Sony: Neuer Smartphone-Fotosensor liefert im Dunkeln viel besser ab

Sony hat einen neuen Bildsensor für Smartphone-Kameras vorgestellt. Der Lytia 720 soll vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen bessere Aufnahmen ermöglichen. Das ist aufgrund der geringen Baugröße eine Herausforderung.
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  • Sony bringt einen neuen CMOS-Bildsensor mit rund 50 Megapixeln Auflösung
  • Das Modell Lytia 720 im Format 1/1,56 Zoll ist für Smartphones gedacht
  • Die Auslieferung erster Muster an Hersteller startet Anfang November 2026
  • Eine neue UHCG-Technik halbiert das Bildrauschen bei schlechtem Licht fast
  • Der Kamerasensor ermöglicht 4K-Videos mit 60 fps bei aktivem Autofokus
  • Moderne Hybrid-Frame-HDR-Technik bietet einen Dynamikumfang von 100 Dezibel

Muster gehen raus

Der neue Sensor bietet eine Auflösung von 50 Megapixeln. Er reduziert außerdem das Bildrauschen laut Hersteller gegenüber seinem Vorgänger um etwa 50 Prozent. Zudem unterstützt der CMOS-Sensor Videoaufnahmen in 4K-Auflösung mit 60 Bildern pro Sekunde und aktiviertem HDR sowie kontinuierlichem Autofokus über sämtliche Pixel.

Der neue Sensor ist für die Hauptkameras von Smartphones vorgesehen und basiert auf einem gestapelten CMOS-Design. Sony setzt dabei auf ein Format von 1/1,56 Zoll, das im Smartphone-Markt bereits weit verbreitet ist. Die effektive Auflösung liegt bei rund 50 Megapixeln. Die Auslieferung der ersten Exemplare an Hersteller ist für Anfang November 2026 geplant. Diese dienen allerdings erst einmal als Muster, aufgrund derer dann später größere Bestellungen folgen können.

Sony zeigt direkten Vergleich zwischen Lytia 720 und dem Vorgänger

Eine wesentliche Neuerung ist die von Sony entwickelte UHCG-Schaltungstechnik (Ultra High Conversion Gain). Sie soll die Umwandlung elektrischer Ladungen in Spannung verbessern und dadurch das zufällige Bildrauschen bei schwacher Beleuchtung reduzieren. Im Vergleich zum bisherigen Lytia 700 soll sich das Rauschen unter entsprechenden Bedingungen etwa halbieren. Damit sollen insbesondere Nachtaufnahmen und Bilder in dunklen Innenräumen von einer besseren Bildqualität profitieren.

Auch Videos werden besser

Sony wirbt damit, dass der Lytia 720 in dieser Disziplin eine branchenführende Leistung erreicht. Diese Einschätzung bezieht sich nach Angaben des Unternehmens auf mobile CMOS-Bildsensoren und auf eigene Marktuntersuchungen. Unabhängige Tests sollten hier in der kommenden Zeit mehr Details bereitstellen.

Auch bei Videoaufnahmen soll der Sensor Fortschritte ermöglichen. Durch eine überarbeitete Analog-Digital-Wandlung kann er 4K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde aufzeichnen, während HDR und der Autofokus über alle Pixel gleichzeitig aktiv bleiben. Die optimierte Schaltung soll dabei auch den Stromverbrauch reduzieren. Laut Sony handelt es sich um das erste Modell der Lytia-Reihe im Format 1/1,56 Zoll mit einer Pixelgröße von 1,0 Mikrometern, das diese Kombination unterstützt.


Für einen größeren Kontrastumfang kommt zusätzlich die Hybrid-Frame-HDR-Technik zum Einsatz. Sie kombiniert Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten und führt die Bildinformationen anschließend zusammen. Dadurch sollen sowohl dunkle Bildbereiche als auch helle Stellen besser erkennbar bleiben. Sony beziffert den erreichbaren Dynamikumfang auf 100 Dezibel. Bewegungsartefakte bei Videoaufnahmen sollen durch die HDR-Verarbeitung mit Einzelbildern ebenfalls begrenzt werden.

Siehe auch:
Christian Kahle

Redakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt

Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.

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