Bericht: Hitachi erwägt Verkauf der Festplattensparte

Hardware Die sinkenden Preise für Festplatten setzen die Hersteller zunehmend unter Druck. Jetzt denkt mit Hitachi einer der größten Anbieter über den Verkauf seiner Festplattensparte nach. Offenbar ist eine Gruppe von Private-Equity-Firmen an einem Kauf interessiert, wie die Financial Times in ihrer Online-Ausgabe berichtet. Derzeit prüft das Unternehmen den Angaben zufolge, ob ein Verkauf der verlustreichen Festplattensparte sinnvoll ist. Derzeit versuchen diverse japanische Elektronikhersteller Unternehmensteile zu veräußern, die Verluste machen, um gegenüber Firmen aus den USA und anderen Teilen Asiens konkurrenzfähiger zu werden.

Hitachi hatte seine Festplattensparte im Jahr 2002 für rund zwei Milliarden US-Dollar von IBM übernommen. Schon seit dem Kauf schreibt dieser Unternehmensbereich rote Zahlen. In diesem Jahr rechnet man mit Verlusten in Höhe von umgerechnet gut 200 Millionen Euro.

Unter Umständen wird auch nur ein Teil des Festplattengeschäfts an eine amerikanische Firma abgegeben, um von deren Kenntnis des wichtigen US-Marktes zu profitieren. Hitachi kommentierte Berichte über einen möglichen Verkauf mit dem Hinweis, dass bisher noch nichts entschieden sei.

Der Börsenkurs des Unternehmens profitiert unterdessen von den Meldungen zu einem Möglichen Verkauf der Festplattensparte und schloss gestern um gut sieben Prozent höher.
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