Nicht einmal iFixIt kann das Surface Pro 3 ohne Zerstörung öffnen
Microsofts neues Tablet Surface Pro 3 ist auch für Experten kaum reparierbar. Hinsichtlich der Möglichkeit an die einzelnen Komponenten herankommen und diese bei Bedarf austauschen zu können, erhielt das Gerät von iFixIt die denkbar schlechtesten Noten.
Auf der Skala der Bastler, bei denen 10 Punkte eine besonders leichte Reparierbarkeit verspricht, kommt das Surface Pro 3 lediglich auf eine 1. Es steht damit allerdings in einer Reihe mit seinen Vorgänger-Modellen. Denn wenn man das neue Tablet öffnet, ist man vor allem mit einem konfrontiert: Klebstoff.
Wie die iFixIt-Bastler berichten, ist es sogar problematisch, jene Komponenten auszutauschen, bei denen es am ehesten zu einem Defekt kommt. So lassen sich der Akku oder der integrierte Flash-Speicher nur sehr schwer wechseln. Und selbst den Experten, deren Hauptbeschäftigung es ist, Geräte auseinanderzubauen, brach beim Versuch, das Surface Pro 3 zu öffnen, erst einmal das Display durch.
Grundsätzlich gehen die Ingenieure bei Microsoft wohl davon aus, dass das Gerät bei einem Defekt letztlich einfach gegen ein neues Modell ausgetauscht wird. Allerdings ist dieser Ansatz, der wohl der hohen Kompaktheit geschuldet ist, auch nach dem Ableben des Gerätes ein Problem. Denn das Recycling der Komponenten setzt deren saubere Trennung voraus.
Vorbestellen: Microsofts Surface Pro 3
Wie die iFixIt-Bastler berichten, ist es sogar problematisch, jene Komponenten auszutauschen, bei denen es am ehesten zu einem Defekt kommt. So lassen sich der Akku oder der integrierte Flash-Speicher nur sehr schwer wechseln. Und selbst den Experten, deren Hauptbeschäftigung es ist, Geräte auseinanderzubauen, brach beim Versuch, das Surface Pro 3 zu öffnen, erst einmal das Display durch.
Viele Schrauben und Nichtstandard-Anschlüsse
Entsprechend schlecht stehen die Chancen für einen Laien, im Falle des Falles zur Selbsthilfe zu greifen. Wenn man es schafft, mit dem Klebstoff, der viele Komponenten an ihrem Platz hält, klarzukommen, bekommt man es dem Bericht zufolge mit einer ungewöhnlich hohen Zahl an Schrauben zu tun. Über 90 Stück müssen hier entfernt werden, um das Tablet in seine Einzelteile zu zerlegen. Bei vielen Bauelementen ist aber auch ein Austausch kaum möglich, wenn man die Hürden der Demontage überwunden hat. Hier verhindern dann in vielen Fällen nichtstandardisierte Anschlüsse die Integration eines Ersatzteils.Grundsätzlich gehen die Ingenieure bei Microsoft wohl davon aus, dass das Gerät bei einem Defekt letztlich einfach gegen ein neues Modell ausgetauscht wird. Allerdings ist dieser Ansatz, der wohl der hohen Kompaktheit geschuldet ist, auch nach dem Ableben des Gerätes ein Problem. Denn das Recycling der Komponenten setzt deren saubere Trennung voraus.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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