Pioneer stoppt TV-Fertigung und streicht 10.000 Jobs
Das Unternehmen will insgesamt zehn seiner 30 Produktionsstätten schließen. Dazu gehören auch die Werke in den USA und Großbritannien, in denen Plasmabildschirme gefertigt werden. Sie sollen noch in diesem Halbjahr den Betrieb einstellen. Zu den 10.000 Mitarbeitern, die um ihren Job fürchten müssen, gehören 6.000 Vollzeitbeschäftigte.
So sollen Angestellte aus den Bereichen Administration und Verkauf vorzeitig in den Ruhestand geschickt werden. Die Managergehälter sollen zudem bis März 2011 um 20 bis 50 Prozent gekürzt werden. In der Zukunft will sich Pioneer auf Unterhaltungselektronik und Navigationssysteme für Autos konzentrieren.
Die Unternehmenssparte Home Electronics wird sich ausschließlich auf die drei Kernbereiche HiFi, DJ-Equipment und Set-Top-Boxen spezialisieren. Vor allem netzwerkfähige Geräte und Blu-ray-Laufwerke sollen verstärkt angeboten werden. Dafür sucht man derzeit einen Partner für ein Joint Venture. Unter anderem wird die in Taiwan ansässige Firma Asus heiß gehandelt.
Im letzten Quartal musste Pioneer einen Umsatzrückgang von 62 Prozent verkraften. Noch vor einem Jahr konnte ein Gewinn von 1,68 Milliarden Yen eingefahren werden. In diesem Quartal war es hingegen ein Verlust über 26,1 Milliarden Yen.
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Michael Diestelberg
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