22 Mio. Mails der Bush-Regierung wieder aufgetaucht
Der Grund für die Nachforschungen sind zwei Klagen von Bürgerrechtsorganisationen, die seit 2007 gegen das Executive Office of the President angestrengt wurden, weil die Bush-Regierung nicht in der Lage war, ihre E-Mail-Kommunikation wie von mehreren Gesetzen vorgeschrieben zu dokumentieren. Die Klagen sollen nun beigelegt werden, berichtet die 'New York Times'.
Es wird aber noch Jahre dauern, bevor die Öffentlichkeit erstmals Einblick in die E-Mails aus der Zeit der Bush-Administration erlangen kann. Zunächst müssen die Dokumente die üblichen Prozesse des Nationalarchivs der Vereinigten Staaten durchlaufen. Vor 2014 werden die Dokumente wohl nicht zur Verfügung stehen.
Noch ist vollkommen unklar, wie viele E-Mails tatsächlich verloren gegangen sind. Selbst die 22 Millionen jetzt wieder aufgetauchter Nachrichten decken nur einen Zeitraum von rund 94 Tagen Regierungsarbeit ab. Kritiker werfen der ehemaligen Regierung Bush vor, die E-Mails absichtlich nicht gespeichert zu haben. Man habe gelogen, als man behauptete, es habe keinen Verlust von Nachrichten gegeben.
Tatsächlich wurde erst im Jahr 2006 bekannt, dass es während der ersten Amtszeit von George W. Bush massive Probleme mit den Speichersystemen für die E-Mails des Weissen Hauses gab. Microsoft wurde nach eigenen Angaben jedoch schon im Jahr 2003 kontaktiert, um Hilfestellung bei der Suche nach verloren gegangenen E-Mails zu leisten.
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