TrashMail versucht Apple-Patentantrag anzufechten
Der Betreiber des deutschen E-Mail-Dienstes TrashMail.net versucht sich gegen eine Patentanmeldung des Computer-Konzerns Apple zur Wehr zu setzen, die faktisch die Funktionsweise seines Angebotes direkt nachempfindet.
Der Service bietet Nutzern die Möglichkeit, eine wegwerfbare E-Mail-Adresse zu erstellen und diese mit dem eigenen E-Mail-Account zu verbinden. So können sich Anwender einerseits bei Diensten im Internet anmelden, ohne befürchten zu müssen, das ihre eigentliche Adresse bei Spammern landet. Andererseits kommen Registrierungs-Bestätigungen bequem ins eigene Postfach.
TrashMail.net bietet diesen Dienst bereits seit dem Jahr 2002 an. Apple hat aber nun ein solches Verfahren als so genanntes Software-Patent beim US-Patent- und Markenrechtsamt angemeldet. TrashMail-Betreiber Stephan Ferraro aus Stuttgart befürchtet nun, dass es für sein Angebot langfristig das Aus bedeuten könnte, wenn der Antrag bestätigt wird.
Denn in der EU können - anders als in den USA - im Grunde keine Softwarepatente angemeldet werden. Und auf der anderem Seite des Atlantik hat sich Ferraro sein Modell nicht schützen lassen. Sollte Apples Patentantrag durchkommen, könnte dies bedeuten, dass TrashMail.net die Nutzung seines Dienstes durch US-Nutzer unterbinden müsste und auch die Gründung einer möglichen Zweigniederlassung in den USA wäre kaum mehr möglich.
Ferraro versucht daher nun bereits im Prüfprozess dafür zu sorgen, dass das Patentamt die Anmeldung zurückweist. "Ich bin leider wenig zuversichtlich, dass ich mich gegen einen so großen Konzern wie Apple wirklich zu Wehr setzen kann", sagte er. Dafür sei die Rechtsprechung in den USA und Europa viel zu unterschiedlich.
In der Angst des TrashMail.net-Betreibers dürfte aber auch etwas Kalkül liegen, sich als David vor dem US-Goliat zu präsentieren. Denn die von ihm eingereichten Unterlagen, Presseartikel und ein Wikipedia-Eintrag über den Dienst, dürften beim Patentamt wohl durchaus die Chance haben, den Eindruck zu erwecken, dass Apple hier nicht etwas Neues zu schützen versucht.
TrashMail.net bietet diesen Dienst bereits seit dem Jahr 2002 an. Apple hat aber nun ein solches Verfahren als so genanntes Software-Patent beim US-Patent- und Markenrechtsamt angemeldet. TrashMail-Betreiber Stephan Ferraro aus Stuttgart befürchtet nun, dass es für sein Angebot langfristig das Aus bedeuten könnte, wenn der Antrag bestätigt wird.
Denn in der EU können - anders als in den USA - im Grunde keine Softwarepatente angemeldet werden. Und auf der anderem Seite des Atlantik hat sich Ferraro sein Modell nicht schützen lassen. Sollte Apples Patentantrag durchkommen, könnte dies bedeuten, dass TrashMail.net die Nutzung seines Dienstes durch US-Nutzer unterbinden müsste und auch die Gründung einer möglichen Zweigniederlassung in den USA wäre kaum mehr möglich.
Ferraro versucht daher nun bereits im Prüfprozess dafür zu sorgen, dass das Patentamt die Anmeldung zurückweist. "Ich bin leider wenig zuversichtlich, dass ich mich gegen einen so großen Konzern wie Apple wirklich zu Wehr setzen kann", sagte er. Dafür sei die Rechtsprechung in den USA und Europa viel zu unterschiedlich.
In der Angst des TrashMail.net-Betreibers dürfte aber auch etwas Kalkül liegen, sich als David vor dem US-Goliat zu präsentieren. Denn die von ihm eingereichten Unterlagen, Presseartikel und ein Wikipedia-Eintrag über den Dienst, dürften beim Patentamt wohl durchaus die Chance haben, den Eindruck zu erwecken, dass Apple hier nicht etwas Neues zu schützen versucht.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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