Großbritannien: Provider sollen Filesharer aussperren

Internet & Webdienste Der Verband der britischen Phonoindustrie (BPI) hatte sich vor einigen Wochen zwar dafür ausgesprochen, das Rippen von CDs für den Privatgebrauch im Vereinigten Königreich zu legalisieren, aber kündigte gleichzeitig an, sein rigoroses Vorgehen gegen Filesharer und andere Urheberrechtsverletzer fortsetzen zu wollen. Diesem Vorhaben verleiht der Verband nun Nachdruck, indem er mehrere in Grossbritannien operierende Internet-Provider auffordert, Filesharer von der Benutzung ihrer Angebote auszuschließen. Man habe die Unternehmen in den vergangenen Monaten mehrfach darauf hingewiesen, dass unter ihren Kunden aktive Filesharer seien, doch nun sei es an ihnen, etwas zu unternehmen.

Die Nutzungsbedingungen der betroffenen Provider enthalten Absätze, in denen es verboten wird, den jeweiligen Internet-Anschluss für Filesharing-Zwecke zu verwenden. Dennoch haben die Unternehmen laut BPI bisher nichts unternommen, um die Bestimmungen umzusetzen. Der Verband der Musikindustrie hat nach eigenen Angaben mehrere IP-Adressen ermittelt, von denen große Datenmengen urheberrechtlich geschützter Inhalte angeboten wurden.

Da jedoch nur der Provider Daten darüber besitzt, wer die jeweiligen Zugänge genutzt hat, sei es nun dessen Aufgabe, die illegalen Handlungen zu unterbinden, so der Verband weiter. Es sei unaktzeptabel, dass die Firmen in diesen Fällen ihre Augen verschließen würden, hieß es.
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