"Encyclopedia of Life" feiert 150.000 Einträge
Das Projekt basiert auf ähnlichen Prinzipien wie die Online-Enzyklopädie Wikipedia. Ziel ist es, mit Unterstützung zahlreicher freiwilliger Helfer ein Online-Lexikon über möglichst jede bekannte Tier- und Pflanzenart anzulegen.
Fast 2 Millionen Menschen aus 200 Ländern haben den Angaben der Betreiber zufolge bereits Wissen oder Fotos beigesteuert. Die neu hinzukommenden Angaben werden allerdings nicht in einem Community-Prozess wie bei der Wikipedia, sondern von ausgewiesenen Experten überprüft.
Bis das Online-Lexikon vollständig ist, gibt es allerdings noch viel zu tun. Immerhin beläuft sich die Zahl der bekannten Arten derzeit auf rund 1,8 Millionen. Beim Start des Projektes wurde das Ziel ausgegeben, binnen zehn Jahren einen weitgehend vollständigen Überblick zusammenzustellen.
Finanziert wird das Projekt im Wesentlichen von der John and Catherine MacArthur Foundation, einer der größten Stiftungen der USA. Diese geht auf den Unternehmer und Mäzen John D. MacArthur zurück, der 1978 starb. Dieser stieg zu Lebzeiten mit Versicherungen und Immobiliengeschäften zu einem der reichsten Männer der USA auf. 92 Prozent seines Vermögens flossen letztlich in die Stiftung.
10 Millionen Dollar wurden vor zwei Jahren für den Aufbau der Encyclopedia of Life zur Verfügung gestellt. Das Projekt soll nicht nur ein öffentlicher Informations-Pool werden. Man erhofft sich, dass das Lexikon auch dazu beitragen kann, neue Erkenntnisse über die Biodiversität und für den Schutz der Artenvielfalt zu erlangen.
Die Enzyklopädie enthält daher nicht nur Bilder und Beschreibungen von Arten. Auch Barcodes, in denen Genom-Informationen kodiert sind, lassen beispielsweise sich bereits von einer Reihe von Arten abrufen.
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