Deutscher Computerspielpreis wird nach 2014-Fiasko überarbeitet
Der Deutsche Computerspielpreis sollte eigentlich die immer wichtigere Spiele-Branche ehren und fördern, die diesjährige Ausgabe der bereits zuvor kritisierten Auszeichnung führte zu einem Eklat: Jury-Mitglieder traten zurück und auch die Preisträger waren alles andere als unumstritten. Die Veranstalter wollen nun Konsequenzen ziehen.
Dass der Preis an Machtspielen und politischem Einfluss litt, wird nicht erwähnt, stattdessen wolle man damit "den veränderlichen Marktbedingungen und den Erfahrungen aus den zurückliegenden Jahren Rechnung" tragen.
"Wir wollen uns von einer technischen Betrachtung lösen und mehr auf Inhalte abstellen. Besonders herausragende kreative Leistungen und eine hohe Innovationskraft eines Spiels sind für uns deutlich auszeichnungswürdiger, als die Tatsache, dass ein Spiel auf dem einen oder anderen Gerät genutzt werden kann", so Geschäftsführer Thorsten Unger.
Der Computerspielpreis will sich künftig vor allem am Deutschen Filmpreis orientieren, und das auch im Hinblick auf die Finanzierung und Höhe des Preisgeldes. Das vollständige Positionspapier ist auf der GAME-Webseite als PDF zu finden.
Neues Positionspapier
Das diesjährige Debakel beim Deutschen Computerspielpreis soll sich nicht wiederholen, schreibt GAME, der Bundesverband der deutschen Games-Branche e.V., in einer heute veröffentlichten Pressemitteilung. Natürlich verwendet man nicht das Wort Debakel, sondern teilt mit, dass man per "Positionspapier maßgebliche Eckpunkte für eine zeitgemäße Weiterentwicklung" vorgelegt habe.Dass der Preis an Machtspielen und politischem Einfluss litt, wird nicht erwähnt, stattdessen wolle man damit "den veränderlichen Marktbedingungen und den Erfahrungen aus den zurückliegenden Jahren Rechnung" tragen.
Alle Spiele, auch USK-18-Titel, sollen Beachtung finden
Linda Breitlauch, Mitglied des GAME-Vorstands, erklärt, wie man das schaffen will: "Die zentralen Eckpunkte des Papiers sind eine Stärkung der Fachjurys, die vorbehaltslose Einbeziehung sämtlicher digitaler Spiele mit Alterskennzeichnung (also auch einer USK 18-Wertung) und die Erhöhung der nationalen Identität des Preises." Ein wesentlicher Punkt ist hier auch eine grundlegende Überarbeitung im Hinblick auf die einzelnen Kategorien."Wir wollen uns von einer technischen Betrachtung lösen und mehr auf Inhalte abstellen. Besonders herausragende kreative Leistungen und eine hohe Innovationskraft eines Spiels sind für uns deutlich auszeichnungswürdiger, als die Tatsache, dass ein Spiel auf dem einen oder anderen Gerät genutzt werden kann", so Geschäftsführer Thorsten Unger.
Der Computerspielpreis will sich künftig vor allem am Deutschen Filmpreis orientieren, und das auch im Hinblick auf die Finanzierung und Höhe des Preisgeldes. Das vollständige Positionspapier ist auf der GAME-Webseite als PDF zu finden.
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