3D-Spielebrillen erleichtern Ärzten Herzoperationen
Das Team verwendete während einer Studie 3D-Brillen, um damit Operationen an Schweinen mit einer weit verbreiteten Herzkrankheit durchzuführen. Da die Brillen Echtzeitbildern liefern, war es den Chirurgen möglich, ihre Operationen am schlagenden Herz durchzuführen. Dadurch wurde das sonst übliche Öffnen des Brustkorbs mit folgendem Anhalten des Herzschlags und der deshalb nötigen künstliche Lebenserhaltung überflüssig.
Ursprünglich war auch ein Ultraschallsystem getestet worden, dessen 3D-Aufnahmen aber nur eine mangelhafte räumliche Darstellung boten. Da die 3D-Brillen die vom Computer gelieferten Bilder auf zwei kleine Displays verteilt und in einem bestimmten Winkel anzeigen, können Ultraschallaufnahmen des schlagenden Herzen nun wie eine Art Hologramm betrachtet werden.
Die Qualität der 3D-Ansichten überraschte die Ärzte nach eigenen Angaben selbst. Man fühle sich, als ob man sich in der Herzkammer befinde, so einer der Studienteilnehmer. Noch in diesem Jahr soll der Ansatz im Rahmen klinischer Studien auch bei Operationen an Kindern eingesetzt werden. Die Software dahinter kann 30 Megabyte Ultraschalldaten pro Sekunde verarbeiten - dafür nutzt es eine normale Nvidia GeForce 7800 Grafikkarte.
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