Erneute EU-Untersuchung:
Beschwerde wegen O2 und E-Plus-Fusion
Wie die WirtschaftsWoche berichtet, soll es nun doch noch ein Hindernis auf dem Weg der Fusion von O2 und E-Plus geben. Aus den Kreisen der beiden Unternehmen soll es Hinweise auf eine neue Untersuchung durch die EU-Kommission gegeben haben.
Die EU-Kommission hatte eigentlich bereits im Juli über Auflagen zum Zusammenschluss der Unternehmen entschieden. Damit war der Weg bereitet worden, und alles sah nach einem geordneten Verfahren aus. Nun soll sich laut WiWo der Konkurrent United Internet eingeschaltet haben, um die Fusion von O2 und E-Plus unter weiteren Gesichtspunkten prüfen zu lassen.
United Internet soll sich mehrfach bei der EU-Kommission beschwert haben und so letztlich auf eine erneuerte Beratung gepocht haben. Dabei sollen neue Unterlagen eine Rolle spielen, die beweisen sollen, dass Telefónica einen Teil der Verhandlungen nur zum Schein geführt hatte.
Eine erneute Untersuchung, dieses mal mit dem Fokus auf die vorvertraglichen Vereinbarungen, könnte den bislang kommunizierten Zeitplan für beide Unternehmen ganz schön durcheinanderwirbeln.
Sobald die Fusion der beiden Mobilfunkunternehmen vollzogen wird, wäre das neue Unternehmen die neue Nummer 1 auf dem Mobilfunkmarkt in Deutschland. Dass das die Konkurrenz auf den Plan ruft, war von vornherein klar. Nun scheint es aber erst kurz vor dem offiziellen Anschluss der Fusion noch einmal ordentlich zu rumoren.
Inwieweit ein häufig zitiertes Ungleichgewicht durch den Zusammenschluss tatsächlich forciert wird, kann aber niemand mit letzter Gewissheit im Vorfeld sagen.
Ungereimtheiten im Vorfeld des Vertragsabschlusses
Die WirtschaftsWoche schreibt, dass "einige Ungereimtheiten im Vorfeld des Vertragsabschlusses zwischen Telefónica und Drillisch aufzuklären" seien. Die EU-Kommission werde daher nochmals beraten. Die Geschäfte zwischen Telefónica und Drillisch sind deshalb relevant, da sich Telefónica verpflichtet hatte, im Zuge der Fusion E-Plus Shops und Netzkapazitäten an den Mitbewerber Drillisch abzugeben. Doch was als Machtabgabe verstanden wurde und werden sollte, soll in Wirklichkeit schon zuvor als eine verstärkte Zusammenarbeit in Deutschland vereinbart worden sein.United Internet soll sich mehrfach bei der EU-Kommission beschwert haben und so letztlich auf eine erneuerte Beratung gepocht haben. Dabei sollen neue Unterlagen eine Rolle spielen, die beweisen sollen, dass Telefónica einen Teil der Verhandlungen nur zum Schein geführt hatte.
Eine erneute Untersuchung, dieses mal mit dem Fokus auf die vorvertraglichen Vereinbarungen, könnte den bislang kommunizierten Zeitplan für beide Unternehmen ganz schön durcheinanderwirbeln.
Sobald die Fusion der beiden Mobilfunkunternehmen vollzogen wird, wäre das neue Unternehmen die neue Nummer 1 auf dem Mobilfunkmarkt in Deutschland. Dass das die Konkurrenz auf den Plan ruft, war von vornherein klar. Nun scheint es aber erst kurz vor dem offiziellen Anschluss der Fusion noch einmal ordentlich zu rumoren.
Ungleichgewicht
O2 und E-Plus haben in Deutschland mit Stand von Oktober 2013 über 43 Millionen Mobilfunkanschlüsse gemeldet, was deutlich mehr ist, als Telekom oder Vodafone aktuell verwalten.Inwieweit ein häufig zitiertes Ungleichgewicht durch den Zusammenschluss tatsächlich forciert wird, kann aber niemand mit letzter Gewissheit im Vorfeld sagen.
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