Windows 8: Touchscreens machen Rechner teurer

Der US-Computerkonzern Dell geht davon aus, dass Touchscreens bei Laptops und Desktops trotz der Einführung von Windows 8 zunächst ein Premium-Feature bleiben werden, das nur bei einem geringen Anteil der Systeme zum Einsatz kommt.
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Wie Firmenchef Michael Dell laut 'ComputerWorld' jüngst anlässlich der Bekanntgabe der Quartalszahlen seines Unternehmens verlauten ließ, werden Notebooks und Desktops mit Touchscreen und Windows 8 natürlich mehr kosten als gleich ausgestattete Geräte ohne berührungsempfindliches Display.

Anfangs würden wohl vor allem teurere Systeme mit einem Touchscreen ausgerüstet sein, so Dells Prognose. Dies sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass die meisten Kunden einen neuen Rechner benötigen würden, um die Touch-Features sinnvoll nutzen zu können.

Aus Taiwan gab es eine Bestätigung von Dells Angaben. So berichtet der Branchendienst 'DigiTimes', dass die Preise von Notebooks mit Touchscreen im Vergleich zu weitgehend baugleichen Modellen ohne Touch jeweils mindestens 150 Dollar höher ausfallen werden.

Bei einem Notebook mit 13-Zoll-Display steigen die Komponentenkosten dem Bericht zufolge um 75 Dollar, während es bei 15 Zoll Diagonale rund 82 Dollar sind. Die Endpreise der entsprechenden Geräte würden dadurch um rund 150 beziehungsweise 164 Dollar höher sein.

Die Dell-Konkurrenten Acer und ASUS arbeiten angeblich bereits unter Hochdruck mit ihrem Zulieferern an neuen Notebooks mit Touchscreen. Auch bei HP und Lenovo soll die Entwicklung bereits seit längerer Zeit laufen. Für 2012 geht man im Fall von Acer und ASUS davon aus, dass die Touch-Notebooks einen Anteil von 10 Prozent an den Gesamtstückzahlen haben werden.

Marktbeobachter gehen davon aus, dass der Anteil der Touch-Systeme mit Windows 8 in diesem Jahr mit rund 5 Prozent der Gesamtlieferzahlen noch vergleichsweise gering bleibt. Erst ab dem kommenden Jahr wird mit einer wachsenden Verbreitung gerechnet, weil dann immer mehr Kunden neue Windows 8-Rechner kaufen dürften.

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