Gamescom: Deutscher Branchen-Nachwuchs mit starkem Auftritt
Was seinerzeit in der Praxis immer wieder weniger elegant aussah, funktioniert heute am Gamepad ganz entspannt aus dem Handgelenk: Mit den hinteren Trigger-Tasten des Controllers bewegt man abwechselnd jeweils den linken oder den rechten Fuß, was natürlich gutes Timing erfordert. Mit einem der Buttons auf der Oberseite schwingen wir eine Keule in Richtung der Mafiosi, die uns bereits mit Maschinengewehren erwarten.
Das außergewöhnliche Spielgefühl sowie die für ein studentisches Projekt sehr ansprechende Optik auf Basis der Unreal Engine machen Lust auf weitere Levels, von denen es bislang aber leider nur drei gibt.
Der Schwierigkeitsgrad ist dabei zwar knackig, aber auch fair, sodass man sich schnell in einen Geschwindigkeitsrausch spielt, bei dem Gamepad wie Kamera im Sturzflug ordentlich rütteln. Visuell machen die Studenten die (Zeit-)Not zur Tugend und setzen auf einen "Low-Poly" genannten Stil, bei dem sich kantige Modelle und pastellige Farbflächen zu einem ästhetisch ansprechenden Gesamtbild zusammenfügen. Corvus ist kurzweilig, schön und nervenaufreibend, es ist sicherlich ein Spiel, das enorm von Oculus-Rift-Unterstützung profitieren würde.
Neben der HTW Berlin überzeugte auch die Howest-Hochschule mit ihrem Studiengang "Digital Arts and Entertainment". Kleiner Wermutstropfen für die deutsche Branche: Die Howest Hochschule sitzt in Belgien. Nach kurzer Rücksprache mit den Standbetreibern wurde aber schnell klar, dass sicherlich etliche Talente ihren Weg in deutsche Studios finden werden.
Die Indie-Szene bleibt also weiterhin überaus spannend, denn jedes Jahr vergrößert sich das Studienangebot im Games-Bereich in Deutschland und auch ganz Europa. Gleichzeitig ist klar zu erkennen, dass Qualität und Einfallsreichtum bei diesen studentischen Projekten mit jedem Jahr einen großen Schritt nach vorne machen.
Corvus
Nur mit einem Bogen ausgestattet, fliegt bzw. rauscht man in Corvus in der Ego-Perspektive durch eine urbane Landschaften und holt schwarze Seelengeister vom Himmel, die einen anderenfalls zu Fall bringen würden. Im Mittelpunkt des Gameplays stehen allerdings hauptsächlich das Ausweichen und Einsammeln und nicht etwa Ballern.Der Schwierigkeitsgrad ist dabei zwar knackig, aber auch fair, sodass man sich schnell in einen Geschwindigkeitsrausch spielt, bei dem Gamepad wie Kamera im Sturzflug ordentlich rütteln. Visuell machen die Studenten die (Zeit-)Not zur Tugend und setzen auf einen "Low-Poly" genannten Stil, bei dem sich kantige Modelle und pastellige Farbflächen zu einem ästhetisch ansprechenden Gesamtbild zusammenfügen. Corvus ist kurzweilig, schön und nervenaufreibend, es ist sicherlich ein Spiel, das enorm von Oculus-Rift-Unterstützung profitieren würde.
Survival Management
Survival Games waren zuletzt ein ganz großer Trend in der Indie-Szene. Das HTW-Projekt mit dem eingängigen Titel "Survival Management" reiht sich hier ein, überzeugt jedoch mit einer ansehnlichen und interessant stilisierten Grafik. An den Mechaniken müssen die Macher jedoch noch ein wenig feilen. Insgesamt holt aber auch dieses Projekt mit seinen begrenzten personellen Ressourcen so einiges aus der neuesten Unreal Engine heraus.Die Kunst der Spiele
Neben rund zehn weiteren Games (überwiegend für Android und PC) stellte die HTW Berlin erstmalig auch eine große Menge Spiele-Kunst zur Schau. Aus Kursen wie "Character Design" und "Environment Design" gab es zahlreiche studentische Arbeiten zu sehen und deren Niveau überraschte uns positiv.Neben der HTW Berlin überzeugte auch die Howest-Hochschule mit ihrem Studiengang "Digital Arts and Entertainment". Kleiner Wermutstropfen für die deutsche Branche: Die Howest Hochschule sitzt in Belgien. Nach kurzer Rücksprache mit den Standbetreibern wurde aber schnell klar, dass sicherlich etliche Talente ihren Weg in deutsche Studios finden werden.
Die Indie-Szene bleibt also weiterhin überaus spannend, denn jedes Jahr vergrößert sich das Studienangebot im Games-Bereich in Deutschland und auch ganz Europa. Gleichzeitig ist klar zu erkennen, dass Qualität und Einfallsreichtum bei diesen studentischen Projekten mit jedem Jahr einen großen Schritt nach vorne machen.
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