Neuer LCD-Bildschirm orientiert sich am Betrachter
Nachdem die Kamera die Position des Betrachters ermittelt hat, berechnet eine Software, wie die Flüssigkristalle angeordnet werden müssen, um eine optimale Bildausgabe zu erreichen. Dies berichtet das amerikanische Wissenschaftsmagazin NewScientist auf seiner Website.
Nach Angaben der Wissenschaftler wird die Helligkeit eines jeden Pixels gesteuert, indem der Winkel der Flüssigkristalle zwischen zwei polarisierten Elementen justiert wird. Die Flüssigkristalle funktionieren wie kleine Ventile, die bestimmen, wieviel Licht durchgelassen wird.
Schaut der Anwender nicht direkt auf den Bildschirm, kann das Bild verschwimmen und die Farben werden nicht mehr ordnungsgemäß dargestellt. Besonders bei den Displays Digitalkameras ist dies ein Problem, da diese laut Studien meist nicht direkt betrachtet werden.
Dadurch kann der Eindruck beim Nutzer verfälscht werden. Mit Hilfe der integrierten Miniaturkamera sollen die Flüssigkristalle und deren Lichtdurchlässigkeit für jedes Pixel des Displays nun so justiert werden können, das immer ein klares Bild angezeigt wird.
Als nächsten Schritt der Entwicklung wollen die Wissenschaftler nun einen Infrarotsensor für die Verfolgung der Position des Betrachters verwenden, da sich dieser leichter und billiger in tragbare Endgeräte integrieren lässt. Als erste Zielgruppe hat man medizinische Anwender im Auge.
Einen Nachteil hat das System jedoch: das Display kann immer nur für einen einzigen Betrachter angepasst werden.
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