Google löscht App für die Abstimmung zur Unabhängigkeit Kataloniens
Seit kurzem sind die Wahllokale zu der umstrittenen Abstimmung über die Unabhängigkeit der Region Katalonien von Spanien geöffnet. Das Referendum wurde vom spanischen Staat verboten, und nun musste auch Google sich einer dementsprechenden Gerichtentscheidung beugen und eine App löschen.
Die App "On Votar 1-Oct" musste, wie das Onlinemagazin Neowin berichtet, aus dem spanischen Google Play Store entfernt werden, da sie unterstützend zu dem offiziell verbotenen Referendum Informationen über Wahllokale anbot. Laut einer richterlichen Entscheidung unterstützte die App mit ihren angebotenen Informationen die Abhaltung des Referendums am 1. Oktober, fördert und erleichtert damit den Zugang zu dieser umstrittenen Wahl.
Heute wollen die Menschen in Katalonien über die Abspaltung von Spanien entscheiden. Der Termin für das Referendum wurde im Juni festgelegt, seither gibt es massiven Streit um die Durchführung. Spanien hatte laut Medienberichten zuletzt die Computersysteme zerstören lassen, mit denen die Abstimmung ausgewertet werden sollte. Die Polizei hat zudem heute den Auftrag, die Abstimmungen zu verhindern indem man den Zugang zu den Wahllokalen verwehrt.
Die Gegner des Referendums führen vor allem die gesetzlich verankerte Unteilbarkeit des spanischen Staates als Argument gegen die Abstimmung. Bindende Kraft hätte die Wahl heute so oder so nicht. Das spanische Verfassungsgericht hat die Abstimmung außerdem bereits für illegal erklärt.
Siehe auch: Konzern-Hickhack: Google sperrt YouTube-Zugriff für Amazon Echo Show
Politischer Spielball
Die Anbieter der App sind über die angeordnete und durchgeführte Löschung natürlich empört. Da die App im Grunde nur die Standorte von Wahllokalen bereitstellt, ist aus ihrer Sicht nicht erkenntlich, inwiefern die Löschung aus dem Play Store gerechtfertigt sein könnte. Gegen die Nutzungsbedingungen von Google habe man nicht verstoßen. Stattdessen wird, so die Entwickler, mit Hilfe von Google lediglich politische Zensur betrieben, indem man den Informationsfluss unterdrückt. Google hatte zuvor schon Webseiten aus dem Suchindex entfernt.Heute wollen die Menschen in Katalonien über die Abspaltung von Spanien entscheiden. Der Termin für das Referendum wurde im Juni festgelegt, seither gibt es massiven Streit um die Durchführung. Spanien hatte laut Medienberichten zuletzt die Computersysteme zerstören lassen, mit denen die Abstimmung ausgewertet werden sollte. Die Polizei hat zudem heute den Auftrag, die Abstimmungen zu verhindern indem man den Zugang zu den Wahllokalen verwehrt.
Die Gegner des Referendums führen vor allem die gesetzlich verankerte Unteilbarkeit des spanischen Staates als Argument gegen die Abstimmung. Bindende Kraft hätte die Wahl heute so oder so nicht. Das spanische Verfassungsgericht hat die Abstimmung außerdem bereits für illegal erklärt.
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Thema:
Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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