1,2 Mio. $ für Fotos:
Auch Getty muss mal zahlen
Eigentlich ist die Foto-Agentur Getty Images meist in der Position, Geld für unrechtmäßig genutzte Bilder einzutreiben. Jetzt muss das Unternehmen zusammen mit der Nachrichtenagentur AFP selbst einmal zahlen.
Alles hatte seinen Anfang im Jahr 2010, als es auf Haiti zu einem schweren Erdbeben kam. Der Fotojournalist Daniel Morel war vor Ort und versorgte als einer der Ersten die Weltöffentlichkeit mit Bildern von der Katastrophe. Diese schickte er einfach über seinen Twitter-Account hinaus.
Weil offenbar noch keine Fotos in den offiziellen Pressequellen zu finden waren und man wohl auch selbst noch keine Reporter vor Ort hatte, griff die französische Nachrichtenagentur AFP beherzt zu. Ohne Einwilligung von Morel begann sie, die Aufnahmen über ihre eigenen Ticker weiterzuverbreiten. Vielleicht wäre es sogar jemandem aufgefallen, dass diese von einem Fotojournalisten stammen - allerdings hatte ein anderer Nutzer die Aufnahmen inzwischen weiterverbreitet und man nahm wohl an, sich bei einer nichtprofessionellen Privatperson zu bedienen.
Erst später wurde die Urheberangabe von der AFP korrigiert, doch zu diesem Zeitpunkt waren die Aufnahmen längst in die mit der Nachrichtenagentur gekoppelten Bilderdienste Getty, Wapix und ImageForum eingeflossen. Von dort griffen zahlreiche internationale Medien auf die Fotos zu und bezahlten entsprechende Lizenzgebühren. Allein Getty sollen so rund 820 Transaktionen zugute gekommen sein.
Seitens der AFP versuchte man die Schuld nun an den Twitter-Nutzer abzuschieben, der die Fotos ebenfalls unberechtigt weiterverbreitet hatte. Gegen diesen wollte Morel aber wohl nicht vorgehen - immerhin hatte er seine Aufnahmen ja der Twitter-Community auch zu Informationszwecken zur Verfügung gestellt. Da die Nachrichtenagentur aber auf ihrem Standpunkt beharrte, kam es letztlich zu einem Prozess vor Gericht.
Und letztlich wäre die AFP und Getty wohl günstiger weggekommen, wenn sie eine außergerichtliche Lösung gesucht hätten - so wie es auch einige US-Medienhäuser taten. Das zuständige New Yorker Bundesgericht hat dem Fotoreporter nun die höchstmögliche Summe von 1,2 Millionen Dollar zugesprochen.
Weil offenbar noch keine Fotos in den offiziellen Pressequellen zu finden waren und man wohl auch selbst noch keine Reporter vor Ort hatte, griff die französische Nachrichtenagentur AFP beherzt zu. Ohne Einwilligung von Morel begann sie, die Aufnahmen über ihre eigenen Ticker weiterzuverbreiten. Vielleicht wäre es sogar jemandem aufgefallen, dass diese von einem Fotojournalisten stammen - allerdings hatte ein anderer Nutzer die Aufnahmen inzwischen weiterverbreitet und man nahm wohl an, sich bei einer nichtprofessionellen Privatperson zu bedienen.
Erst später wurde die Urheberangabe von der AFP korrigiert, doch zu diesem Zeitpunkt waren die Aufnahmen längst in die mit der Nachrichtenagentur gekoppelten Bilderdienste Getty, Wapix und ImageForum eingeflossen. Von dort griffen zahlreiche internationale Medien auf die Fotos zu und bezahlten entsprechende Lizenzgebühren. Allein Getty sollen so rund 820 Transaktionen zugute gekommen sein.
Seitens der AFP versuchte man die Schuld nun an den Twitter-Nutzer abzuschieben, der die Fotos ebenfalls unberechtigt weiterverbreitet hatte. Gegen diesen wollte Morel aber wohl nicht vorgehen - immerhin hatte er seine Aufnahmen ja der Twitter-Community auch zu Informationszwecken zur Verfügung gestellt. Da die Nachrichtenagentur aber auf ihrem Standpunkt beharrte, kam es letztlich zu einem Prozess vor Gericht.
Und letztlich wäre die AFP und Getty wohl günstiger weggekommen, wenn sie eine außergerichtliche Lösung gesucht hätten - so wie es auch einige US-Medienhäuser taten. Das zuständige New Yorker Bundesgericht hat dem Fotoreporter nun die höchstmögliche Summe von 1,2 Millionen Dollar zugesprochen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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