Netflix spricht sich scharf gegen Datengrenzen und Drosselung aus
Der Streaming-Riese Netflix ist derzeit der Datenverbraucher Nummer 1 im Netz, weshalb es nicht überrascht, dass das Unternehmen gegen Drossel-Praktiken ist. Denn Netflix hat nun die US-Kommunikationsbehörde FCC aufgerufen, gegen Provider, die solche Obergrenzen einführen und durchsetzen, vorzugehen.
Netflix ist eine Marktmacht, die im Internet-Geschäft viel mitzureden hat. Das liegt daran, dass immer mehr Menschen statt auf klassisches lineares Fernsehen auf On-Demand-Streaming setzen und Filme und Serien auf Netflix, Amazon und Co. konsumieren. In den USA, aber auch im deutschsprachigen Raum werden Daten-Obergrenzen mit anschließender Drosselung gleichzeitig immer verbreiteter.
Netflix hat aber natürlich kein Interesse daran, dass die Kunden irgendwann einmal einen "Filmriss" haben, weil das Datenlimit erreicht ist. Deshalb hat sich das Unternehmen laut einem Bericht von DSLReports (via Neowin) an die Federal Communications Commission (FCC) gewandt und bei der Behörde die Praxis zu Datenlimits beanstandet.
Interessanterweise spricht sich Netflix nicht nur gegen jegliche Traffic-Einschränkungen in Bezug auf Leitungs-basiertes Breitband aus, sondern beklagt auch "niedrige Obergrenzen" im mobilen Bereich. Netflix wirft den ISPs vor, dass die Grenzen vielfach keinen legitimen Zweck hätten und ein ineffektives Netzwerk-Management-Tool seien. Drosselung sei ein künstliches Hindernis, meint Netflix, für das es technisch längst keine Notwendigkeit mehr gebe.
Ob Netflix damit Erfolg hat, ist eine andere Frage, da die FCC bislang wenig bis kein Interesse hatte, gegen solche "Data Caps" vorzugehen. Allerdings wird Streaming immer mehr zum Standard bzw. populärer, weshalb auch die FCC womöglich ihren Standpunkt ändern könnte. Für Europa hat das natürlich keine unmittelbaren Folgen, eine Vorbildwirkung der USA ist aber nicht ausgeschlossen oder besser gesagt könnte Netflix auch bei uns entsprechenden Druck ausüben.
Netflix hat aber natürlich kein Interesse daran, dass die Kunden irgendwann einmal einen "Filmriss" haben, weil das Datenlimit erreicht ist. Deshalb hat sich das Unternehmen laut einem Bericht von DSLReports (via Neowin) an die Federal Communications Commission (FCC) gewandt und bei der Behörde die Praxis zu Datenlimits beanstandet.
"Kein legitimer Zweck"
In einem offiziellen Schreiben an die FCC stellt Netflix fest: "Datengrenzen, insbesondere niedrige, sowie Nutzungs-basierte Preisgestaltung halten die Konsumenten von der Breitband-Nutzung ab und können es den Haushalten erschweren, Internet-Fernsehen auf eine Art und in einem Umfang zu schauen, wie sie es möchten."Interessanterweise spricht sich Netflix nicht nur gegen jegliche Traffic-Einschränkungen in Bezug auf Leitungs-basiertes Breitband aus, sondern beklagt auch "niedrige Obergrenzen" im mobilen Bereich. Netflix wirft den ISPs vor, dass die Grenzen vielfach keinen legitimen Zweck hätten und ein ineffektives Netzwerk-Management-Tool seien. Drosselung sei ein künstliches Hindernis, meint Netflix, für das es technisch längst keine Notwendigkeit mehr gebe.
Ob Netflix damit Erfolg hat, ist eine andere Frage, da die FCC bislang wenig bis kein Interesse hatte, gegen solche "Data Caps" vorzugehen. Allerdings wird Streaming immer mehr zum Standard bzw. populärer, weshalb auch die FCC womöglich ihren Standpunkt ändern könnte. Für Europa hat das natürlich keine unmittelbaren Folgen, eine Vorbildwirkung der USA ist aber nicht ausgeschlossen oder besser gesagt könnte Netflix auch bei uns entsprechenden Druck ausüben.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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