Medienkonzerne fordern bessere Google-Platzierung

Internet & Webdienste Verschiedene große Medienkonzerne in den USA wollen ihre teuer erstellten Inhalte in den Ergebnislisten der Suchmaschine Google besser präsentiert sehen, berichtete das US-Magazin 'AdAge'. "Das System sollte nicht so funktionieren, dass jene, die sich des Contents der eigentlichen Produzenten parasitär bedienen, überdurchschnittlich bevorzugt werden", zitiert das Blatt einen Manager aus dem Sektor. Im Wettrennen um Werbeeinnahmen will man nicht erst auf der dritten Seite hinter zahlreichen anderen Angeboten zu finden sein.

Bereits mehrfach soll versucht worden sein, entsprechend auf den Suchmaschinenbetreiber einzuwirken. So habe Martin Nisenholtz, verantwortlich für den Online-Auftritt der 'New York Times', beispielsweise vor einiger Zeit verärgert die Suchergebnisse zum Schlagwort "Gaza" demonstriert.

Google habe hier zuerst Links zu älteren BBC-Reportagen, Wikipedia-Artikeln, einem anti-israelischen Video und anderen Seiten ausgegeben, bevor auch die aktuelle Berichterstattung seiner Zeitung Berücksichtigung fand.

Ein weiterer Manager will dies nicht als Angriff auf Blogger oder andere Amateure, die sich im Netz engagieren, verstanden wissen. "Es geht keinesfalls darum, dass ausschließlich professionelle Anbieter bevorzugt werden", wiegelte er ab. Vielmehr sollen demnach Originalquellen stärker in den Fokus rücken.

Michael Wolff, Kolumnist bei der 'Vanity Fair' und Gründer des Nachrichten-Aggregators Newser, bezeichnete die Vorstöße hingegen als das "Klagen von Leuten, die ihr Monopol verloren haben und es sich nun zumindest teilweise zurück erbetteln wollen".
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