Speicher-Spürhund soll Kampf gegen Kinderpornographie optimieren
Während zahlreiche Polizeibehörden bei der Suche nach Drogen und Sprengstoffen auf speziell ausgebildete Hunde setzen, hat man im US-Bundesstaat Rhode Island nun ein weiteres Einsatzgebiet für die vierbeinigen Helfer gefunden: Die Suche nach Speichermedien.
Bei den dortigen Behörden hat gerade ein Labrador namens "Thoreau" den Dienst angetreten. Dieser hat zuvor über 22 Wochen eine Ausbildung absolviert und ist nun darauf spezialisiert, externe Festplatten, USB-Sticks und andere Speichermedien aufzuspüren, die an versteckten Orten aufbewahrt werden, berichtet das Providence Journal.
Bei den Polizeibehörden von Rhode Island hatte man sich für diesen Weg entschieden, nachdem der Bundesstaat sich in den letzten Jahren zu einer Drehscheibe für den Vertrieb von Kinderpornographie entwickelte. Die Zahl der Ermittlungsverfahren in dem Bereich steigen seit einiger Zeit immer weiter und es ist aufgrund der aktuellen Zahlen absehbar, dass es in diesem Jahr einen neuen Rekord gibt.
Der Hund ist dabei auf die spezifischen Gerüche konditioniert, die verschiedenen Speichermedien konstruktionsbedingt innewohnen. "Wenn es eine Speicherkarte enthält, wird er es aufspüren", erklärte der Hundeführer Detective Adam Houston. Selbst auf einige Entfernung ist der Labrador dabei erfolgreich - etwa wenn die Speicher hinter Deckenplatten verborgen sind. Auf diese Art wollen die Beamten nun in der Lage sein, bei Durchsuchungen selbst sehr gute Verstecke zu finden - und im Zweifelsfall werden so bei Unschuldigen letztlich wohl auch weniger Folgen hinterlassen, als wenn Polizisten beispielsweise auf herkömmliche Art überprüfen, ob beispielsweise hinter eine Wandverkleidung etwas verborgen ist.
Bei den Polizeibehörden von Rhode Island hatte man sich für diesen Weg entschieden, nachdem der Bundesstaat sich in den letzten Jahren zu einer Drehscheibe für den Vertrieb von Kinderpornographie entwickelte. Die Zahl der Ermittlungsverfahren in dem Bereich steigen seit einiger Zeit immer weiter und es ist aufgrund der aktuellen Zahlen absehbar, dass es in diesem Jahr einen neuen Rekord gibt.
Mehrere Metallschichten kein Problem
Um effektiver gegen Verdächtige vorgehen zu können, ist es nötig, schnell und sicher auch gut versteckte Speichermedien mit entsprechenden Inhalten zu finden. Dafür soll Thoreau zukünftig sorgen. Bei einem seiner ersten Praxis-Einsätze spürte dieser beispielsweise einen USB-Stick auf, der hinter mehreren Schichten Metall in einer Kiste in einem Stahlschrank aufbewahrt wurde. Mit den darauf befindlichen Beweisen konnte ein Haftbefehl durchgesetzt werden.Der Hund ist dabei auf die spezifischen Gerüche konditioniert, die verschiedenen Speichermedien konstruktionsbedingt innewohnen. "Wenn es eine Speicherkarte enthält, wird er es aufspüren", erklärte der Hundeführer Detective Adam Houston. Selbst auf einige Entfernung ist der Labrador dabei erfolgreich - etwa wenn die Speicher hinter Deckenplatten verborgen sind. Auf diese Art wollen die Beamten nun in der Lage sein, bei Durchsuchungen selbst sehr gute Verstecke zu finden - und im Zweifelsfall werden so bei Unschuldigen letztlich wohl auch weniger Folgen hinterlassen, als wenn Polizisten beispielsweise auf herkömmliche Art überprüfen, ob beispielsweise hinter eine Wandverkleidung etwas verborgen ist.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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