iPad Pro Teardown: iFixit zeigt das neue Komponenten-Layout
Kleber, Kleber und noch mehr Kleber macht die Reparatur des neuen iPad Pro einmal wieder schwerer als nötig. Das haben die Reparaturspezialisten von iFixit herausgefunden, als sie in bekannter Manier das neue Apple Riesen-Tablet auseinandergenommen haben.
In Deutschland wird das neue iPad Pro ab morgen, 13.11., offiziell im Handel erhältlich sein. Erste Kunden haben ihr Pro aber schon in der Post gehabt. Und auch iFixit konnte sich schon ein Gerät sichern, um es in Einzelteile zu zerlegen. Das Teardown der neuen iPad-Generation brachte aber noch einige andere Aspekte ans Tageslicht. Neben einer Menge PowerStrip-Klebeverbindungen, die in Teilen die Lötverbindungen ersetzen, überraschte das iPad Pro vor allem durch sein aufgeräumtes Inneres. Apple setzt auf kombinierte Komponenten und senkt die Anzahl der einzelnen Bauteile auf ein Minimum.
Man erkennt dadurch deutlich, dass für die kommenden Generationen,...
... noch gut Platz wäre für einen besseren, großen Akku oder für mehr Speicher.
Beispiel Display: Dort sind LCD-Panel und Schutzglas fest verbunden. Bei einem nicht unüblichen Schaden am Displayglas muss komplett ausgetauscht werden. Zudem kritisiert iFixit, dass der Verbund gerade dort schwierig ist, da das Displayglas beim Öffnen des iPads für eine Reparatur schnell beschädigt wird.
Bei Touch ID und NFC-Controller-Chip greift Apple für das iPad Pro auf Komponenten zurück, die schon im iPhone 6 von 2014 zum Einsatz kamen.
Mehr dazu: Apple-Chef Cook: iPad Pro ersetzt PCs & Laptops und das ist gut so
In Sachen Reparaturfreundlichkeit vergibt iFixit für das iPad Pro nach dem Teardown nur eine Punktzahl von 3 von 10 Punkten.
Apple iPad & iPad Pro Special Alle News, Videos und Fotos im Überblick
Man erkennt dadurch deutlich, dass für die kommenden Generationen,...
... noch gut Platz wäre für einen besseren, großen Akku oder für mehr Speicher.
Neues Komponenten-Layout - aufgeräumter geht's nicht
Allerdings geht dieser Kombinationswahn zu Lasten der Reparatur. Im Falle einer Beschädigung muss immer eine ganze Gruppe ausgetauscht werden. Für Apple mag das einfacher zu realisieren sein, es treibt aber die Kosten für Ersatzteile in die Höhe und grenzt die Möglichkeiten für Bastler stark ein.Beispiel Display: Dort sind LCD-Panel und Schutzglas fest verbunden. Bei einem nicht unüblichen Schaden am Displayglas muss komplett ausgetauscht werden. Zudem kritisiert iFixit, dass der Verbund gerade dort schwierig ist, da das Displayglas beim Öffnen des iPads für eine Reparatur schnell beschädigt wird.
Komponenten
Der Blick ins Innere enthüllt die verwendeten Bauteile. Dabei sind zwei jeweils 2 GByte LPDDR4-Speichermodule von SK Hynix und im Falle des geöffneten 32-GByte-iPads ein NAND Flash von Toshiba. Der Akku bietet 10307 mAh oder 38,8 Wattstunden, was laut iFixit im Vergleich zum iPad Air 2 ein Plus von 40 Prozent darstellt. Dem großen Akku soll es auch geschuldet sein, dass Apple so stark auf die kombinierten Bauteile setzt. So wurde mehr Platz durch den Verbund geschaffen.Bei Touch ID und NFC-Controller-Chip greift Apple für das iPad Pro auf Komponenten zurück, die schon im iPhone 6 von 2014 zum Einsatz kamen.
Mehr dazu: Apple-Chef Cook: iPad Pro ersetzt PCs & Laptops und das ist gut so
Kurzes Fazit, Reparaturfreundlichkeit passé
Den vielen Kleber, mit dem viele Hersteller ihre Geräte verbauen, ist man ja schon fast gewohnt. Warum Apple beim neuen iPad Pro nach einigen Verbesserungen bei anderen Geräten wieder auf so viele feste Klebeverbindungen setzt, die nicht gelöst werden können, ist unverständlich. So können einige Teile nur als Verbund ausgetauscht werden, was eine Reparatur teuerer macht. Der Smart Connector zum Beispiel, der das neue Smart Keyboard im Querformat am iPad festhält, ist fest am Gehäuse und kann so nicht einzeln getauscht werden. Er dürfte aber eine Schwachstelle sein.In Sachen Reparaturfreundlichkeit vergibt iFixit für das iPad Pro nach dem Teardown nur eine Punktzahl von 3 von 10 Punkten.
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Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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