Zurück zu Microsoft: München entscheidet über Linux-Rollback

Am morgigen Mittwoch will der Münchner Stadtrat seine endgültige Ent­scheidung zum Rollback vom eigenen Limux-Projekt zurück zu Windows-Software treffen. Das 2003 angekündigte und erst 2013 fertig eingeführte System steht damit vor dem definitiven ... mehr... Linux, München, limux Bildquelle: LiMux Project Linux, München, limux Linux, München, limux LiMux Project

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Jau, Kosten... die mit FOSS höher werden, während Interopabilität eher sinkt. Tolles Argument. Kann ja nur von Politikern stammen.

Nächstes Mal die Anwender in Ruhe lassen damit und "nur" das Backend umstellen. Reicht schon und mit was Glück spart man dann tatsächlich.
 
@RalphS: Ich kann die Beamten total verstehen, auf Windows Verzichten, aber auf ein modernes Office? ich arbeite nicht gerne wieder mit Office 97, das tut weh.
Sich selbst Support liefern zu müssen ist in DE auch nicht gerade billig und gut, dafür sind unsere lustlosen fachinformatiker einach nicht gut ausgebildet.
 
@Alexmitter: Man ist damals u.a. deshalb zu Linux gewechselt, weil die Software veraltet war. Jetzt wechselt man zu Windows, u.a. weil die Software veraltet ist. Irgendwas sagt mir, dass die Software in einigen Jahren wieder veraltet sein wird.
Aber irgendein Geschenk musste Microsoft ja bekommen, um sie zum Umzug in die Stadt zu bewegen.
 
@TiKu: Microsoft ist von einem vorort in die innenstadt gezogen.
 
@Alexmitter: Richtig, deshalb bekommt jetzt München die Steuergelder und nicht mehr Unterschleißheim.
 
@Alexmitter: du läßt dich also weiter mit allen möglichen tricks von ms schröpfen...
mit einem produkt das def nicht mehr kann als viel billigere konkurrenzprodukte...
was den support betrifft, auch da sitzt ms nicht gerade am billigen ende...
da mußt du wie das beispiel xp zeigt dann richtig was abdrücken wenn die relativ kurzen supportzeiträume abgelaufen sind...
und ohne neue hw geht natürlich auch nix mehr...
letzteres war ja auch einer der hauptgründe für die einführung von limux...
 
@Rulf: die relativ kurzen Supportzeiträume? 10 Jahre sind "relativ kurz"? Welcher Hersteller bietet denn bitte für dich längere Supportzeiträume?
Das Produkt kann definitiv nicht mehr? Schon mal Outlook ernsthaft eingesetzt? OneNote? Sharepoint? Exchange? Am besten alles zusammen, miteinander verbunden? Wer sonst kann das? Und dann auch noch preiswerter, nicht billiger?
 
@Rulf: Die Supportzeiträume von MS sind eigentlich ziemlich lang, meist über 10 Jahre. Das findet man bei anderen Anbietern eher selten. Allerdings scheint man bei LiMux organisatorische Gründe getarnt als technische Gründe vorzuschieben, um Korruption zu verheimlichen.
 
@TiKu: Es war sicher von enormen wert für München das MS von einem vorort in die Innenstadt gezogen ist. Vieleicht bin ich ja blind oder habe keine so blühende Fantasie, aber ich kann mir da keine Korruption zusammenreimen.
 
@Alexmitter: Überleg mal an wen Microsoft bisher Steuern gezahlt hat und an wen sie jetzt zahlen.
 
@Rulf: MS Office kann definitiv mehr als alle anderen Officepakete zusammen. Zudem hat sich MS Office nun mal als Standard etabliert.
Und nicht irgendein nachgebautes Geschwurbel.
 
@Rulf: Es kann sehr wohl mehr: Es ist sehr viel einfacher zu bedienen. Daheim habe ich auch lange Openoffice verwendet und es hat mir "eigentlich" gereicht was funktionalität anging. Aber die ribbons sind halt einfach angenehmer.
 
@RalphS: Und was soll man am Backend umstellen, damit man Geld spart und keine Funktionen verliert? AD mit Samba machen? Lohnt preislich nicht. Durch was willst du die Kombination aus Exchange und Sharepoint ersetzen? Wie willst du die Windows Clients managen und Software verteilen, wenn das Backend ohne Windows läuft? SCCM fällt dann flach.
Ich weiß nicht, an welcher Stelle du da gerne sparen möchtest. Es klingt aber so, als wäre es nicht ganz durchdacht.
 
@der_ingo: Machbar wäre das schon. Aber billiger wirds dadurch auch nicht. Das ist eine Utopie.
Das kannst den Hobby-ITlern hier aber nicht erklären weil sie gar nicht die kompletten Zusammenhänge erkennen können.
 
@der_ingo: Ist ja schön, daß Dir Optionen einfallen, wo es nicht sinnvoll wäre. Aber die Welt besteht nicht nur aus Benutzerverwaltung. Es gibt aber auch noch Hosts für VMs, Datenbankserver, Webserver uvam.
 
@RalphS: sicher, es muss ja auch nicht alles MS sein. Nur wird halt dann die Sache teilweise auch komplexer, je mehr verschiedene Systeme dabei sind - und das kostet oft eben mehr. Insofern ist es schwierig, einfach mal so "das Backend" umzustellen.

Hier werkeln auch unterschiedliche Systeme, VMware, Linux, und das halt dort, wo es sich ergänzt. Aber das kann nie ideologisch sein, sondern muss immer danach gehen, was das beste Mittel zum Zweck ist.

Wenn deine Welt von Clients und Anwendungen auf Windows läuft, dann ist es in den meisten Fällen schlicht sinnvoll, die Mehrzahl der Server im Hintergrund ebenfalls auf Windows laufen zu haben.
 
@der_ingo: Komischerweise hat nichtmal die Studie, die von einem sehr Microsoft-nahen Unternehmen durchgeführt wurde, einen Komplettwechsel auf Windows empfohlen.
Wir fahren bei uns auch Mischbetrieb: Viele Server auf Linux, die Clients auf Windows. Früher war alles Windows und das lief absolut besch...eiden. Windows ist einfach kein Serversystem.
 
@TiKu: mein Kommentar bezog sich nicht auf irgendeine Studie, sondern auf den Kommentar von RalphS, der meinte, man könne sparen, wenn man das Backend auf Linux umstellen würde.
 
@der_ingo: Nein verdammich, das meinte er NICHT. Steht auch nicht mal ansatzweise da.

RalphS meint nur, und dabei bleibt er auch, daß man für den Einsatzzweck das Passende auswählen sollte und nicht stattdessen etwas Vorgesetztes mit Macht irgendwie passend zu machen.

Warum soll ich nen Apache auf Windows laufen lassen? Ja, klar geht das,aber ist komplett idiotisch. Dasselbe für MySQL und was weiß ich nicht noch. Mit MSSQL hätte ich bis vor kurzem andersherum argumentiert, aber hab inzwischen nicht mehr den Überblick, wie gut das auf Linux läuft und ob man da ggf was von hat oder nicht. Trotzdem, wie anderswo in einem anderen Kontext angedeutet: mein AD lasse ich mir auch nicht von nem Samba stützen und ob ich jetzt einen WSUS oder eine Exchangeinfrastruktur in Linux nachbaue... naja.

Klar schlägt sich das am Ende irgendwie auf die Kosten nieder, aber, und hier ist der Knackpunkt: die einfache Wahl der Umgebung steht da erst am Ende und nicht am Anfang. Ob ich jetzt - übertrieben - 0 Euro in MySQL und dann 30'000 in die jährliche Haltung investiere oder aber 20'000 Euro in eine MSSQL-Enterpriselizenz und dann 10'000 Euro in die jährliche Haltung, das kann ich zwar erstmal noch in etwa überblicken ob und wann sich das amortisiert, aber wenn ich kein MSSQL-Fachpersonal hab, dann hat das auch Auswirkungen, und analog wenn ich kein MySQL-Fachpersonal hab. Dazu kommen Eigenheiten - hab ich schon was im Haus? Müßte ich umdisponieren wegen Plattformwechsel? Gibt es bereits plattformspezifische Implementierungen oder dergleichen? Hab ich Clients da, die das eine oder andere benötigen? Wenn meine Betriebsumgebung nach einer Schnittstelle X verlangt und nur dafür zertifiziert ist,dann hab ich Pech, dann muß ich eben in den Apfel beißen und ganz genau DIE Software nehmen und die Plattform dazu, und wenn es hundertmal teurer wird; wenn ich diese dämliche Zertifizierung benötige und die GIBTS aber nur da und dort für, naja dann muß ich.

Und so weiter.

Geld kommt dann hinten dran, wenn man sieht, aha die Option hab ich und die Option hab ich auch, und so und so wird sich das entwickeln und die und die Folgekosten gibt es, dann kann man das entscheiden.

Vorher aber nicht, und wenn man von anfang an sagt "es muß aber Sun JAVA in Version 1.2 sein, weil Oracle ist scheiße und PERL verstehen wir nicht", naja dann darf man sich hinterher nicht beschweren, wenn man mit ein bißchen Investition und Überntellerrandgucken die eine oder andere Million hätte sparen können.
 
@RalphS: und ich hätte "Nächstes Mal die Anwender in Ruhe lassen damit und "nur" das Backend umstellen. Reicht schon und mit was Glück spart man dann tatsächlich." irgendwie so interpretiert, dass du das Backend umstellen würdest, um Geld sparen zu wollen. Na, muss ich wohl völlig falsch gelesen haben... ;-)

In München hat man halt damals nicht pragmatisch sondern ideologisch gearbeitet. Man wollte Linux. Und musste dann feststellen, dass das gar nicht überall geht. Und es viel teurer ist, wenn man zwei Plattformen parallel betreiben muss. Und damit rudert man zurück. Ich hoffe, dass die Entscheidung jetzt etwas pragmatischer getroffen wird.

Ansonsten stimme ich dir zu deinem Beitrag jetzt ja zu. Das Werkzeug ergibt sich aus der Aufgabe. Schrieb ich ja auch oben schon.
 
@RalphS: Mit Glück kommst in der IT aber nicht weit.
Also hast du auch keine Ahnung, was bei einem kompletten System und Softwarewechsel für ein Rattenschwanz hintedran hängt.
Und wenn ich mir die GUIS und das Handling von Linux so ansehe, dann leben die Linuxer auch in einer eigenen Blase und haben vom Rest der Welt null Plan.
Linux ist weder massentauglich noch ein Ersatz für etwas anderes.
Checken diese verklärten Tastaturjunkies aber nicht. Die sind noch schlimmer wie die Applesekte.
Linux sind nur feuchte Träume von ein paar Realitätsverweigerern. Wie man dieser mikropromillegemeinschaft so viel Aufmerksamkeit schenken kann ist mir einfach unbegreiflich.
 
@LastFrontier: naja, die Sichtweise ist aber auch übertrieben...
im Serversektor gibt es sehr wohl zig Anwendungen in denen Linux Sinn macht...
so viel, dass sogar Microsoft und Amazon die größeren teile mit Linux bestückt haben.

Aber für Gesamtkonzeptes und vorallem clientseitig kommt man an Microsoft kaum vorbei!
 
@LastFrontier: Wenn eine Plattform für einen Einsatzzweck besser geeignet ist als eine andere, dann nehm ich nicht mit Zwang die weniger geeignete. Daß man dafür den Schwanz hinten kennen sollte, hätte spätestens bei eben dieser Bewertung klar werden müssen - wie will ich sonst entscheiden, was die bessere Eignung *für den Zweck* tatsächlich IST?

Da, wo Anwender arbeiten müssen, hat man eben diesen Anwender mit zu berücksichtigen, sonst zäumt man den Schimmel vom falschen Ende auf.
 
@LastFrontier: Ich kann verstehen, dass dir Linux im Desktopbereich nicht taugt.
Deine Aussage: "Linux ist weder massentauglich noch ein Ersatz für etwas anderes." ist allerdings falsch. Linux ist seit Jahren im Massenmarkt und besitzt einen erstaunlichen Marktanteil, von dem Microsoft nur träumt.
Selbst du wirst sehr wahrscheinlich auf etlichen Geräten Linux verwenden.
Beispiele sind (vermutlich): dein Router, dein TV, dein Tablet/Smartphone, dein DVD-Player ...
Wenn dich das Thema interessiert, kann ich dir https://de.wikipedia.org/wiki/Linux-Einsatzbereiche empfehlen.
 
@erso: Das einzige Gerät das Linux drauf hat ist bei mir tatsächlich der Router. Ansonsten habe ich das nirgendwo. Linux braucht im Grunde kein Mensch.
 
@LastFrontier: Sicher? Im Bereich High-Performance-Computing ist Linux de facto Standard, alle Cluster, die ich verwende, sind Linux-Systeme, auf meiner Arbeit sind auch die Desktops entsprechend Linux-Systeme. Unter Windows existieren nicht einmal alle in dieser Branche verwendeten Tools ...
 
@SegFault: Das ist kein problem da Windows Nativ Linux Anwendungen ausführen kann.
 
@Alexmitter: Auch solche mit GUI?
 
wie sich alle wegen den 20 Millionen einkacken...
klar ist das für nen Privatmann viel. Aber wenn ich bedenke, was wir (in dem Unternehmen in welchen ich beschäftigt bin) Alleine an Oracle Lizenzen zahlen halte ich für ein paar hundert Arbeitsplätze das eher ein schnäppchen...

und es sind ja deutlich mehr als ein paar hundert ...
klar wärs cool wenn man "auch nur n paar tausend sparen könnte" aber viel ist das nun mal trotzdem nicht...
=> und für alle die nicht aus Bayern kommen, fasst euch mal an die eigene Nase was die "Landesbilanz" aus staatlicher Sicht angeht :-)
 
@bear7: Ist ja auch Oracle ;-)
Irgendwie zweifel ich auch an dass da "nur" 19 Millionen verpulvert wurden.
 
@Bautz: naja, ich geh davon aus, dass man die 19 Millionen "schön" gerechnet hat und man sozusagen die Basiskosten <- welche man so oder so gebraucht hätte, bereits abgezogen hat... und wenn man die schön rechnet, kann man da pro Arbeitsplatz pro Jahr gut mal 2000 - 5000€ Rechnen (Bei uns kostet der Standard Büroarbeitsplatz [auf der EDV-Seite inkl. Service, Hardware und Basis-Software] etwa 4500€ im Jahr) <- und da sind noch nicht mal die Kosten für z.B. Sharepoint und Exchangeserver eingerechnet (macht aber bei 4000 Arbeitsplätzen garnicht mal so viel aus).

Fakt ist, hier wird eine Schlacht der "Gläubigen" geführt... das eigentliche Problem, worüber man sprechen sollte: Fühlt sich der Mitarbeiter wohl, wie kann man ihm gut tun, was muss Investiert werden um die "work live balance" zu optimieren...
=> Wir leben hier in Deutschland. Geld ist nicht unser Problem... Burn out, Soziale probleme (insbesondere Familien & Co.) und Stress sind unsere Hauptprobleme!
 
@bear7: "worüber man sprechen sollte: Fühlt sich der Mitarbeiter wohl..." - Exakt. Wie heißt es so schön: Wichtig ist, was hinten raus kommt. Und da ist das Limux-Projekt ein Paradebeispiel, dass man komplett versagt hat. Man hat einen Systemwechsel als Ziel vorgehabt und wollte dann die Mitarbeiter daran anpassen. Jeder erfahrene Projektleiter wird jetzt den Kopf schütteln. So ist ein Projekt nur sehr schwer zum Erfolg zu bringen. Vernünftig wäre es, wenn man die Arbeit / Wertschöpfung als Ziel nimmt und dann analysiert, was man dazu braucht und dann die am besten passende Technologie wählt. Welche das ist, sollte aber niemals die Vorgabe sein.
 
Geheim, schon klar!

https://www.golem.de/news/limux-rollback-kosten-fuer-windows-umstieg-in-muenchen-bleiben-geheim-1711-131016.html
 
Bestes Beispiel für "gute" Zusammenarbeit zwischen Politik und Lobby. Wer da mit wem kuschelt wurde im Vorfeld ja schon oft genug aufgezeigt.
 
@blume666: Hat Linus da persönlich gekuschelt?
 
Es ist so schön zu sehen, wie der schon vor Jahren abgeflachte Linux-Hype nun auch in München endgültig in der Versenkung verschwindet.

Schrott für 0 € ist selbst geschenkt zu teuer.
 
Also ich habe mehrfach versucht mich mit Linux anzufreunden, aber letztendlich bin ich zu dem Schluss gekommen: Wozu? Jede Linux-Distro die ich ausprobiert habe, hat mich irgendwann vor ein Problem gestellt, dass unter Windows längst gelöst ist und das Rumgefummel über das Terminal tue ich mir nicht mehr an; zu MS Dos-Zeiten habe ich genug so etwas durchgemacht und einfach keinen Bock mehr darauf. Linux benutzen nur um "cool" zu sein? Ne, sicherlich nicht.
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