Facebook: Sparsamere Werbung bringt viel mehr Geld ein
Das Social Network Facebook kann jetzt eindeutig als Anbieter von Mobile-Anwendungen bezeichnet werden. Die Seite für klassische Browser spielt im Geschäft des Unternehmens nur noch eine untergeordnete Rolle. Der überwiegende Teil der Werbeeinnahmen und Nutzer kommen inzwischen über Smartphones.
Infografik: Facebook: Desktop- und Mobile-Nutzer
Doch nicht nur hier zeigen die aktuell veröffentlichten Bilanzen eine signifikante Verschiebung gegenüber den letzten Jahren. Während die Nutzer sich bisher vor allem mit Textbeiträgen ausdrückten, spielen Videos nun eine sehr große Rolle bei den Inhalten auf der Plattform. Rund vier Millionen Clips werden inzwischen täglich gestreamt - deutlich mehr als bisher, was ein Stück weit auch damit zu tun haben dürfte, dass das Abspielen automatisch beginnt, wenn der jeweilige Nutzer nicht direkt weiterscrollt.
Unter dessen konnte das Unternehmen sein bisheriges Wachstum erst einmal nicht im gewohnten Umfang aufrecht erhalten. Allerdings zeigen sich Branchenbeobachter davon wenig besorgt. Denn dies liegt nicht an einem sinkenden Interesse der Werbekunden, sondern an klaren Konzepten zur Weiterentwicklung des Geschäfts. So investiert Facebook aktuell größere Summen in die Foto-Community Instagram.
Bei der Vorstellung der Bilanzen führte Firmengründer Mark Zuckerberg auch aus, dass man zwar durchaus mehr Werbung schalten könne, aber überhaupt kein Interesse daran habe, die Nutzer mit Reklame zu überfluten. Statt dessen suche man lieber nach besseren Möglichkeiten, Werbung so zu platzieren, dass sie auch für die Anwender interessant ist. "Das primäre Ziel ist die Steigerung der Qualität. So sieht die Strategie für das Wachstum unseres Geschäfts aus", erklärte Zuckerberg.
Dass man hier auf einem guten Weg ist, belegen die Zahlen im Detail. Im Jahresvergleich konnte Facebook die durchschnittlichen Einnahmen mit einer einzelnen Anzeige um satte 285 Prozent ausbauen - und dies, obwohl die Zahl der einzelnen Auslieferungen um 62 Prozent geringer war.
Der Umsatz des Konzerns kletterte so im Jahresvergleich insgesamt um 42 Prozent auf 3,54 Milliarden Dollar. Die Erwartungen wurden damit knapp verfehlt, doch das Management verwies darauf, dass die schlechte Entwicklung der Wechselkurse - insbesondere zum Euro - hier mit rund 188 Millionen Dollar negativ zu Buche schlug. Der Nettogewinn fiel mit 512 Millionen Dollar nicht mehr ganz so hoch aus wie im letzten Jahr, als 642 Millionen Dollar erreicht wurden.
Infografik: Facebook: Desktop- und Mobile-Nutzer
Doch nicht nur hier zeigen die aktuell veröffentlichten Bilanzen eine signifikante Verschiebung gegenüber den letzten Jahren. Während die Nutzer sich bisher vor allem mit Textbeiträgen ausdrückten, spielen Videos nun eine sehr große Rolle bei den Inhalten auf der Plattform. Rund vier Millionen Clips werden inzwischen täglich gestreamt - deutlich mehr als bisher, was ein Stück weit auch damit zu tun haben dürfte, dass das Abspielen automatisch beginnt, wenn der jeweilige Nutzer nicht direkt weiterscrollt.
Unter dessen konnte das Unternehmen sein bisheriges Wachstum erst einmal nicht im gewohnten Umfang aufrecht erhalten. Allerdings zeigen sich Branchenbeobachter davon wenig besorgt. Denn dies liegt nicht an einem sinkenden Interesse der Werbekunden, sondern an klaren Konzepten zur Weiterentwicklung des Geschäfts. So investiert Facebook aktuell größere Summen in die Foto-Community Instagram.
Bei der Vorstellung der Bilanzen führte Firmengründer Mark Zuckerberg auch aus, dass man zwar durchaus mehr Werbung schalten könne, aber überhaupt kein Interesse daran habe, die Nutzer mit Reklame zu überfluten. Statt dessen suche man lieber nach besseren Möglichkeiten, Werbung so zu platzieren, dass sie auch für die Anwender interessant ist. "Das primäre Ziel ist die Steigerung der Qualität. So sieht die Strategie für das Wachstum unseres Geschäfts aus", erklärte Zuckerberg.
Dass man hier auf einem guten Weg ist, belegen die Zahlen im Detail. Im Jahresvergleich konnte Facebook die durchschnittlichen Einnahmen mit einer einzelnen Anzeige um satte 285 Prozent ausbauen - und dies, obwohl die Zahl der einzelnen Auslieferungen um 62 Prozent geringer war.
Der Umsatz des Konzerns kletterte so im Jahresvergleich insgesamt um 42 Prozent auf 3,54 Milliarden Dollar. Die Erwartungen wurden damit knapp verfehlt, doch das Management verwies darauf, dass die schlechte Entwicklung der Wechselkurse - insbesondere zum Euro - hier mit rund 188 Millionen Dollar negativ zu Buche schlug. Der Nettogewinn fiel mit 512 Millionen Dollar nicht mehr ganz so hoch aus wie im letzten Jahr, als 642 Millionen Dollar erreicht wurden.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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