Foxconn: Ex-Mitarbeiter zettelte Brandstiftung an
Der Brand war nach Ende der Nachtschicht in einem Trainingszentrum auf dem Gelände der Elektronikfabrik entfacht worden, als einige Mitarbeiter auf den Bus nach Hause warteten, berichtet 'PCWorld'. Die Busse kamen jedoch nicht, weil ein enttäuschter Mitarbeiter das Fuhrunternehmen unter einem Vorwand dazu bewegt hatte, die Fahrzeuge nicht fahren zu lassen.
Eine Gruppe von 30 Mitarbeitern vermummte sich daraufhin im Wartebereich und begann nach Angaben von Foxconn mit der Verbreitung von Gerüchten, wonach das Unternehmen angeblich für die durch die Wartezeit anfallenden Überstunden nicht zahlen würde. Es sei sogar versucht worden, die Busse nicht auf das Gelände zu lassen. Daraufhin sei von wütenden Mitarbeitern Feuer gelegt worden, hieß es weiter.
Medienberichte hatten zuvor Foxconn vorgeworfen, die Busse zurück gehalten zu haben, um die Mitarbeiter Überstunden machen zu lassen. Das Unternehmen wies entsprechende Behauptungen entschieden zurück. Man habe inzwischen festgestellt, dass die Geschehnisse auf die Wut eines früheren Mitarbeiters zurück zu führen sind, der eine Art persönliche Fehde führe.
Foxconn will daher mit rechtlichen Schritten ausschließlich gegen den Ex-Mitarbeiter vorgehen. Die an den Vorfällen am 19. Februar beteiligten Angestellten sollen hingegen nicht belangt werden, weil sie angeblich manipuliert wurden. Das Feuer soll unterdessen keine Auswirkungen auf die Lieferbarkeit der in Mexiko gefertigten Produkte haben.
Foxconn ist der Handelsname der taiwanischen Firma Hon Hai Precision Industry. Das Unternehmen hat rund eine halbe Million Mitarbeiter in aller Welt und produziert unter anderem Apples iPhone, Computer für Dell und Sonys PlayStation-Konsolen. Das Werk in Mexiko wurde 2003 von Motorola übernommen und ist auf die Fertigung von Mobiltelefonen spezialisiert.
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