Nikon: Smartphones kosten 2.200 Angestellten den Arbeitsplatz

Die in Sachen Fotografie immer besser werdenden Smartphones haben jetzt mehrere tausend weiterer Arbeitsplätze auf dem Gewissen. So stellt es zumindest Nikon dar, wenn die Schließung eines kompletten Werkes gerechtfertigt werden muss, durch die rund ... mehr... Dslr, Nikon, D7500 Bildquelle: Nikon Dslr, Nikon, D7500 Dslr, Nikon, D7500 Nikon

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Die Hersteller haben vereinzelt auch nicht dazu beigetragen, dass der Kompaktkamera-Markt attraktiv bleibt. Das Problem hat nicht nur Nikon.

Die spiegellose J-Serie von Nikon mit einem 1-Zoll-Bildsensor und Wechselobjektiven war für mich von Anfang an ein teures und unattraktives Nieschenprodukt. Schlimm nur, dass man 5 Generationen herausbringen musste, bis man den Fehler selber bemerkt hat.

Ähnlich läuft es aus meiner Sicht auch bei der Canon EOS M Serie. Modell M1 und M2 hatten nur minimale Veränderungen, wobei M5 und M6 langsam ernstzunehmender sind. Was am meisten stört, sind die vielen einfachen EF-M Objektive. Da kann ich auch zu einer EOS 750er Serie mit Kit-Objektiv greifen.

Die Einsteigerkameras (bis 150 €) sind zwar wesentlich günstiger geworden, um den Smartphones Konkurrenz zu machen, jedoch hat sich die Bildqualität im Vergleich zu Kameras von vor einigen Jahren deutlich verschlechtert. Manche 5-8 Megapixel Einsteigerkameras, die 10 Jahre alt sind, liefern detailreichere und rauscharmere Fotos als die heutigen Einsteigerkameras mit 20 Megapixel in der bis 150 € Preisklasse. Da braucht man sich nicht zu wundern, warum die neuen Geräte keiner kaufen möchte! Ebenso brauche ich nicht die vielen Extrafunktionen der neuen Geräte (z.B. WLAN, GPS, großes Display, Megazoom), wenn das Bildergebnis nur mittelmäßig ist.
 
@masterjp: Kleine, anspruchslose Kameras wie die genannten "Einsteigerkameras" (da dürften vor allen Kompaktkameras mit gemeint sein) sind schlichtweg obsolet, zusätzlich zur Handykamera macht es einfach keinen Sinn noch weitere Hardware mitzunehmen. Dazu die Konnektivität des Smartphones, genau das, was der geneigte Instagrammer, Facebooker usw will.

Dass man für anspruchsvolle Aufgaben anspruchsvollere Hardware nimmt, ist davon natürlich unbenommen, aber es sind erschreckend wenige, die das brauchen und wollen.

Nikon hat da nur die Wahrheit ausgesprochen, die der Markt seit langem diktiert, und die Konsequenzen daraus gezogen.
 
@masterjp: So ist es - voll am Markt vorbeientwickelt, ohne den Kunden zu fragen oder überhaupt zu berücksichtigen. Na dann gehn sie eben unter...
 
Tja... dann sollten sich die etablierten Kamerahersteller wohl die Frage stellen, wie man mit Smartphone Herstellern Kooperationen eingehen kann um das abzufedern. Allerdings braucht es dafür auch die passende Technologie...
 
@lalanunu: Möglich ist vieles. Es fehlt doch nur am Willen der Forschung. Stattdessen jedes Jahr alte Technik in ein neues Gehäuse mit neuen Modell Namen, spart deutlich Kosten und bringt somit mehr Gewinn.
 
@lalanunu: Was willst Du da groß an Kooperationen eingehen? Bildsensoren fertigt Nikon nicht - das machen Canon, Sony (inkl. Ankauf der Toshiba-Sparte), Samsung und noch ein paar andere. Die "Objektive" in Smartphones sind Cent-Artikel, da ist keine nennenswerte Marge.

Bei Kompaktkameras war Nikon der Anbieter der Kamera und damit auch die Partei, die pro Stück wohl die höchste Marge in der Produktkette hatte. Um jetzt Zulieferer für Smartphones zu werden müssten sie das Know-How erwerben und die Fertigung hochziehen, die sie all die Jahre (aus Kostengründen?) ausgelagert haben. Das ist unrealistisch.

Ich denke das viel größere Problem für Nikon ist, dass sie in DEN zwei Wachstumsmärkten bei Kompaktkameras keinen Fuß in die Tür bekommen: Edel-Kompaktkameras (Sony CyberShot RX-Serie, Canon PowerShot G-Serie, Fujifilm X70/X100) und Superzooms/Bridge-Kameras. Denn während die Verkaufszahlen bei Kompakten seit Jahren rückläufig sind, steigt der ASP rasant an. Leider hat Nikon bei der DL-Serie das Handtuch geworfen.
 
@Stratus-fan: So machen wie Huawei. Die Kooperation mit Leica bezieht sich ja auch nur auf die Software-Seite, also die reine Bildbearbeitung.
 
@sky-yoshi: Nein, das ist falsch. Leica bekommt vor allem Geld dafür, dass der Name auf der Verpackung und dem Smartphone kleben darf. Zudem unterstützt man Huawei bei der Software und Linsen-Konstruktion.

Das reicht aber vorne und hinten nicht, um die Marge von Millionen verkauften Kompaktkameras aufzufangen.
 
Also ich bin nicht schuld :-). Habe auch noch eine Nikon-Kamera.
Finde halt doch, dass eine Kamera dann doch noch die besseren Bilder gegenüber einem Smartphone macht.
Besonders im Zoombereich.

Ist aber auch keine mit Wechselobjektiv.

Aber klar die billigen Einsteigerkameras werden gut und gerne vom Smartphone überrundet.
 
Nicht die Smartphones sondern Nikon selbst kostet den Arbeitsplatz: Entwicklung verschlafen und auf Lorbeeren ausruhen bringt den Untergang. War immer so, wird immer so sein.
 
@Lofi007: Was mir als Nikon-Fan echt sorgen macht ist dass Sony mit der Alpha-Serie (Angefangen mit der Alpha 6000 bis hoch zur A7) ein hervorragendes Spiegelloses System aufbaut, und Nikon in dem Bereich einfach nix nennenwertes hat. Ich hoffe da kommt noch was, sonst siehts düster aus.

Das Smartphone wird in absehbarer Zeit zwar zum "guten Knippsen" ausreichen, also das was man bisher mit der Kompakten gemacht hat. Was sie demnächst aber nicht können werden ist Bridge- und Systemkameras ersetzen.
 
@Bautz: Sony ist aber auch nicht das gelbe vom Ei. Man will schliesslich mehr von seiner Kamera. Ich kaufe sie mir unter anderem auch deshalb, weil ich damit 4K Videos machen kann. Leider bringt Sony keine 5 Minuten zusammen, ohne dass die Kamera überhitzt und sich abschaltet. Ich warte schon seit 2 Jahren auf ein funktionierendes Modell.
 
@Lofi007: Ok, das wusste ich nicht. Allerdings habe ich mit meiner Nikon bisher auch nur ein einziges mal ein kurzes Filmchen gedreht.
 
@Bautz: habe eine Alpha 6000-und bin absolut zufrieden. Wer z.B. große Fotos braucht- zum ausdrucken oder für Poster; oder eben auch mal ein hochauflösendes Bild will, kommt weiterhin nicht um richtige Kameras herum. Die Sony Alpha 6000 ist schön kompakt, rel. leicht und macht extrem gute Bilder, ist richtig schnell und hat eben auch WLAN. So kann man unterwegs die Bilder direkt aufs Smartphone schicken oder die Kamera via SP fernbedienen-funktioniert auch wirklich zuverlässig.
Vermutlich wird sich das Kamerageschäft ausdünnen und mehr Vielfalt an Zubehör wie natürlich Objektive für Halb- oder Profis bieten. Eine Vollformat schleppt man eigentlich nur noch als Profi mit sich rum. Und alles andere wie Schnappschüsse erledigen SP. Die Systemkamera sehe ich als noch sehr lange als gutes Geschäftsfeld.
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