Oslo: Finnland will Internet-Überwachung ausbauen
Die finnischen Behörden wollen ihre Überwachung des Internets auf Beweise für verdächtige Aktivitäten von Extremisten als Reaktion auf die tragischen Anschläge in Norwegen erneut verschärfen.
Der stellvertretende Polizeichef von Finnland Robin Lardot erklärte nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP gegenüber dem staatlichen finnischen Radiosender YLE, dass man verstärkt auf vereinzelte Informationsstücke achten will, die gemeinhin als "schwache Signale" bezeichnet werden, sollten sich diese glaubwürdig auf eine terroristische Bedrohung zurückführen lassen.
Lardot zufolge hatte die finnische Polizei die Internetüberwachung nach dem Amoklauf eines 22-Jährigen in der Stadt Kauhajoki im September 2008 bereits ausgebaut. Der Täter hatte vor der Attacke wie der Angreifer von Oslo Hinweise auf seine Pläne im Internet veröffentlicht. In beiden Fällen hätten die Täter vorab das Bedürfnis gehabt, die Welt über ihre Pläne zu informieren, so Lardot.
Anders Behring Breivik, der in Norwegen am Freitag insgesamt 76 Menschen das Leben nahm, war nach Angaben der schwedischen Expo Stiftung, die die Aktivitäten von Rechtsextremen im Internet beobachtet, Mitglied in einem schwedischen Online-Forum für Neo-Nazis. Breivik hatte außerdem ein Video sowie ein mehr als 1500-seitiges Pamphlet veröffentlicht, in denen er seine Motive ausführlich zu begründen versuchte.
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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