LimeWire scheitert mit Klage gegen Musikindustrie
LimeWire ist ein Filesharing-Service, der wie andere Angebote dieser Art den Tausch großer Datenmengen über das Internet erlaubt, wobei man mit einer Vielzahl anderer Nutzer über ein so genanntes Peer-To-Peer-Netzwerk verbunden wird.
Nach massivem Druck der Musikkonzerne wollte man LimeWire in den vergangenen Monaten von einem angeblich illegalen Angebot in einen kostenpflichtigen Download-Dienst für Musik umbauen. Dieses Vorhaben scheiterte aber offenbar an der mangelnden Unterstützung auf Seiten der Musikfirmen.
LimeWire argumentierte, dass die Unternehmen die Zusammenarbeit verweigert hätten, um den kleinen Anbieter aus dem Markt zu drängen. Sie hätten auf diese Weise versucht, sich ein Monopol für den Online-Vertrieb von Musik zu sichern.
Der Richter wies auch die weiteren Klagepunkte zurück. So sah er keine Beweise für die Behauptung LimeWires, die Musikfirmen hätten Preisabsprachen getroffen, um einen fairen Wettbewerb zu verhindern. Auch von Hackangriffen auf das LimeWire-Netzwerk im Auftrag der Musikindustrie wollte er nichts wissen.
Die nun abgelehnte Klage war die Antwort auf ein im letzten Jahr von den vier großen Musikkonzernen der Welt gegen LimeWire angestrengtes Verfahren, das noch immer andauert. Universal, Warner, EMI und Sony BMG werfen dem Filesharing-Anbieter Beihilfe zu Urheberrechtsverletzungen vor.
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