Microsoft: PC-Markt belastet das Windows-Geschäft

Der Software-Konzern Microsoft bekommt die Veränderungen auf dem PC-Markt zu spüren. Die deutlich gesunkenen Wachstumsraten, die schon die Hersteller von Windows-PCs zuletzt deutlich unter Druck setzte, belasten auch Microsofts Geschäft mit Windows-Lizenzen.
Microsoft, Gebäude, Headquarter
Microsoft
Die Einnahmen der Windows-Sparte legten dadurch um weniger als 2 Prozent auf 4,25 Milliarden Dollar zu. Für den gesamten PC-Markt lag die Steigerung der Absatzzahlen im letzten Jahresviertel bei 3,6 Prozent, wobei aber vor allem Apple von einer zunehmenden Nachfrage profitieren und die Verkäufe seiner Macs um 26 Prozent ausbauen konnte.

Hinzu kommen Berichte der PC-Hersteller, dass sich PCs und Notebooks zunehmend in Märkten wie China und Brasilien gut verkaufen. In diesen Regionen hat Microsoft aber auch deutlich stärker mit der illegalen Nutzung seiner Software zu kämpfen.

In anderen Bereichen läuft es für Microsoft dann aber doch deutlich besser. So steigerte die Business Division, in der unter anderem das Office-Paket angesiedelt ist, den Umsatz um 8 Prozent auf 5,62 Milliarden Dollar. Die Server & Tools-Sparte konnte die Einnahmen sogar um 10 Prozent auf 4,25 Milliarden Dollar ausbauen.

Wie Microsofts Finanzchef Peter Klein ausführte, konnten so dann doch Ergebnisse erzielt werden, die für ein erstes Geschäftsquartal Rekordwerte darstellen. 17,37 Milliarden Dollar vermeldete der Konzern - das sind 7 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Daraus resultierte ein um 6 Prozent auf 5,74 Milliarden Dollar gestiegener Nettogewinn. Das entspricht einem Wert von 68 Cent je Aktie. Dies stimmt mit den Prognosen der Analysten überein, beim Umsatz konnte man die Zielsetzung von 17,24 Milliarden Dollar sogar leicht übertreffen.

Die Verschiebungen im Privatkunden-Markt hin zu Mobilgeräten, auf denen Microsoft derzeit nur in Ansätzen präsent ist, macht den Konzern allerdings stärker vom Business-Geschäft abhängig. Marktbeobachter sehen darin ein steigendes Risiko, da die gesamtwirtschaftliche Lage derzeit sehr instabil ist.
Christian Kahle

Redakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt

Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.

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