Rest ist Getreide, Gemüse, Hefe und weiß-der-Geier-was. Und abgesehen davon dass es deren auserkorenes Futter ist müsste diese Variante bei Stiftung Warentest knallhart durchfallen, weil keine artgerechte Ernährung.
 
@luk: Sorry, aber eine Katze ist ein ziemlich reiner Fleischfresser und von daher hat raivenstar absolut Recht:
Katzenfutter mit Getreide und Zucker als Hauptzutat ist der letzte Dreck.

Das hat nichts mit Subjektivität zu tun, sondern ist Faktenlage.
 
ich behaupte, ein merkmal von fake tests ist, wenn vorbe stiftung warentest drauf steht. die kriterien der tests werden so gewichtet, dass der beste nicht gewinnen kann. grade bei technik ist es immer wieder sowas wie handbuch etc, was aus mittelmässigen geräten den sieger und aus top geräten verlierer macht.
 
@LoD14: naja, fake sind die Tests nichts unbedingt aber die Gewichtung bei Stiftung Warentest ist Teilweise tatsächlich wirklich zweifelhaft und dementsprechend entspricht das Urteil ggf. Nicht der eigenen Gewichtung. Also am besten einfach das Urteil /Siegel informieren, den Test lesen und ein eigenes Urteil bilden.
 
@sav: informieren = ignorieren. Wann kriegt die mobile Ansicht endlich eine Edit Funktion :/
 
@sav: Es ist halt die Frage, was man als "Fake" bezeichnet. Ich würde dazu auch zählen, wenn durch merkwürdige Gewichtungen das Ergebnis verschoben wird, aus welchen Gründen auch immer.

Mein letzter Kontakt mit Stiftung Warentest war vor ein paar Jahren, als mein Vater sich neue Winterreifen kaufen wollte und sich das Heft geholt hatte. Gewonnen hatte glaub ich Conti. Es waren 4 Kategorien bei der Haftung, Trocken, Nass, Schnee, Eis. Der Conti hatte damals gegen einen ich glaub Kumho gewonne, weil er eine um einen Punkt bessere Eis Haftung hatte. Die Nasshaftung war zeitlich schlechter als beim Kumho. Die Geräuschwerte waren beim Kumho deutlich besser als beim Konti und der Kumho war langlebiger. Ansonsten waren die Werte gleich. Es war nur die Eishaftung besser. Trotzdem gewann der Konti, weil Eis so hart gewichtet war.

Dann erinnere ich mich an die Fahrschule zurück, wo man lernt: der Winterreifen ist auch deshalb wichtig, weil mitteleuropäische Winter nass sind. Und man häufiger im Winter wegen Aquaplaning in die Bredouille kommt als wegen Eis und Schnee. Außerdem reden wir hier nicht von schlechter Eis Haftung im Test, sondern von einer immer noch guten.

Und wenn ich so einen Test lese, mir die Gewichtungen angucke, dann angucke wer gewinnt... Dann - sorry wenn ich das so sage - wurden die Kriterien in meinen Augen so angepasst, dass der Deutsche Hersteller am Ende als bester aus dem Rennen geht... und das ist für mich eindeutig ein Fake des Ergebnisses, Fake ist übersetzt "Schwindel; Fälschung".
 
Es wäre wohl zu einfach, eine Liste der schwarzen Schafe zu veröffentlichen. (Ja, die kann man ändern - aber es wäre ein Anfang.)
 
Gerade das Beispiel mit dem Kinderwagen ist doch das beste Killer-Argument :

Wie viele sind als Kind mit bleihaltiger Farbe am Spielzeug oder direkt an der Hauptstraße großgeworden, OHNE das groß was passiert ist ? Und welches Kind nuckelt bitteschön den ganzen Kinderwagen ab ?
Ich meine, darauf aufpassen ist ok, aber immer & überall solch einen Hype draus zu machen generiert in meinen Augen erst die Angst, aus der dann kontinuierlich Probleme entstehen können...

Und wer ohne seinem Kind zum Anschauen & Probieren der Kinderwägen losgeht, dem können diese Neurotoxine dann eh eigentlich egal sein, denn dem ist eh nicht mehr zu helfen ;-) .
Vor Ort dann testen, ob das hoffentlich dem Kind und den Eltern passende Gefährt dann nach Chemie stinkt oder nicht und "gut is".
Sind alles "Probleme", die wie ohne Internet oder der unübersichtlichen Auswahl gar nicht hätten .....
 
@TierparkToni:
Ohwei ohwei. Also erstmal das Internet abschaffen damit über Gefahren nicht informiert werden kann, denn dann existieren sie auch nicht.
Und wenn du wirklich chemische Stoffe, die Konzentration und deren Langezeitschädlichkeit auf Kleinkinder, etc. zuverlässig am Geruch identifizieren kannst, solltest du eine eigene Marvel Serie bekommen..
Also ich hab schon ne Idee wer zu viel an seinem ~70er Jahre Spielzeug geleckt hat und seine Schaukel zu dicht an der Hauswand stand :)
 
@jackii: Es geht mir nicht um das Abschaffen des Internets, sondern um das Wiederanschaffen des menschlichen Verstands, gerade bei solchen Themen.
Es wurde jahrelang Zucker in Massen in die Babynahrung gepanscht, da haben es die
Kinder in der Regel gut weggesteckt. Seitdem es darüber "Aufklärung" gibt, werden
die Kinder immer dicker - schon komisch, oder ? Kann nicht an der wenigen Bewegung liegen - nein, das ist unmöglich !

Oder eben die Plastik-Bestandteile im Kinderspielzeug. Weichmacher gibt es seitdem es Plastik gibt, aber Krebs bekommen die Kinder erst in jüngster Zeit massiv gehäuft - woran liegt das ?
An den Weichmachern sicher auch, aber auch massiv an dem Hype, der darum gemacht wird. Die Leute sollen ja wieder MIT Verstand mit diesen Informationen umgehen - aber dann bräuchte es viele Informationsseiten und Vergleichsportale ja nicht mehr ....

Das heute größtenteils Kinder nur noch als "Addon zum Lifestyle" betrachtet werden, das kann keinesfalls eine der Ursachen sein. Nein, das ist unmöglich. Wie viele Kinderwägen mit Personal sieht man heute im öffentlichen Berech, wo der/die/das "Kinderwagenschieber" NUR noch aufs Handy glotzt ? Oder die Kinder sich im Cafe extremst aufführen, weil eben keine echte sinnvolle Zuwendung vorhanden ist, sondern nur die persönliche Aufwände auf ein Minimum reduziert werden - und die Kinder aber nach echter Zuwendung "dürsten" ... ?

Und zu deinem Smiley-Kommentar : ja, ich hatte (aber erst mit 16 im 2.Lehrjahr) eine Schwermetallvergiftung (Blei) im Anfangsstadium - durch Lötgase, welche in meiner Lehre noch nicht abgesaugt wurden. Ich habe die darauf folgende "Entgiftung" (eigentlich ist es eine Verkapselung, aber egal) dann auch 14 Monate lang "genossen".
Aber ich habe auch die Prüfung zu dieser Elektroniker-Lehre, 10 Jahre später die IT-Systemkaufmann-Prüfung, 1 Jahr später den IT-Systemintegrator-Prüfung und 2 Jahre später den Meisterbrief in Bühnen und Veranstaltungs-Technik mit ebenfalls nahezu voller Punktzahl in Theorie und Praxis abgeschlossen.
Dazu habe ich beruflich bedingt 2009 die Zulassungsprüfung zum Spot & Long Terminmarkt-Händler an der Leipziger Energiebörse für Strom und Gas, ebenfalls mit nahezu voller Punktzahl abgelegt. Somit kann man eigentlich nicht von einer mentalen Beeinträchtigung durch Schwermetalle ausgehen, oder ;-) ?

Ich hatte übrigens in meiner Kindheit viel Spielzeug, welches mein Vater aus Holz selbst angefertigt hat. Nicht, weil wir kein Geld hatten, sondern weil es Ihm (und auch mir) viel Spaß bereitet hat, eben aus Holz selber was zu erschaffen. Daneben gab's dann später auch viel Fischer-Technik, Lego(-technik) und Playmobil - alles Spielzeug, was neben Kreativität auch Intelligenz fordert & fördert. Und auch Comics (Asterix&Obelix, LTB, Yps, Fix&Foxy, später MAD & Clever&Smart) & Zeichentrickfilme (80&90er querbeet, alles was herging, teilweise auch Marvel&DC komplett in englisch) - würde heute vermutlich alles nicht mehr gehen, weil es ja pädagogisch "ein Alptraum" wäre. Jetzt hab ich aber weder Übergewicht noch ADS oder sonstiges gesundheitlichen, psychischen oder gewalttätigen Auswüchse davon bekommen, ja verflucht noch eins !

PS: Meine Lebensgefährtin und ich haben und wollen übrigens inzwischen keine Kinder mehr.
Das, was unsere Kindheit so "perfekt" unperfekt hat sein lassen, gibt es heute nicht mehr....
 
@TierparkToni: Danke für deine Lebensgeschichte, hat leider mit dem Beitrag nur wenig zu tun. Desweiteren bleiben Schadstoffe schädlich, deswegen heißen sie so und sollten, sofern bekannt, vermieden werden. Ob man nun Glück hat und sie richten nichts oder nur wenig aus ist dabei nicht relevant. Dass man eine Schwermetallvergiftung überlebt hat rechtfertigt nicht den übermäßigen Einsatz schädlicher Stoffe in solchen Produkten.
Der Rest ist mehr als überspitzt dargestellt, Lego, Playmobil, Comics etc. gibt es auch heute noch mehr als genug, einfach mal durch ein Spielzeuggeschäft laufen. Was daran heutzutage "undenkbar" sein soll --- keine Ahnung.
 
@RegularReader: Bei den Giftstoffen geh ich ja gerne mit, aber wie kommen die in den Kinderwagen ? Weil es Leute gibt, die einen 1.100€ Kinderwagen für <249 im Internet kaufen WOLLEN. Da sind wir wieder beim Thema "Wiederanschaffung von Verstand" : ein rationell denkender Mensch fragt sich - was ist daran verschlechtert worden, damit ein 1.100€ KiWa nun für 249 € über die Theke geht? Billigere Produktion, weniger Tests, schlechtere Materialien ? Will ich das meinem Kind antun ? Und was bedeutet das auch im Vorfeld wie auch im Nachgang für die Umwelt ?

Aber ein großer Schnitt der werdenden Eltern denkt leider inzwischen nur noch : WOW, das ist ein Schnäppchen. Das gleiche Aussehen und die gleiche Funktion wie der für 1.100 €, was soll jetzt daran schon schlecht sein ? Und wozu in ein Geschäft gehen, wenn auf Amazon/OTTO/etc. in den Rezensionen überwiegend " perfekt " steht ? Und den Mief, den man beim Auspacken wahrnimmt, ist der gleiche wie die der meiner (Baby-/Kinder-)Bekleidung bei Primark, also kann es ja nicht so schlecht sein ....

Das ist mein Appell an "Wiedereinführung von (rationellen) Verstand" : billiger geht immer, aber immer mit den dementsprechenden Verlusten. Deinen Kommentar nach wäre ich ja für den Einsatz an Schadstoffen, das Gegenteil ist der Fall. Wenn jedoch ein Großteil der Kunden eben nahezu alles immer "noch billliger und noch viel billiger" haben will, tricksen die Hersteller, gerade bei den im Internet angebotenen Produkten : daran kann Geruch, Haptik, Stabilität etc ganz einfach NICHT prüfen, sondern muss erstmal "virtuell vergleichen", auf gut deutsch : verar***en bzw beschei**en lassen. Aus diesem Grund funktioniert bei mir bspw. Werbung in jeglicher Form nicht noch kaufe ich anhand Kriterien von Test-/Vergleichs-Portalen. Ich persönlich schaue z.B. bei Technik eher nach den veröffentlichten Problemen und deren Konstellationen, da mir dabei viel eher die Schwachpunkte aufgezeigt werden als 1000 Videos auf Youtube oder Rezensionen auf Amazon etc.

Resümee : Wenn eines Tages der Verstand in der Masse mal wieder funktioniert, brauchen wir diese ganzen "Vergleichs-Test-Portale" nicht, denn dann gibt es, wenn wirklich keiner mehr danach verlangt, diese ganzen "Wegwerfprodukte" nicht mehr. Solange aber der Großteil nicht nach rationellen Maßstäben kauft, wird es weiterhin verdeckte Gift- & Schadstoffe in den Produkten geben, da werden auch die Portale nichts groß dran ändern.
 
@TierparkToni: Ja, gute Einstellung. Wir finden durch neue technische Errungenschaften heraus, dass Stoffe die wir bislang eingesetzt haben nicht optimal sind und schädigen können, ignorieren es aber weil man sich selbst ja auch nicht geschädigt fühlt.
Mit dieser Einstellung würden die Menschen heute noch in ihren Häusern offenes Feuer verwenden und mit 30 an verstopften Lungen sterben.
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