Komm zurück zu Firefox: Mozilla-Kampagne soll Nutzer zurückholen

Mozilla versucht, seinen freien Browser Firefox wieder attraktiver zu machen. Nachdem mit dem neuen Design und diversen technischen Änderungen die Voraussetzungen geschaffen wurden, startet eine Marketing-Kampagne unter dem Titel "Komm zurück zu Firefox".
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Mozilla
  • Mozilla startet eine neue Kampagne zur Rückgewinnung von Firefox-Nutzern
  • Der Browser positioniert sich gegen Big Tech und für das offene Internet
  • Künstliche Intelligenz soll bei Firefox rein optional zuschaltbar sein
  • Ein Werbespot im US-Fernsehen zeigt bekannte Meme-Figuren früherer Jahre
  • Gemeinsam mit der Agentur We Believers setzt Mozilla auf etwas Nostalgie
  • Der weltweite Marktanteil von Firefox liegt am Desktop bei gut sechs Prozent

Mozilla will Ex-Firefox-Nutzer zurückholen

Google, Microsoft und diverse andere Softwarekonzerne versuchen, den Browser immer stärker zum Zugangstor für den Zugriff auf ihre meist hauseigenen KI-Dienste zu machen. Bei Mozilla will man den Web-Nutzern hingegen einen Browser bieten, der das offene Internet schätzt und nur auf Wunsch mit einem KI-Schalter die Technologien hinter dem aktuellen Hype bereitstellt.

Mit der neuen "Come back to Firefox"-Kampagne startet Mozilla jetzt einen Versuch, wieder ein breiteres Publikum mit seinem Browser zu erreichen. Den Auftakt bildet ein einminütiger Werbeclip, der gestern Abend im US-Fernsehen während der Live-Übertragung der Sonntagabendspiele der American-Football-Liga NFL zu sehen war.

Mozilla-Kampagne: Come back to FirefoxAuf YouTube ansehen

Annoying Orange, Tay Zonday & Co werben für freies Web

In dem Werbespot treten allerhand "Internet-Persönlichkeiten" aus den frühen 2000er und 2010er-Jahren auf, die durch Memes oder ihren Erfolg auf Streaming-Plattformen bekannt wurden. Mozillas Marketing-Chef John Solomon erklärte dazu im Mozilla Blog: "Ich habe mich immer wieder an die Blütezeit von Firefox erinnert, als das Internet noch richtig Spaß gemacht hat, schräg und interessant war. Die Herausforderung bestand darin: Wie kann man Nostalgie und Tradition nutzen, ohne in der Vergangenheit stecken zu bleiben?"

Mozilla hat sich deshalb mit der Werbeagentur We Believers zusammengetan, um frühere Firefox-Nutzer daran zu erinnern, was sie an ihren Web-Browsern vor rund 20 Jahren schätzten und dass genau diese Dinge heute wichtiger sind als je zuvor, während "Big Tech" versucht, seine Macht zu missbrauchen.

Letztlich versucht Mozilla mit der neuen Firefox-Kampagne vor allem daran zu erinnern, dass das Internet offen und frei zugänglich sein sollte, während es von den Nutzern selbst gestaltet wird und nicht nur von den großen Plattformen, die von ihrer Aufmerksamkeit und ihren Daten zu profitieren versuchen.

Tatsächlich fristet Firefox selbst auf Desktop-Systemen seit vielen Jahren ein Schattendasein. Seit Langem dominiert Google Chrome den Markt, während alle anderen Anbieter mit erheblich kleineren Marktanteilen auskommen müssen. Firefox kommt laut StatCounter aktuell auf gut sechs Prozent Desktop-Marktanteil, während Chrome von rund 65 Prozent der Anwender genutzt wird. Microsoft Edge und Apples Safari haben mit 14,6 bzw. rund acht Prozent ebenfalls höhere Anteile am Markt für Desktop-Browser als Firefox.

Download Mozilla Firefox - Open-Source-Webbrowser Siehe auch:
Roland Quandt

Redakteur für Smartphones & Leaks

Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.

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