Amazon baut in Berlin jetzt seinen eigenen Lieferdienst auf
Der Online-Händler Amazon verlässt sich hierzulande nicht mehr länger auf die klassischen Logistiker und beginnt mit dem Aufbau eines eigenen Netzes für die Paketzustellung. Nach einem Pilotprojekt in München geht es in Berlin nun richtig los.
Im nördlichen Berliner Stadtteil Tegel bildet eine 15.000 Quadratmeter große Anlage das Zentrum des neuen Lieferdienstes. Aktuell hat Amazon hier schon die ersten 7.000 Quadratmeter bezogen und richtet diese ein, berichtete die Deutsche Verkehrs-Zeitung (DVZ). Die in München gemachten Erfahrungen wurden im Vorfeld ausgewertet und so ergeben sich in Berlin verschiedene Änderungen.
So mussten die Fahrer in München die Pakete für ihre Tour noch selbst zusammenstellen. In Berlin sollen nun aber 40 Beschäftigte im Logistikzentrum die Zusammenstellung übernehmen und am jeweiligen Tor bereithalten. Der Fahrer muss die Kisten dann nur noch in seinen Transporter räumen. Im Durchschnitt soll ein Fahrzeug so acht Minuten früher losfahren können.
Es werden aber nicht alle Berliner damit rechnen können, dass demnächst ein direkt von Amazon geschickter Kurier mit der Ware vor der Tür steht. Die ganze Stadt könne man von Tegel aus nicht abdecken - sie ist dafür schlicht zu groß. Die Konzentration liegt daher auf den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf und Mitte. Bis zu 10.000 Warensendungen sollen täglich ausgeliefert werden.
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So mussten die Fahrer in München die Pakete für ihre Tour noch selbst zusammenstellen. In Berlin sollen nun aber 40 Beschäftigte im Logistikzentrum die Zusammenstellung übernehmen und am jeweiligen Tor bereithalten. Der Fahrer muss die Kisten dann nur noch in seinen Transporter räumen. Im Durchschnitt soll ein Fahrzeug so acht Minuten früher losfahren können.
Kooperation mit Speditionen
Amazon stellt die Fahrer selbst auch nicht direkt ein. Diese werden von externen Speditionen entsandt. Dafür arbeitet der Handelskonzern vor Ort mit den Firmen AZ Logistik, DRS Postservice, Interkep, Liefery und TVS Autoserv zusammen. Das Unternehmen sorgt allerdings dafür, dass alles zusammenpasst - so wird vorgegeben, welches Fahrzeug genau eingesetzt werden muss, damit alle geplanten Lieferungen hineinpassen und auch keine halbleeren Autos losfahren. Gestellt werden angepasste Navigations-Anwendungen und die von ihnen benötigte Hardware. Wenn die benötigte Energie-Infrastruktur gebaut ist, sollen auch elektrisch betriebene Transporter eingesetzt werden.Es werden aber nicht alle Berliner damit rechnen können, dass demnächst ein direkt von Amazon geschickter Kurier mit der Ware vor der Tür steht. Die ganze Stadt könne man von Tegel aus nicht abdecken - sie ist dafür schlicht zu groß. Die Konzentration liegt daher auf den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf und Mitte. Bis zu 10.000 Warensendungen sollen täglich ausgeliefert werden.
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