Holland: Polizei verhaftet über 100 Internetbetrüger

Internet & Webdienste Wer kennt sie nicht, die netten E-Mails in denen sich der Sohn eines reichen afrikanischen Bänkers um die Hinterlassenschaft seines Vaters sorgt und um die Mithilfe beim Parken hunderter Millionen US-Dollar bittet. Man muss ja nur sein Bankkonto zur Verfügung stellen und einige tausend Euro "Bearbeitungsgebühren" vorstrecken. Binnen weniger Wochen soll dann eine angemessene Aufwandsentschädigung - natürlich in Millionenhöhe - gezahlt werden. Wer tatsächlich auf diese Bitten eingeht, wird fast immer um sein Geld betrogen. Nach zunächst regem E-Mail-Kontakt hort man nie wieder etwas von seinen neuen Freunden aus Afrika. Obwohl die meisten Anwender mittlerweile wissen, dass es sich um Betrug handelt, finden sich immer wieder neue Opfer.

Auch unsere holländischen Nachbarn haben schon seit Jahren mit den afrikanischen Betrügern zu kämpfen. Jetzt hat die Polizei erstmals einen Erfolg vermeldet. Im Rahmen der so genannten "Operation Apollo" wurden innerhalb der letzten sieben Monate mehr als 100 Personen aus Westafrika festgenommen, die unter dem Verdacht stehen, an den erwähnten Betrügereien beteiligt gewesen zu sein.

111 Personen wurden zunächst wegen Verstößen gegen das Aufenthaltsrecht festgenommen. Die Polizei überprüfte dann, ob sie Teil von Betrügerbanden waren. In gut 80 Fällen konnte eine Beteiligung nachgewiesen werden. Insgesamt sollen in den Niederlanden über 2000 Internetbetrüger ihr Unwesen treiben.
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