Twitter muss Wikileaks-Nutzerdaten offenbaren

Recht, Politik & EU Die Betreiber der Microblogging-Plattform Twitter müssen nach der Entscheidung eines US-Bundesgerichts die Nutzerdaten von bestimmten Personen, welche mit Wikileaks in Verbindung standen, an Justizbehörden übergeben. Gefällt wurde diese Entscheidung von der Bundesrichterin Theresa Buchanan. Ihrem Urteil zufolge müssen die Betreiber des Kurznachrichtendienstes Daten von bestimmten Nutzern an das US-Justizministerium übergeben, berichtet 'CNet'.

Die hierbei angesprochenen Daten werden dann letztlich bei der Anklage gegen Bradley Manning verwendet. Von Bradley Manning sollen die meisten der im letzten Jahr über Wikileaks veröffentlichten Dokumente stammen. Erst kürzlich hat er sich öffentlich über seine Haftbedingungen beklagt.

Twitter muss diesbezüglich nun personenbezogene Daten herausgeben. Dazu gehören beispielsweise Adressen, Telefonnummern und IP-Adressen. Abgesehen davon soll sich herausstellen, an welche IP-Adressen Daten übertragen wurden. Gegen dieses Urteil soll nun Berufung eingelegt werden.

Erste Informationen zu diesem Thema wurden Anfang Januar dieses Jahres bekannt.

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