Iran blockt: Instagram auf der schwarzen Liste der Webdienste
Instagram steht laut Medienberichten auf der schwarzen Liste der Webangebote des Irans - die Regierung in Teheran soll die Blockade des Foto-Dienstes angeordnet haben. Bereits Anfang Mai hatte es ähnliche Berichte über die Blockade von WhatsApp, YouTube, Facebook und Twitter gegeben.
Irans Präsident Hassan Ruhani hatte sich dabei schon mehrfach öffentlich gegen Blockaden von sozialen Netzwerken ausgesprochen. Sein Urteil hat aber in dem islamisch geprägten Land wenig Macht, wenn die einflussreichen Religionsführer die Netzwerke oder auch andere Internetangebote verteufeln oder als Spionageangriff der USA einschätzen. Ruhani selbst nutzt wie auch weitere Regierungsangehörige die verschiedenen Netzwerke für Eigenwerbung und politische Verlautbarungen.
Keine Zensur, nur "Sicherheitsbedenken"
Wie Engadget berichtet, steht nun auch das mittlerweile zu Facebook gehörende Foto-Netzwerk Instagram auf der Verbotsliste im Iran. Es heißt, die Blockade des Dienstes stehe unmittelbar bevor. Angeordnet wurde die Sperre demnach aufgrund einer privaten Klage wegen der angeblichen Verletzung der Privatsphäre durch Instagram-Nutzer. Das Kommunikationsministerium soll nun laut Urteil eine Blockade gegen Instagram einrichten. Diese könnte schon Anfang der Woche in Kraft treten, heißt es bei ABC News. Allerdings gab es in der Vergangenheit mehrfach Androhungen von Sperren, die niemals durchgesetzt wurden.Irans Präsident Hassan Ruhani hatte sich dabei schon mehrfach öffentlich gegen Blockaden von sozialen Netzwerken ausgesprochen. Sein Urteil hat aber in dem islamisch geprägten Land wenig Macht, wenn die einflussreichen Religionsführer die Netzwerke oder auch andere Internetangebote verteufeln oder als Spionageangriff der USA einschätzen. Ruhani selbst nutzt wie auch weitere Regierungsangehörige die verschiedenen Netzwerke für Eigenwerbung und politische Verlautbarungen.
Online-Schlacht
2012 hatte der Iran mit dem Supreme Council of Cyberspace eine oberste Regierungsbehörde geschaffen, die das Internet überwachen soll. Daraus hat sich mittlerweile eine Online-Schlacht entwickelt, in der der Staat das iranische Volk und nicht das Internet überwacht. Erst in der zurückliegenden Woche war ein Fall bekannt geworden, in dem eine Gruppe von sechs jungen Iranern verhaftet wurde, nachdem sie ein Video im Internet veröffentlicht hatten, in dem sie zu Pharrell Williams Song "Happy" durch die Straßen tanzten.
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