Namens-Wirrwarr: AOL und Yahoo sollen ab Sommer "Oath" heißen

Logo, Suchmaschine, Yahoo Bildquelle: Yahoo
Der derzeitige AOL-Chef Tim Armstrong hat indirekt Medienberichte bestätigt, nach denen der Mutterkonzern Verizon plant, Yahoo und AOL gemeinsam als "Oath" zu verschmelzen. Beide Internet-Urgesteine wären dann schon bald auch als große Marken am Ende. Offizielle Pläne wurden von Verizon zwar noch nicht verkündet, dafür haben sich aber bereits die ersten Gerüchte von Montag bestätigt. Das Online-Magazin BusinessInsider hatte berichtet, dass es mit dem Erhalt der beiden weltweit bekannten Marken Yahoo und AOL bald schon ein Ende haben könnte. Die Informationen dazu hatte das Magazin aus internen Quellen, heißt es.

AOL bestätigt das Gerücht

Der Plan sei nach der abgeschlossenen Übernahme von Yahoo durch Verizon sofort als neue Digital-Abteilung unter neuem Namen mit AOL zusammenzulegen. Anschließend bestätigte das AOL-Chef Tim Armstrong bei Twitter. Armstrong schrieb zwar nicht, dass AOL und Yahoo Geschichte seien - er nannte beide Namen gar nicht - dafür brachte er den neuen Namen ins Spiel: Oath. Oath heißt so viel wie Eid; Armstrongs Ankündigung "Take the Oath" so viel wie "Leiste den Schwur". Spekulationen zufolge sollen die beiden alten Marken nur noch kurzfristig gebraucht werden, bis Oath Fuß gefasst habe.

Übernahme fast abgeschlossen

Verizon will die Übernahme von Yahoo schon bald abschließen und die Unternehmen dann zu einem neuen Konzern verschmelzen. Oath soll die neue Dachmarke für die Medien-Abteilung bei Verizon werden, hieß es weiter. Erwartet wird der Abschluss im Juni. Yahoo war zuletzt mehr in die Schlagzeilen geraten, weil man trotz aller Verluste und großen Datenlecks der Chefin Marissa Mayer eine in vielen Augen unverschähmt hohe Abfindung zahlen will. Dass man den Namen Yahoo loswerden will, ist gar nicht so unwahrscheinlich, denn er steht nur noch für Pleiten, Pech und Pannen.

Der Telekommunikations-Riese Verizon hatte bereits vor rund zwei Jahren die Übernahme von AOL abgeschlossen. Damals bezahlte das Unternehmen 4,4 Milliarden US-Dollar. Für Yahoo ist etwas mehr, nämlich 4,8 Milliarden US-Dollar über den Tisch gegangen.

Siehe auch: Marissa Mayer: Fette Abfindung für das Herunterwirtschaften von Yahoo

sentifi.com

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