Bayern gegen Konzentration von Web, TV und Radio

Recht, Politik & EU Bayerns Medienminister Siegfried Schneider hat sich für eine zügige Erneuerung des Medienkonzentrationsrechts ausgesprochen. Das soll die Vielfalt in der Medienlandschaft erhalten. "An einer Reform des Medienkonzentrationsrechts führt kein Weg vorbei. Wir brauchen überzeugende Antworten auf die steigende Bedeutung des Internets und den Trend zur Konzentration", sagte Schneider anlässlich einer entsprechenden Untersuchung des Marktforschungsinstitutes TNS Infratest.

Die Zahl von Medienunternehmen, die sowohl im Printbereich als auch im Rundfunk und im Internet präsent sind, wachse national wie international. Schneider sieht darin die Gefahr einer zu starken Homogenisierung der Presselandschaft.

Dabei müsse insbesondere auch das sich wandelnde Nutzungsverhalten Berücksichtigung finden. "Noch ist das Fernsehen Leitmedium, aber bei den jungen Menschen übernimmt das Internet diese Rolle. Dafür müssen wir rechtzeitig ein passendes Konzept entwickeln", forderte der Minister.

Der Gesetzgeber dürfe sich nicht scheuen, mit der Heranziehung empirischer Daten neue Wege in der Konzentrationskontrolle zu beschreiten. "Eile ist geboten, denn es geht um Vielfalt einerseits und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit deutscher Medienunternehmen andererseits", sagte Schneider.
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