Teure Geräte lohnen: Hälfte des Smartphone-Umsatzes landet bei Apple

Apple hat es überhaupt nicht mehr nötig, die meisten Smartphones auszuliefern. Denn selbst mit einem begrenzten Weltmarktanteil landet der überwiegende Teil des Geldes bei dem kalifornischen Konzern.
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Apple
  • Apple erzielte im dritten Quartal 2026 die Hälfte aller Smartphone-Umsätze
  • Samsung blieb bei den Stückzahlen mit 22 Prozent weltweiter Marktführer
  • Weltweit sanken die Auslieferungen um 19 Prozent bei steigenden Erlösen
  • Höhere Gerätepreise trieben den weltweiten Quartalsumsatz auf Rekordwerte
  • Die Hersteller Oppo und Vivo verzeichneten deutliche Einbußen beim Umsatz
  • Hersteller richten ihren Fokus wegen hoher Kosten vermehrt auf Margen aus

Samsung verkauft mehr Geräte

Apple hat im dritten Quartal 2026 erstmals die Hälfte des weltweiten Smartphone-Umsatzes auf sich vereint. Der iPhone-Hersteller profitierte dabei von der Nachfrage nach hochpreisigen Geräten und steigerte seinen Umsatzanteil auf einen Rekordwert von 50 Prozent. Samsung blieb dagegen bei den Verkaufszahlen führend und behauptete seinen Spitzenplatz bei der Menge der ausgelieferten Smartphones. Das geht aus vorläufigen Daten des Marktforschers Counterpoint Research (via ETNews) hervor.

Demnach legte Apples weltweiter Smartphone-Umsatz im Jahresvergleich um 17 Prozent zu. Neben der anhaltend starken Nachfrage nach der iPhone-17-Serie trugen die ersten Verkaufserfolge der iPhone-18-Pro-Modelle dazu bei. Auch der durchschnittliche Verkaufspreis pro Gerät (ASP) stieg deutlich: Er lag 19 Prozent über dem Vorjahreswert.


Samsung Electronics erreichte trotz etwas mehr verkaufter Smartphones nur einen Umsatzanteil von 19 Prozent und damit Rang zwei. Die Einnahmen des südkoreanischen Herstellers wuchsen um 14 Prozent. Mit einem Anteil von 22 Prozent an den weltweiten Smartphone-Auslieferungen blieb Samsung allerdings volumenmäßig Marktführer. Der durchschnittliche Verkaufspreis erhöhte sich um 21 Prozent auf 367 Dollar (etwa 340 Euro). Dazu trugen sowohl höhere Preise für die Galaxy-A-Reihe als auch die stärkere Nachfrage nach Premiumgeräten wie dem Galaxy S26 Ultra und dem Galaxy Z Fold 8 bei.

Insbesondere der Verkaufsstart des Galaxy Z Fold 8 stärkte Samsungs Position im Premiumsegment. Zudem profitiert der Konzern von seiner vertikal integrierten Lieferkette und dem eigenen Speicherchipgeschäft, das angesichts steigender Speicherpreise Kostenvorteile bieten kann. Infografik: Apple-Umsatz im Detail: Smartphones treiben das Geschäft anApple-Umsatz im Detail: Smartphones treiben das Geschäft an Insgesamt entwickelte sich der weltweite Smartphone-Markt im dritten Quartal gegenläufig. Während die Auslieferungen um 19 Prozent zurückgingen, stieg der Umsatz um drei Prozent auf 114 Milliarden Dollar (etwa 105 Milliarden Euro). Ausschlaggebend waren die höheren Verkaufspreise: Der durchschnittliche Gerätepreis kletterte um 27 Prozent auf einen Rekordwert von 442 US-Dollar (etwa 410 Euro).

Fokus auf Premium

Damit verschiebt sich der Wettbewerb zunehmend von möglichst hohen Verkaufszahlen hin zu Umsatz und Profitabilität. Angesichts steigender Kosten für Komponenten wie Speicherchips erhöhen Hersteller ihre Preise, reduzieren weniger profitable Modellreihen und konzentrieren sich stärker auf teure Geräte.

Xiaomi konnte seinen Umsatz trotz rückläufiger Auslieferungen ungefähr auf Vorjahresniveau halten. Höhere Durchschnittspreise glichen die geringeren Stückzahlen aus. Oppo und Vivo mussten dagegen deutliche Umsatzrückgänge von 26 beziehungsweise 22 Prozent hinnehmen, weil ihre Auslieferungen stärker sanken, als höhere Verkaufspreise dies kompensieren konnten.

Für das vierte Quartal erwartet Counterpoint Research einen Rückgang des weltweiten Smartphone-Umsatzes. Demnach dürfte das Minus bei den Auslieferungen die positiven Effekte höherer Preise überwiegen. Auch 2027 werde der Kostendruck durch teurere Speicherchips anhalten. Hersteller dürften deshalb weiterhin stärker auf Preisgestaltung und Gewinnmargen achten, statt ihre Absatzmengen um jeden Preis auszubauen. Siehe auch:
Christian Kahle

Redakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt

Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.

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