Microsoft beglückt MacOS- & Linux-Nutzer mit beliebten Windowstools

Microsoft erweitert seine Sysinternals-Werkzeugsammlung um zwei native Anwendungen für bislang nicht unterstützte Betriebssysteme. Autoruns steht erstmals für Linux zur Verfügung, während der Process Explorer eine native Version für MacOS erhält.
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  • Microsoft bringt zwei bekannte Windows-Werkzeuge auf Linux sowie macOS
  • Autoruns für Linux analysiert künftig Autostarts und Hintergrunddienste
  • Die offizielle GitHub-Seite zu Autoruns für Linux lieferte noch Fehler 404
  • Process Explorer steht auf GitHub bereits als native Version für Macs bereit
  • Das Mac-Tool unterstützt speziell die verschiedenen Apple-Silicon-Kerne
  • Weitere Sysinternals-Programme wie Sysmon und ZoomIt erhielten Aktualisierungen

Autoruns für Linux

Damit werden zwei bislang Windows-exklusive Tools auch auf anderen Plattformen nutzbar. Autoruns gehört zu den bekanntesten Hilfsprogrammen der Sysinternals-Sammlung und ermöglicht eine besonders umfassende Analyse automatisch gestarteter Komponenten. Die Anwendung zeigt nicht nur klassische Autostart-Einträge, sondern auch Dienste, Treiber, geplante Aufgaben und weitere Mechanismen, über die Programme beim Systemstart oder im Hintergrund aktiviert werden. Damit bietet das Werkzeug einen deutlich detaillierteren Überblick als der reguläre Task-Manager von Windows.

Bislang mussten Linux-Nutzer auf Drittanbieterprogramme zurückgreifen, wenn sie vergleichbare Funktionen benötigten. Mit der neuen nativen Version ändert sich das. Microsoft hat allerdings noch keine ausführlichen Informationen zum Funktionsumfang oder zur Benutzeroberfläche der Linux-Ausgabe veröffentlicht. Auch mögliche Unterschiede zur Windows-Version sind bislang nicht bekannt. Die zugehörige GitHub-Seite war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels noch nicht erreichbar und lieferte einen Fehler 404. Wann sich das genau ändert, ist noch unklar.

Process Explorer kommt auf den Mac

Der Process Explorer ist ebenfalls auf einer neuen Plattform angekommen. Microsoft stellt das Systemüberwachungswerkzeug erstmals für MacOS bereit. Die Anwendung richtet sich an Nutzer, die über die grundlegenden Funktionen der üblichen Prozessverwaltung hinaus detaillierte Informationen über laufende Programme und Systemaktivitäten benötigen.

Zu den übernommenen Funktionen zählen eine hierarchische Prozessdarstellung, umfangreiche Eigenschaften einzelner Prozesse, Leistungsdiagramme sowie Möglichkeiten zur Steuerung laufender Prozesse. Darüber hinaus berücksichtigt die Mac-Version Besonderheiten der Apple-Hardware. Dazu gehört unter anderem die Anzeige von Informationen über Leistungs- und Effizienzkerne der Apple-Silicon-Prozessoren. Die MacOS-Ausgabe ist bereits verfügbar und kann über das offizielle GitHub-Repository heruntergeladen werden.

Weitere Sysinternals-Updates

Neben den beiden neuen Portierungen hat Microsoft auch bestehende Sysinternals-Werkzeuge für andere Betriebssysteme aktualisiert. Dazu gehören Sysmon, Procmon und ProcDump für Linux sowie ZoomIt für MacOS.

Die Erweiterungen zeigen, dass Microsoft seine ursprünglich stark auf Windows ausgerichtete Sammlung zunehmend plattformübergreifend verfügbar macht. Die Sysinternals-Werkzeuge gelten insbesondere bei Administratoren, Entwicklern und Sicherheitsfachleuten als wichtige Hilfsmittel zur Analyse und Fehlerbehebung von Systemen.

Siehe auch:
Christian Kahle

Redakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt

Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.

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