Waschmaschinen-Randale auf der IFA:
Jetzt Razzia bei LG in Seoul
Beim südkoreanischen Elektronikkonzern LG wurde dieser Tage die Polizei vorstellig. Hintergrund dessen ist ein Vorfall auf der IFA in Berlin, in deren Umfeld Manager des Unternehmens in verschiedenen Elektronik-Märkten Waschmaschinen des Konkurrenten Samsung beschädigt haben sollen.
Die nun stattgefundene Durchsuchung von LG-Büros steht wohl im Zusammenhang mit der bevorstehenden Elektronikmesse CES in Las Vegas. Samsung soll zum passenden Zeitpunkt die Staatsanwaltschaft in Seoul aufgefordert haben, die Vorfälle in Berlin zu untersuchen. Offenbar will man so Druck auf den Konkurrenten aufbauen und auch dafür sorgen, dass sich ähnliche Vorfälle nicht wiederholen.
Die eingesetzten Beamten sollen unter anderem beim Leiter der Haushaltsgeräte-Abteilung LGs, Jo Seong-jin, Akten und Computer beschlagnahmt haben. Aber auch andere Mitarbeiter des Unternehmens seien betroffen gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. In einer Fabrik in der Stadt Changwon, wo LG entsprechende Produkte herstellt, sei die Polizei ebenfalls aufgetaucht.
"Unser Unternehmen - ein weltweit tätiges Unternehmen - wurde aufgrund einseitiger und überzogener Vorwürfe eines Konkurrenten durchsucht", hieß es in einer Stellungnahme der Konzernführung LGs. Man sei besorgt darüber, dass auf diesem Weg der Geschäftstätigkeit und dem Ansehen des Konzerns Schaden zugefügt werden soll.
Der Vorgang ist dabei nur ein Ausdruck des immer schärfer werdenden Konkurrenzkampfes zwischen Samsung und LG. Samsung ist dabei allerdings im Vorteil, da das Unternehmen wesentlich größer ist und über sehr gute Verbindungen in die südkoreanische Politik verfügt.
Die eingesetzten Beamten sollen unter anderem beim Leiter der Haushaltsgeräte-Abteilung LGs, Jo Seong-jin, Akten und Computer beschlagnahmt haben. Aber auch andere Mitarbeiter des Unternehmens seien betroffen gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. In einer Fabrik in der Stadt Changwon, wo LG entsprechende Produkte herstellt, sei die Polizei ebenfalls aufgetaucht.
"Unser Unternehmen - ein weltweit tätiges Unternehmen - wurde aufgrund einseitiger und überzogener Vorwürfe eines Konkurrenten durchsucht", hieß es in einer Stellungnahme der Konzernführung LGs. Man sei besorgt darüber, dass auf diesem Weg der Geschäftstätigkeit und dem Ansehen des Konzerns Schaden zugefügt werden soll.
Die Gegenseite schweigt
Von der Gegenseite gab es bisher keine offiziellen Worte zu dem Vorgang und auch die Staatsanwaltschaft äußerte sich erst einmal nicht. Der Vorfall in Berlin hatte allerdings dazu geführt, dass sich die beiden Unternehmen gegenseitig verklagten. Außerdem wurde einigen LG-Mitarbeitern von den südkoreanischen Behörden die Reise zur CES untersagt.Der Vorgang ist dabei nur ein Ausdruck des immer schärfer werdenden Konkurrenzkampfes zwischen Samsung und LG. Samsung ist dabei allerdings im Vorteil, da das Unternehmen wesentlich größer ist und über sehr gute Verbindungen in die südkoreanische Politik verfügt.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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