ATI erlaubt Herstellern Übertaktung des X1800 XT

Hardware AnandTech.com zitiert ein internes Dokument des Grafikkartenherstellers ATI Technologies, in dem es heisst, dass das Unternehmen die Regelungen bezüglich der Taktung seiner X1800 XT Chips gelockert hat und Herstellern solcher Karten nun die Übertaktung gestattet. Sollte das Memo umgesetzt werden, bedeutet dies eine schwerwiegende Änderung von ATIs Politik. Bisher hatte die Firma nie gestattet, seine Chips um mehr als einige Megahertz schneller als spezifiziert laufen zu lassen. Die Übertaktungserlaubnis wird allerdings nur einigen ausgesuchten Herstellern gegeben, heisst es in dem Schriftstück.

Für die Hersteller, denen ATI die Übertaktung der Chips gestattet, gilt jedoch, dass die Kanadier keinerlei Haftung übernehmen, so dass sämtliche Ansprüche, die aus Schäden an übertakteten Karten an den Firmen hängen bleiben. Die Verantwortung für das Testen, die Erträge und potenzielle Verluste müssen also einzig und allein die Hersteller von übertakteten Karten tragen.

ATI setzt weiterhin voraus, dass die schnelleren Karten mit mindestens 25 Megahertz mehr laufen müssen, als spezifiziert wurde. Den genauen Takt müssen die Hersteller selbst in Testläufen ermitteln. Da ATI derzeit gute Margen bei der Herstellung der X1800 XT Kerne erzielt, gestattet man nun eine werksseitige Übertaktung auf bis zu 700 MHz (Core) und bis zu 800 MHz Speichertakt (1600 MHz Datenrate) - beim Einsatz des normalen Kühlsystems. Höhere Taktungen unter Einsatz alternativer Kühlsysteme sind also nicht auszuschliessen.
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