USA: Spammer wegen Aktien-Betrugs verurteilt

Recht, Politik & EU In den USA wurde der Spammer Alan Ralsky vor Gericht des Betrugs für schuldig befunden. Er wurde ebenso wie sein Schwiegersohn zu Haftstrafen von mehreren Jahren verurteilt. Der Angeklagte hatte gestanden, mit Spam-E-Mails die Kursentwicklung von so genannten "Penny Stocks", also sehr billige Aktien, der chinesischen Börse manipuliert zu haben. Das Handelsvolumen wurde durch falsche Angaben so lange in die Höhe getrieben, bis er sein Kontingent gewinnbringend verkaufen konnte.

In den Jahren 2004 und 2005 soll er so einen Gewinn von 2,7 Millionen Dollar erwirtschaftet haben, den er mit einigen Komplizen teilte. Der Richter setzte dafür eine Haftstrafe von 87 Monaten sowie 1 Million Dollar Geldstrafe fest. Sein Schwiegersohn Scott Bradley muss 78 Monate ins Gefängnis und die gleiche Summe zahlen.

Ein weiterer Komplize, John Bown, wurde dafür verurteilt, den Spam-Versand durch den Aufbau eines Botnetzes unterstützt zu haben. Er erhielt eine Haftstrafe von 63 Monaten und eine Geldstrafe von 75.000 Dollar. Die Prozesse gegen mehrere weitere Beteiligte dauern noch an.
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