Apple/Foxconn-Werk in den USA:
Roboter statt teurer Arbeitskraft
Die Planungen für ein Foxconn-Werk in den USA haben in den letzten Wochen konkretere Züge angenommen. Derzeit läuft alles auf eine gemeinsame Investition mit Apple hinaus. Und es scheint auch Lösungen zu geben, wie man die im Vergleich zu China wesentlich höheren Kosten für Arbeitskraft in den Griff bekommt.
Laut einem Bericht des japanischen Wirtschaftsblattes Nikkei geht es inzwischen um ein Investitionsvolumen von 7 Milliarden Dollar, die die Foxconn-Mutter Hon Hai Precision Industry gemeinsam mit Apple aufbringen will. Produziert werden sollen Displays. Foxconn arbeitet schon länger daran, einen entsprechenden Produktionszweig aufzubauen, um bei einer der wichtigsten Komponenten unabhängiger von Zulieferern zu werden.
"Apple ist bereit eine gemeinsame Investition in das Werk zu tätigen, weil sie die Panels ebenfalls benötigen", erklärte Terry Gou, der Aufsichtsratschef des taiwanischen Auftragsfertigers. Insgesamt, so fügte er hinzu, könnten in den USA zwischen 30.000 und 50.000 Arbeitsplätze entstehen - allerdings nicht durch das Werk allein, sondern durch verschiedene Foxconn-Aktivitäten.
Das ist für US-Verhältnisse zwar eine große Menge, aber für Foxconn-Verhältnisse eine eher mittelmäßige Größenordnung. In den Debatten um eine Produktion in den USA hatten immer wieder das höhere Lohngefüge und verschiedene weitere Probleme im Vergleich zu China eine Rolle gespielt. So ist es dort beispielsweise weitaus schwieriger, mit saisonal stark schwankenden Mitarbeiterzahlen im Bereich zehn- bis hunderttausender Beschäftigter zu arbeiten.
Wenn die Trump-Regierung die Ansiedlung eines Foxconn-Werkes in den USA als Ergebnis ihres neuen Protektionismus' feiern will, wird sie das aber auch einiges kosten. Gou ließ recht unmissverständlich durchblicken, dass man natürlich ein Entgegenkommen beim Kauf von Bauland, bei den Steuern und auch den Energiekosten erwarte, so dass die Fertigung nicht wesentlich teurer als in China wird.
Und das Oberhaupt der Foxconn-Mutter machte auch in aller Deutlichkeit klar, dass die USA letztlich längst keine alles entscheidende Rolle mehr spielt. Natürlich, so führte er aus, halte man an den geplanten Investitionen in China fest. "China ist der größte Markt der Welt und warum sollten wir weniger für den größten aller Märkte tun?", so Gou. Das gilt schlicht nicht nur für Foxconn, sondern in zunehmendem Maße auch für Apple. Der kalifornische Konzern generiert inzwischen ein Fünftel seines weltweiten Umsatzes in dem Land.
iPhone-Produktion bei Foxconn Roboter ersetzen 60.000 Mitarbeiter
"Apple ist bereit eine gemeinsame Investition in das Werk zu tätigen, weil sie die Panels ebenfalls benötigen", erklärte Terry Gou, der Aufsichtsratschef des taiwanischen Auftragsfertigers. Insgesamt, so fügte er hinzu, könnten in den USA zwischen 30.000 und 50.000 Arbeitsplätze entstehen - allerdings nicht durch das Werk allein, sondern durch verschiedene Foxconn-Aktivitäten.
Das ist für US-Verhältnisse zwar eine große Menge, aber für Foxconn-Verhältnisse eine eher mittelmäßige Größenordnung. In den Debatten um eine Produktion in den USA hatten immer wieder das höhere Lohngefüge und verschiedene weitere Probleme im Vergleich zu China eine Rolle gespielt. So ist es dort beispielsweise weitaus schwieriger, mit saisonal stark schwankenden Mitarbeiterzahlen im Bereich zehn- bis hunderttausender Beschäftigter zu arbeiten.
Die USA sind nicht das Wichtigste der Welt
Daher wird man keinesfalls die Endfertigung von Smartphones in den USA platzieren, da hier die Produktionsmengen über das Jahr zu stark variieren. Die Fertigung von Displays sei hingegen durchaus sinnvoll, weil man hier wesentlich konstanter arbeiten und die Produkte auch vor Ort verkaufen kann. Hinzu kommt, dass die Zahl der Beschäftigten längst nicht eine solch hohe Relation zu der Produktionsmenge haben wird wie es in China der Fall wäre - denn weite Teile der Panel-Fertigung lassen sich inzwischen mit Robotern automatisieren.Wenn die Trump-Regierung die Ansiedlung eines Foxconn-Werkes in den USA als Ergebnis ihres neuen Protektionismus' feiern will, wird sie das aber auch einiges kosten. Gou ließ recht unmissverständlich durchblicken, dass man natürlich ein Entgegenkommen beim Kauf von Bauland, bei den Steuern und auch den Energiekosten erwarte, so dass die Fertigung nicht wesentlich teurer als in China wird.
Und das Oberhaupt der Foxconn-Mutter machte auch in aller Deutlichkeit klar, dass die USA letztlich längst keine alles entscheidende Rolle mehr spielt. Natürlich, so führte er aus, halte man an den geplanten Investitionen in China fest. "China ist der größte Markt der Welt und warum sollten wir weniger für den größten aller Märkte tun?", so Gou. Das gilt schlicht nicht nur für Foxconn, sondern in zunehmendem Maße auch für Apple. Der kalifornische Konzern generiert inzwischen ein Fünftel seines weltweiten Umsatzes in dem Land.
iPhone-Produktion bei Foxconn Roboter ersetzen 60.000 Mitarbeiter
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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