Intel: Leiter der Mobility-Sparte schmeißt hin
Der Abgang wurde mit den üblichen PR-Floskeln erklärt. So sagte Chandrasekher, dass er vieles erreicht habe und nun neue Herausforderungen angehen wolle. Allerdings dürfte ein anhaltender Misserfolg Intels in dem immer wichtiger werdenden Segment durchaus eine gewichtige Rolle beim Rücktritt spielen.
Eine Zeit lang lief es für Chandrasekher recht gut. Vor allem den Netbook-Boom der vergangenen Jahre, der wesentlich dem Atom-Prozessor zu verdanken war, kann sich der Manager auf die Fahne schreiben. Allerdings scheiterte er bei dem erklärten Ziel, mit Intel-Chips auch den Markt für Tablets und Smartphones zu erobern.
Hier spielt das Unternehmen trotz verschiedener Anläufe faktisch keine Rolle. Statt dessen setzen die Hersteller in dem Bereich auf die deutlich effizienteren Designs der britischen Chip-Schmiede ARM. Hier bewies die ARM-Architektur in letzter Zeit, dass sie in der Lage ist, mit geringem Energiebedarf hohe Leistungen zu erreichen.
Das erregte zuletzt auch die Aufmerksamkeit jener, deren Kernproblem ebenfalls Stromverbrauch und Wärmeentwicklung sind: Die Betreiber von Datenzentren. Immer intensiver wird an Server-Prozessoren auf ARM-Basis gearbeitet, was letztlich auch einen Teil des bisher gut funktionierenden Kerngeschäfts von Intel bedroht.
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