MySpace verfehlt klar seine Geschäftsziele
Die Einnahmen gingen den Angaben zufolge von 233 Millionen Dollar auf 210 Millionen Dollar zurück. Für das Geschäftsjahr lag die Zielvorgabe bei 1 Milliarde Dollar. Diese wird voraussichtlich um 10 Prozent verfehlt, so der Mutterkonzern.
Peter Chernin, Chief Operating Officer der News Corp., wollte die schlechten Ergebnisse nicht an der wirtschaftlichen Entwicklung festmachen. Die Ursachen seien im Social Networking selbst zu suchen.
Er zeigte sich aber optimistisch, dass der Bereich insgesamt mittelfristig weiter deutlich zulegen wird. MySpace habe hier gegenüber Konkurrenten wie Facebook eine gute Ausgangsposition: Die Nutzerzahl ist größer und die Anwender verweilen im Durchschnitt länger auf der Seite.
Die Werbevermarktung in Social Networks hat sich allerdings als schwieriger herausgestellt, als die Betreiber ursprünglich annahmen. Man ging davon aus, dass die Werbetreibenden großes Interesse an Anzeigenschaltungen auf Plattformen wie MySpace haben, weil anhand der in den Nutzerprofilen vermerkten Interessen Zielgruppen zusammengefasst werden können.
Es stellte sich jedoch heraus, dass dies offenbar nicht ausreicht. Immerhin ist die Zeilgruppe bei Anwendern, die Sport als Interessengebiet angeben, noch immer deutlich weitergefasst als bei Usern, die bei Google nach einem bestimmten Laufschuh suchen.
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