Wikileaks bereitet mit Pause "bedeutsame Leaks" vor

Internet & Webdienste Julian Assange, der wohl inzwischen bekannteste öffentliche Sprecher der Whistleblower-Plattform Wikileaks, hat sich in einem Interview konkreter zu der aktuellen Pause geäußert, die das Projekt eingelegt hat. Die herkömmliche Seite wurde vorübergehend abgeschaltet. Statt dessen stehen Aufrufe zum Spenden von Geld, Infrastruktur und Anwaltszeit online. "Wir wollen sicherstellen, dass jeder, der bei uns mitarbeitet, seine normale Arbeit einstellt und sich darauf konzentriert, Spenden zu sammeln", begründete Assange gegenüber dem 'Medien-Ökonomie-Blog'.

Aber auch die öffentliche Wahrnehmung soll sich durch die Maßnahme verändern. "Indem wir unser Angebot zeitweise komplett herunterfahren, beginnen die Leute wieder, den Wert dessen wahrzunehmen, was wir tun", so Assange. Immerhin würden derzeit dringend mehr Ressourcen benötigt.

Man plane aktuell einige bedeutsame Leaks. Bei diesen müsse man sich sowohl darauf einstellen, dass eine stärkere Server-Infrastruktur benötigt wird, aber auch juristische Nachspiele auf Wikileaks zukommen. "Deswegen müssen wir in einer stärken Position sein, bevor wir das Material veröffentlichen", stellte Assange klar.
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