UK: ISPs planen geräteabhängige Internet-Tarife
Heute findet ein Treffen zwischen Providern, Politik und Regulierungebehörde statt, auf dem Themen wie die Netzneutralität und das Traffic-Management auf den Tisch kommen sollen. Bei diesem werden die Anbieter kabelgebundener Internetzugänge wohl auch einen Vorschlag zur Gestaltung variabler Tarife einbringen, wie es sie in Ansätzen schon im Mobilfunk gibt.
Der Vorschlag sieht vor, dass die Nutzer nicht mehr pauschal einen Anschluss erhalten und diesen anschließend beliebig nutzen können. Statt dessen werden die Preise sich danach gestalten, wieviele und welche Art von Geräten die Anbindung gemeinsam nutzen und wie viel Datenverkehr sie verursachen.
Im Zuge dessen könnte es auch zu einer Abkehr von der Netzneutralität kommen, nach der bisher alle durchgeleiteten Daten gleich behandelt werden. Können sich die Provider mit ihren Vorstellungen durchsetzen, würden gleiche Mengen an Datenverkehr unterschiedlich berechnet. E-Mails würden beispielsweise wegen ihrer geringeren Priorität preiswerter sein als Internet-Telefonate, bei denen die Datenströme zuverlässig eine bestimmte Qualität haben müssen.
Vieles deutet darauf hin, dass in Großbritannien eine neue Regulierungsstelle entstehen wird, die den Umgang der Provider mit dem Datenverkehr überwacht. Nur diese hätte wohl die Möglichkeit durchzusetzen, dass es nicht zu einer Ungleichbehandlung zwischen finanzkräftigen und einfachen Nutzern kommt.
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Christian Kahle
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